Immobilienmarkt : UBM schreibt wieder Gewinne
Inhalt
- 1,9 Millionen Euro Vorsteuergewinn im dritten Quartal
- Konzernverlust bei UBM deutlich geringer: Zahlen für das 1. Halbjahr 2025
- Rückkehr in die Profitabilität im 2. Halbjahr
- UBM will ab 2. Halbjahr wieder Gewinne schreiben
- UBM senkt Verlust und steigert Umsatz
- Fast 30 Beschäftigte weniger bei UBM
- April 2024: UBM durch hohe Wertberichtigungen im Minus
- Heuer noch keine Markterholung erwartet
UBM-Konzernchef Thomas G. Winkler
- © UBM Development AG/APA-Fotoservi1,9 Millionen Euro Vorsteuergewinn im dritten Quartal
Im gesamten Dreivierteljahr verbuchte der Konzern noch einen Vorsteuerverlust von 3,9 Millionen Euro, nach einem Fehlbetrag von 14,5 Millionen Euro in der Vergleichsperiode 2024.
Der Umsatz stieg von 63,4 Millionen Euro in den ersten neun Monaten 2024 auf 97,3 Millionen Euro in diesem Jahr. Die Konzernspitze blickt positiv auf das Jahr 2026.
„Aufgrund des herausfordernden Marktumfelds hat die Sicherung der Liquidität weiterhin Priorität. Gleichzeitig sprechen die starken Wohnungsverkäufe im Jahresverlauf 2025 für eine beginnende Trendwende am Immobilienmarkt”, heißt es in der Aussendung. „Es ist zu erwarten, dass bereits 2026 die Basis für die Gewinne der Zukunft gelegt werden könnte.”
Ende September verfügte UBM demnach über liquide Mittel in Höhe von 142 Millionen Euro – ein Rückgang um fast 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Nettoverschuldung stieg um 6,8 Prozent auf 583,2 Millionen Euro, während die Eigenkapitalquote bei 30 Prozent lag. Die Zahl der Beschäftigten sank von 242 auf 211.
Betrachtet man das dritte Quartal für sich, so verzeichnete UBM einen Vorsteuergewinn von 1,9 Mio. Euro und ein Konzernergebnis von 1,6 Mio. Euro. Das Konzernergebnis für den Zeitraum von Januar bis September war mit 5 Mio. Euro noch negativ, allerdings wurde der Verlust im Jahresvergleich damit gedrittelt.
Konzernverlust bei UBM deutlich geringer: Zahlen für das 1. Halbjahr 2025
Der Wiener Immobilienentwickler UBM hat im ersten Halbjahr den Konzernverlust nahezu halbiert und die Umsatzerlöse um mehr als ein Drittel gesteigert. Lesen Sie hier mehr, wie es derzeit um die Zahlen steht.
Das Konzernergebnis verbesserte sich von -12,5 Mio. Euro im Vorjahreshalbjahr auf -6,6 Mio. Euro und der Umsatz stieg von 42,9 auf 59,6 Mio. Euro, teilte das Immobilienunternehmen am Donnerstag mit.
Mit über 200 verkauften Einheiten habe man die Zahl des Vergleichszeitraums 2024 mehr als verdoppelt.
Der Immobilienentwickler verwies auf "ein striktes Cash-Management" und "eine solide Liquiditätsausstattung". Per Ende Juni beliefen sich die liquiden Mittel auf 167,3 Mio. Euro und die Eigenkapitalquote lag bei 30,1 Prozent. Zum Vergleich: Ende Dezember 2024 betrugen die liquiden Mittel 199,5 Mio. Euro und die Eigenkapitalquote 29,1 Prozent. Die Platzierung des ersten Green Hybrid Bonds von UBM im Mai 2025 habe zur Glättung des Rückzahlungsprofils beigetragen und die Eigenkapitalbasis gestärkt, erklärte das Unternehmen.
