Infrastruktur-Bau als Zugpferd : Auftragslage wuchs bei Porr um ein Viertel

ABD0057_20250211 - WIEN - ?STERREICH: Generaldirektor Karl-Heinz Strauss (Porr AG) am Dienstag, 11. Februar 2025, w?hrend eines Gespr?chs im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien. - FOTO: APA/GEORG HOCHMUTH

Porr-CEO Karl-Heinz Strauss: "Unser Fokus bleibt unverändert auf den sieben Heimmärkten, die insgesamt 98,4 % der Leistung verantworten."

- © APA/GEORG HOCHMUTH

 Das EBIT verbesserte sich um 15,5 % auf  48,7 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2025 rechnet der Vorstand weiterhin mit einer moderaten Leistungs- und Umsatzsteigerung sowie mit einer EBIT-Marge von 2,8 % bis 3,0 %.

CEO Karl-Heinz Strauss sagt: „Der Infrastrukturausbau in unseren Heimmärkten hat an Tempo zugelegt und wir konnten in diesem Bereich große und spannende Neuaufträge gewinnen. Zusätzlich merken wir, dass der Hochbau wieder erstarkt. Unser Auftragseingang ist dadurch sehr vielfältig, von Projekten im Infrastruktur- und Industriebau über Gesundheitsbau bis zum Wohnbau ist hier alles dabei.“

Auch die Produktionsleistung konnte auf  3.171 Millionen Euro erhöht werden. Dabei zeigte das Segment Infrastruktur International eine Leistungssteigerung von 19,6 %. Strauss dazu: „Im Bereich Tunnelbau sind wesentliche Großprojekte wie der ElbX-Tunnel in Deutschland oder Pumpspeicherkraftwerke in die Ausführungsphase gekommen und wir haben in unseren Projektmärkten zahlreiche Aufträge finalisieren können.“ 

Aufgrund geringerer Abschreibung stieg das Betriebsergebnis (EBIT) um satte 15,5 % auf  48,7 Millionen Euro. Die EBIT-Marge erhöhte sich um 0,2 PP auf 1,6 %.  Auch das Ergebnis je Aktie verbesserte sich insgesamt um 17,8 % auf EUR 0,53 pro Aktie.

Zahlen für 1. Quartal 2025

Der deutsche Hochbau sorgte mit großvolumigen Projekten in den ersten drei Monaten für besonders viel Bewegung in den Auftragsbüchern. Das erste Quartal 2025 wird seitens des Konzern durchaus aus vielversprechend gesehen.

„Die Auftragslage ist ausgesprochen gut – die Porr hat im ersten Quartal mit einem Plus von 17,4 Prozent bei den Neuaufträgen eine Steilvorlage für die nächsten Monate geliefert“, berichtete Konzernchef Karl-Heinz Strauss.

Besonders stark war der Zuwachs an Neuaufträgen mit einem Plus von 81,1 Prozent in Deutschland, wo bereits die ersten Anzeichen einer Wiederbelebung im Hochbau zu beobachten sind. „Und dank des Engagements für den Ausbau der Infrastruktur wird dieses Land in den kommenden Jahren zur größten Baustelle Europas – wir als Porr sind mit spannenden Projekten mittendrin“, so der CEO.

Insgesamt bleibt der Tiefbau laut dem Konzern der Wachstumsmotor der Branche, insbesondere aufgrund des breitflächigen Ausbaus des Transportnetzes und der Energieinfrastruktur. Im Hochbau gebe es Wachstumsimpulse aus dem Gesundheitsbau sowie aus anspruchsvollen Bereichen wie Datencentern, Reinräumen und dem Industriebau.

Porr Aktie steigerte sich

Das erste Quartal ist laut Konzern saisonal bedingt traditionell das schwächste des Jahres. Die Umsätze verringerten sich leicht um 0,8 Prozent auf knapp 1,27 Mrd. Euro. Der Personalstand blieb stabil bei insgesamt 20.139 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (plus 0,3 Prozent).

Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erzielte man einen Gewinn (EBITDA) von 64,8 Mio. Euro (plus 7,7 Prozent). Trotz höherer Personalkosten habe der Konzern absolute Einsparungen bei Materialaufwendungen und sonstigen Herstellungsleistungen erwirken können. 
Dadurch sei der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 11,7 Prozent auf 12,6 Mio. Euro gesteigert worden. Der Vorsteuergewinn (EBT) von 7 Mio. Euro war jedoch um 12,5 Prozent niedriger als vor einem Jahr.

Stark zeigte sich auch die Porr Aktie: Der Schlusskurs lag nach einem stetigen Aufwärtstrend am 31. März 2025 bei EUR 26,25, eine massive Steigerung von 84,9 % gegenüber dem März des Vorjahres. Die Marktkapitalisierung belief sich zum Stichtag auf rund EUR 1,0 Mrd. Den Erfolgskurs der Aktie honorierte auch die Wiener Börse: Die PORR gewann beim Wiener Börse Preis 2025 den ersten Platz des Mid Cap Award.