Trotz Schwäche im Neubau : Wienerberger verbessert Ergebnis massiv
Der Neubau schwächelt nach wie vor, aus diesem Grund setzt Wienerberger auch auf andere Segmente des Bauens.
- © WienerbergerDer Umsatz von Wienerberger belief sich auf 2,3 Mrd. Euro (H1 2024: 2,2 Mrd. Euro), während das operative EBITDA 383 Mio. Euro (H1 2024: 400 Mio. Euro) erreichte. In einem "weiterhin herausfordernden Marktumfeld" legte der Gewinn nach Steuern gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 1 Million auf 108 Million Euro zu.
"Das makroökonomische Umfeld dürfte anspruchsvoll bleiben", schreibt Vorstandschef Heimo Scheuch im aktuellen Halbjahresbericht an die Aktionärinnen und Aktionäre. Hohe Zinsen würden den Neubausektor weiterhin belasten. Eine spürbare Erholung in der zweiten Jahreshälfte werde nicht erwartet. Spar- beziehungsweise Effizienzprogramme und eine "fokussierte M&A-Tätigkeit" würden "konsequent fortgesetzt".
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" Wir haben frühzeitig und entschlossen auf veränderte Marktbedingungen reagiert und uns auf Effizienz, Kostenkontrolle und langfristiges Wachstum konzentriert. Gleichzeitig haben wir weiterhin in Innovationen und strategische Akquisitionen zur Stärkung unserer Position in Schlüsselmärkten investiert."Heimo Scheuch, Vorstand Wienerberger
Kaum Rückgang bei Personal
Das Management hält daher an der bisherigen Prognose für das Gesamtjahr 2025 fest: Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll rund 800 Mio. Euro erreichen. Im Jahr 2024 sank das operative EBITDA gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent, das nicht bereinigte EBITDA ging um 10 Prozent auf 707 Mio. Euro zurück. Die Konzernführung ist zuversichtlich, ihr mittelfristiges EBITDA-Ziel von über 1,2 Milliarden Euro zu erreichen.
Im ersten Halbjahr dieses Jahres stieg das EBITDA von 340 auf 379 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich von 122 auf 198 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern (EBT) verfünffachte sich fast von 33 auf 151 Millionen Euro.
Gleichzeitig vergrößerte sich die Nettoverschuldung von 1,75 Mrd. Euro zum Stichtag 31. Dezember 2024 auf 2,02 Mrd. Euro per Ende Juni 2025, während der Verschuldungsgrad von 60,8 Prozent auf 73,1 Prozent stieg. Der Personalstand verringerte sich leicht – von weltweit 20.458 Vollzeitäquivalenten auf 20.378 Beschäftigte.