Rückkehr in die Profitabilität im 2. Halbjahr
Die Aktien von UBM legten seit Jahresbeginn an der Wiener Börse um rund ein Viertel zu. UBM-CEO Thomas G. Winkler zeigt sich zuversichtlich. "Wir sehen gerade eine Flucht in Sachwerte. Gold und Aktien sind nicht weit von ihren Höchstständen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Immobilien nachziehen", so Winkler.
In den nächsten vier Jahren umfasse die Projekt-"Pipeline" von UBM ein Volumen von rund 1,9 Mrd. Euro, davon über 90 Prozent in Österreich und Deutschland und knapp 60 Prozent der Projekte im Bereich Wohnen.
UBM rechnet für das zweite Halbjahr mit "einer Rückkehr in die Profitabilität". Man profitiere "von den aktuellen Unsicherheiten" und Immobilien hätten "noch ein erhebliches Aufholpotenzial". Außerdem stehe einer "starken Nachfrage" bei Wohnungen ein immer kleiner werdendes Angebot gegenüber.
UBM will ab 2. Halbjahr wieder Gewinne schreiben
Der Wiener Immobilienentwickler UBM Development AG rechnet Auf Basis der aktuellen Annahmen im Laufe des zweiten Halbjahres 2025 mit einer Rückkehr in die Gewinnzone.
Die UBM Development AG hat ihre Verluste im ersten Quartal dieses Jahres weiter verringert. Der Fehlbetrag belief sich auf 6,6 Mio. Euro, nachdem im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch ein Minus von 8 Mio. Euro verzeichnet wurde, wie das Unternehmen bekannt gab.
Im ersten Quartal 2025 seien doppelt so viele Wohnungen verkauft worden wie in der Vorjahresperiode. „Dieser positive Trend zeichnet sich auch für das zweite Quartal ab und unterstreicht die hohe Nachfrage nach nachhaltigem Wohnraum”, so der Entwickler von Holzbauprojekten. Derzeit befinden sich rund 3.000 Wohnungen in Planung, Entwicklung oder bereits im Verkauf.
Der Umsatz legte im ersten Quartal um 39,6 Prozent von 20,4 Millionen auf 28,5 Millionen Euro zu. Er resultierte ausschließlich aus Einzelverkäufen von Wohnungen. Die Gesamtleistung der UBM brach von 85 Millionen Euro um 31,1 Prozent auf 58,6 Millionen Euro ein. Sie umfasst die Umsätze der vollkonsolidierten Unternehmen, die anteiligen Umsätze der „at equity“ einbezogenen Firmen sowie Erlöse aus Immobilienverkäufen von Share- beziehungsweise Asset-Deals.
Der Verlust je Aktie (EPS) sank um 15 Prozent von 1,27 auf 1,08 Euro. Der Personalstand wurde um 15,7 Prozent von 261 Beschäftigten auf 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach unten gefahren.
UBM senkt Verlust und steigert Umsatz
UBM hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust von 23,2 Millionen Euro erwirtschaftet - und damit den Fehlbetrag vor Steuern gegenüber 2023 um 40 Prozent reduziert. Das gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Die Gesamtleistung stieg demnach um die Hälfte auf 424,9 Millionen Euro, der Umsatz um ein Viertel auf 106 Millionen Euro. Die liquiden Mittel betrugen 199,5 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote lag bei 29 Prozent.
"Wir sagen, was wir tun, und wir tun, was wir sagen", sagte Thomas G. Winkler, CEO der UBM Development AG, laut Aussendung. "2024 stand unter dem Versprechen Liquidität vor Rentabilität und dementsprechend haben wir geliefert." Vor allem eine Vervierfachung der Wohnungsverkäufe gegenüber 2023 sowie der Verkauf nicht strategischer Assets trugen laut Unternehmen zur Liquidität bei. Eine Dividende wird für das Geschäftsjahr nicht ausgeschüttet.
Derzeit befinden sich laut UBM rund 3.000 Wohnungen in Entwicklung oder im Verkauf. Rund 58 Prozent des UBM-Portfolios entfallen auf Wohnungen, 42 Prozent auf produktionsnahe Objekte und Büros. Der Schwerpunkt des Immobilienkonzerns liegt mit 90 Prozent in Deutschland und Österreich. Für das Geschäftsjahr 2025 ist die UBM optimistisch und rechnet mit einer Rückkehr in die Gewinnzone. "Im Wohnbau ist die Talsohle durchschritten und der Aufschwung dieser Assetklasse setzt sich in allen UBM-Märkten fort", so das Unternehmen.
