Sanierungsprojekt von Porr, Habau und Felbermayr : Schleuse Kachlet in Passau wird modernisiert

Schleuse Donau Bayern

Die Schleuse Kachlet benötigt eine Grundsanierung. Die Bauzeit beträgt 13 Jahre.

- © HABAU Norbert Enders

Im Auftrag des Wasserstraßen-Neubauamts Magdeburg werden beide bestehenden Schleusenkammern nacheinander generalinstandgesetzt. Es ist ein Großprojekt in jeder Hinsicht: Jede Schleuse wird im Endausbau etwa 335 m lang und 24 m breit sein. Bei der Errichtung kommt eine Vielzahl von Maßnahmen zum Einsatz, von Abbruch- und Erdbauarbeiten bis zu Betonbau, Leitungsbau und Stahlwasserbau. Bis zu 100 Mitarbeiter werden auf der Baustelle tätig sein.  

Die bestehenden Bauwerke werden bis auf die Grundsohle zurückgebaut und vollständig neu errichtet. Neben dem Neubau der Schleusenkammern nach aktuellen technischen Standards umfasst das Projekt die Installation moderner Schleusentortechnik mit neuen Stemmtoren, hydraulischen Antrieben sowie zeitgemäßer Steuerungs-, Automatisierungs- und Sicherheitstechnik. Ziel ist es, die Betriebssicherheit zu erhöhen, die Anlage an heutige Anforderungen der Binnenschifffahrt anzupassen und ihre Funktionsfähigkeit für die kommenden Jahrzehnte sicherzustellen.

Wasserbau: Schiffsgebundes Bauen

Für die ARGE ist das Projekt eine Herausforderung. Porr CEO Karl-Heinz Strauss sagt: „Die Sanierung und Grundinstandsetzung von Verkehrswegen ist für die Porr ein zentrales Aufgabengebiet. Schiffsgebundenes Bauen am Wasser ist dabei immer herausfordernd. Bei diesem Projekt geht es um ein sehr anspruchsvolles Zusammenspiel unterschiedlicher Tätigkeiten. Zum Beispiel werden Bagger mit speziellen Fräsen, am Ponton stehend, Schlitze in die bestehende Schleusenmauer fräsen. In diesen Vertiefungen werden Anker gebohrt und die Nischen danach wieder mit Beton verschlossen.“

Hubert Wetschnig, CEO Habau Group, betont: „Die Generalinstandsetzung der Schleuse Kachlet ist ein ingenieurtechnisch hochkomplexes Großprojekt. Die Arbeiten erfordern höchste Präzision in Planung und Ausführung. Wir bringen  dafür unsere ausgewiesene Kompetenz im Ingenieur- und Wasserbau ein, um gemeinsam mit den ARGE-Partnern eine dauerhaft sichere und leistungsfähige Infrastruktur für die Donau zu realisieren.“

Felbermayr-Bau Geschäftsführer Bernhard Strasser unterstreicht: „Wir freuen uns, mit dem Bereich Tiefbau und unserem Domarin-Wasserbau Teil dieses Jahrhundertprojekts zu sein“ und fügt hinzu: „Konkret werden wir mit Nassbaggerungen, dem Beistellen schwimmender Einheiten, Abbruch- und Erdarbeiten sowie Leitungs- und Wegebau tatkräftig am Bau mitwirken.“

Insbesondere die Spezialtiefbaukenntnisse, Ingenieur- und Erdbauleistungen der Porr sind gefordert, Habau bringt ebenfalls besondere Ingenieur- und Erdbauexpertise ein und Felbermayr trägt Hebetechnik und langjährige Erfahrung im Wasserbau bei.