KSV1870 blickt auf die Bauwirtschaft : Ist die verbesserte Auftragslage mehr als ein Strohfeuer?
Wer auf eine Verbesserung der heimischen Geschäftslage gehofft hat, wird enttäuscht. Zu Beginn des dritten Rezessionsjahres in Folge ist keine Erholung in Sicht. Im Rahmen der jüngsten Austrian-Business-Check-Umfrage haben österreichweit nur 43 Prozent der Betriebe von einer sehr guten oder guten Geschäftslage gesprochen. Zwar ist die Lage innerhalb der Baubranche mit 47 Prozent etwas besser, doch wirklich gut sieht anders aus – vor allem dann, wenn im Vorjahr 55 Prozent zufrieden waren. Zudem erwarten in der Bauwirtschaft nur 14 Prozent (Österreich: 19 %), dass sich ihre wirtschaftliche Situation bis Jahresende verbessern wird. „Wenn diese Prognose tatsächlich eintritt, wäre das für die heimische Wirtschaft fatal“, erklärt Ricardo-José Vybiral, CEO der KSV1870 Holding AG.
Etwas Hoffnung liefert vielerorts immerhin die aktuelle Auftragslage in der Bauwirtschaft. Denn diese hat sich in den vergangenen Monaten etwas gebessert: 43 Prozent der Bauunternehmen sind mit ihrer derzeitigen Auslastung zufrieden. Doch eines zeigt sich weiterhin: Viele nationale und internationale Störfeuer, etwa das hohe Kostenniveau oder geopolitische Spannungen, stellen unverändert eine große Belastung für die Betriebe dar.
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"Ein gutes Bonitätsrating wie jenes des KSV1870 signalisiert eine stabile wirtschaftliche Basis und erleichtert den Abschluss von Geschäften."Ricardo-José Vybiral, CEO der KSV1870 Holding AG
Sparen als Gebot der Stunde
Die aktuellen Ergebnisse lassen es bereits vermuten. Viele Bauunternehmen mussten zuletzt massiv an der Kostenschraube drehen. 82 Prozent haben teils umfassende Sparmaßnahmen in ihren Betrieben implementiert, was ausgabenseitig auch im Bereich der Investitionen zu spüren ist. Lediglich sieben Prozent der Baubetriebe haben Investments fest eingeplant, weitere 40 Prozent entscheiden erst im Laufe des Jahres – abhängig ihrer wirtschaftlichen Entwicklung. Wenn investiert wird, dann erfolgt dies bei neun von zehn Unternehmen im geringen oder maximal moderaten Ausmaß. Mehr als die Hälfte tätigt dabei Investitionen, die zur Aufrechterhaltung des laufenden Betriebes beitragen sollen. Lediglich ein Viertel investiert in Innovation und betriebliche Weiterentwicklung.
Generell zeigt sich, dass sich die Unternehmen einem rigorosen Sparkurs verschrieben haben. Ausgaben werden gekürzt, Investitionen gebremst und offene Stellen werden häufig nicht nachbesetzt. Diese Strategie hilft kurzfristig die Liquidität sicherzustellen, ist aber sicher kein Modell für die Zukunft. Wenig überraschend rückt aktuell auch das Thema Risikomanagement wieder verstärkt in den Fokus, und damit auch der Faktor Bonität.
Bonität als Rettungsanker
Heute ist die Bonität mehr als nur eine Kennzahl. Sie ist ein relevanter Faktor für positive Geschäftsentscheidungen, Finanzierungsmöglichkeiten und wirtschaftlichen Erfolg. Sie zeigt an, inwieweit ein Unternehmen oder eine Privatperson in der Lage ist, finanzielle Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen.
Ein gutes Bonitätsrating wie jenes des KSV1870 signalisiert eine stabile wirtschaftliche Basis und erleichtert den Abschluss von Geschäften. Positive Bonitätsbeurteilungen unterstützen bei der Verhandlung von Zahlungszielen, helfen, die Liquidität im Unternehmen zu sichern und schaffen Vertrauen zwischen Geschäftspartnern – insbesondere dann, wenn die Bonität nicht nur punktuell geprüft wird, sondern ein langfristiges Monitoring implementiert wird.