Fast 30 Beschäftigte weniger bei UBM
UBM Development AG hat in den ersten neun Monaten 2024 das Ergebnis weiter verbessert und den Umsatz gesteigert. Von Jänner bis September wurde eine Gesamtleistung von 319,4 Millionen Euro nach 181,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum erzielt. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 63,4 Mio. Euro (Vorjahr: 62,9 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich auf minus 14,5 Millionen Euro nach minus 17,4 Millionen Euro im Vorjahr.
Das Ergebnis je Aktie blieb mit minus 2,67 Euro nahezu konstant, das Konzernergebnis lag bei minus 15,7 Mio. Euro (2023: minus 15,0 Mio. Euro). Der Konzern verfügt nach eigenen Angaben über liquide Mittel in Höhe von 143 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung konnte in den ersten drei Quartalen unter 600 Millionen Euro gehalten werden (per 30. September lag sie bei 588,8 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote beträgt 30,2 Prozent. Auch im dritten Quartal 2024 habe sich der Boom bei den Wohnungsverkäufen fortgesetzt.
"Bis 30. September 2024 wurden bereits 283 Wohnungen verkauft, was mehr als einer Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr entspricht", so UBM. Der Personalstand wurde im Jahresvergleich von 275 auf 242 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reduziert.
Zum Ausblick hieß es, für das Gesamtjahr werde eine Halbierung des Verlustes gegenüber dem Vorjahr erwartet. "Priorität hat aber weiterhin die Sicherung der Liquidität", so UBM am Donnerstag in einer Aussendung. Die Wiener verweisen auf die Konsolidierung am Immobilienmarkt.
"Aufgrund der derzeit stattfindenden Marktbereinigung besteht kein Zweifel, dass die verbleibenden Marktteilnehmer ab 2026 überproportional profitieren werden", gibt sich UBM optimistisch.
April 2024: UBM durch hohe Wertberichtigungen im Minus
Mit einem Verlust von 39,4 Millionen Euro vor Steuern hat der börsenotierte Wiener Immobilienentwickler UBM Development das Geschäftsjahr abgeschlossen.
Der Immobilienentwickler UBM Development hat das Geschäftsjahr 2023 wie erwartet mit einem Verlust von 39,4 Millionen Euro vor Steuern abgeschlossen.
Hauptursachen dafür seien Wertberichtigungen auf Projekte und Immobilien in Höhe von 70 Millionen Euro sowie ein weiterhin schwieriger Transaktionsmarkt, teilte das Unternehmen mit.
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Für 2023 werde daher keine Dividende ausgeschüttet, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
Heuer noch keine Markterholung erwartet
Die UBM Development AG hatte zum 31. Dezember 2023 liquide Mittel in Höhe von 151,5 Mio. Euro und eine Eigenkapitalquote von 30,3 Prozent. Die im vierten Quartal 2023 ausstehende Anleihe UBM 2018-2023 in Höhe von 91,05 Mio. Euro habe man fristgerecht und zur Gänze aus eigenen Cash-Reserven zurückgeführt, heißt es in der Mitteilung.
Weitere Anleiherückzahlungen seien bis November 2025 nicht fällig, wird betont. "Wir sind und bleiben ein verlässlicher Anleihen-Emittent, insbesondere für ESG- und grünorientierte Investoren", erklärte Finanzvorstand Patric Thate. Die UBM hat sich als strategisches Ziel gesetzt, zum führenden Entwickler von Holzbauprojekten in Europa zu werden.
Für heuer erwartet das UBM-Managment noch keine Markterholung auf das Niveau vor der Krise. Die hohen Zinsen und gestiegene Baukosten würden die Branche auch im laufenden Jahr weiter beschäftigen. Weil die Marktentwicklung volatil und schwer einschätzbar sei, gibt UBM keine Guidance für 2024.