Baukonjunktur : Porr rechnet erst ab 2027 mit Aufträgen aus deutschem Infrastrukturpaket
Milliardenpaket für Deutschlands Infrastruktur
Die deutsche Bundesregierung hat im März 2025 ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro beschlossen, das in den kommenden Jahren die Modernisierung der Infrastruktur finanzieren soll. Ein Bericht des deutschen Verkehrsministeriums zeigt den immensen Handlungsbedarf: Rund 25.000 Kilometer Fernstraßen gelten als sanierungsbedürftig.
Porr sieht Chancen, aber erst mittelfristig
Der österreichische Baukonzern Porr rechnet mit nennenswerten Aufträgen aus diesem Programm allerdings erst ab 2027. „Frühestens dann werden die Investitionen auf breiter Basis spürbar“, teilte das börsennotierte Unternehmen mit.
Der Straßenbau gehört zu den wichtigsten Geschäftsfeldern von Porr. Im Jahr 2024 erwirtschaftete das Segment 1,44 Milliarden Euro Umsatz und damit mehr als 23 Prozent des gesamten Konzernumsatzes.
Deutschland bleibt Schlüsselmarkt
Während Osteuropa 2024 der wichtigste Absatzmarkt für Porr im Straßenbau war, entfielen auf Deutschland rund 14 Prozent des Umsatzes. Mit dem Infrastrukturpaket könnte dieser Anteil in den kommenden Jahren deutlich steigen – sofern die geplanten Ausschreibungen umgesetzt werden.
Porr-Straßenbau im Überblick
Umsatz Straßenbau 2024: 1,44 Mrd. Euro
• Anteil am Konzernumsatz: 23 %
• Wichtigster Markt: Osteuropa
• Umsatzanteil Deutschland: 14 %
• Erwartete Infrastrukturaufträge: frühestens ab 2027
• Sondervermögen Deutschland: 500 Mrd. Euro
• Sanierungsbedarf: 25.000 km Fernstraßen