SOLID Konferenz : Kreise statt Krise: Warum die Zukunft des Bauens zirkulär ist
Lineares Bauen hat ausgedient. Die klassische Formel „Take – Make – Waste“ stößt in einer Welt begrenzter Ressourcen an ihre natürlichen und ökonomischen Grenzen. Genau hier setzt das Konzept der Kreislaufwirtschaft an – und genau hier beginnt der Vortrag von Kathrina Rieger, die auf der SOLID-Konferenz unter dem Titel „Kreise statt Krise – Kreislaufwirtschaft umsetzen“ einen praxisnahen Einblick in eines der zentralen Themen der Bauzukunft gibt.
Denn was häufig noch als ökologischer Idealismus abgestempelt wird, ist längst ein betriebswirtschaftlicher Imperativ geworden. Kathrina Rieger, Expertin für zirkuläres Planen und Bauen und Leiterin des Wiener Standorts von Concular, plädiert für ein radikales Umdenken: „Die Baubranche kann nicht weitermachen wie bisher. Wir müssen Materialien als Ressourcen mit Zukunft betrachten – nicht als Abfall.“ Ihr Vortrag zeigt, wie dieses Denken zur konkreten Praxis wird und teilt Erfahrungen der Expertin aus zahlreichen realisierten Leuchtturmprojekten im DACH‑Raum.
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Zirkuläres Denken von der Planng bis zum Rückbau
Wie gelingt es, Bauwerke so zu planen, dass sie am Ende ihres Lebenszyklus nicht zur Belastung, sondern zur Ressource werden? Rieger liefert Antworten, die über die Theorie hinausgehen: Sie erklärt, welche Materialwahl zirkuläres Bauen ermöglicht, wie modulare Bauweisen den Rückbau erleichtern und warum Rückgewinnung und Wiederverwertung nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll sind.
Anhand realer Projekte von zirkulär geplanten Gebäuden bis hin zu Rückbaukonzepten für Bestandsbauten wird deutlich: Die Umsetzung ist möglich. Was es dafür braucht, sind geeignete Tools, transparente Prozesse und ein neues Selbstverständnis der Branche. „Kreislaufwirtschaft ist keine technische Herausforderung mehr – sie ist eine Frage des Wollens und der Struktur“, so Rieger.
Wirtschaftliche Chancen und regulatorische Entwicklungen
Auch wirtschaftlich lohnt sich der Blick in die Kreislaufwirtschaft: Die Kosten für Primärrohstoffe steigen, während gleichzeitig neue Märkte für Sekundärmaterialien entstehen. Wer heute zirkulär denkt, sichert sich morgen Wettbewerbsvorteile – nicht zuletzt auch, weil die Gesetzgebung in Richtung Ressourcenschonung und CO₂-Bepreisung zunehmend Druck auf lineare Bauweisen ausübt.
Die EU-Taxonomie, das Lieferkettengesetz und die kommenden Regelwerke zur CO₂-Bilanzierung setzen klare Signale: Wer nicht umdenkt, riskiert mittelfristig seine Marktposition. Riegers Vortrag zeigt, wie Unternehmen aus der Bau- und Immobilienwirtschaft diesen Wandel nicht nur mitgehen, sondern mitgestalten können.
Warum Sie diesen Vortrag nicht verpassen sollten
Besonders interessant: Rieger bringt neben Wissen auch Werkzeuge mit. Sie zeigt Methoden für den Einstieg in zirkuläre Strategien – etwa Materialkataster, Building Information Modeling (BIM), mit Blick auf Reuse-Potenziale und Prozesse zur Zertifizierung nach Cradle-to-Cradle oder DGNB-Systematik.
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Die SOLID Konferenz bringt die klügsten Köpfe der Branche zusammen. Diskutieren Sie mit, lassen Sie sich inspirieren – und erleben Sie einen der spannendsten Vordenker Europas live. Sichern Sie sich jetzt Ihr Ticket und werden Sie Teil einer neuen Bauzukunft.
Wann? 9. Oktober 2025
Wien