Rückblick und Nachlese : Das war die 10. SOLID Konferenz
Mit vielen informativen Vorträgen von Experten aus der Bau- und Digitalisierungs-Branche fand die 10. SOLID Konferenz am 9. Oktober in Wien statt. Moderiert wurde sie von Chefredakteur Thomas Pöll und seiner Stellvertreterin Bettina Kreuter.
Danke auch an:
Verband österreichischer Betonfertigteilwerke VÖB (Goldsponsor)
Allplan / Bluebeam (Premiumsponsor)
IKK (Premiumsponsor)
Baumaster (Premiumsponsor)
Sponsoren
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Valetta
Christian H. D. Haak, renommierter Change Leader, hält den Eröffnungsvortrag mit klarer Ansage: „Die Zukunft bauen – Aufbruch nach übermorgen“ – als Einladung zum Umdenken. KI, Automatisierung und Nachhaltigkeit werden nicht länger als Bedrohung, sondern als strategische Treiber vorgestellt. Haak zeigt, wie man durch mutige Transformation nicht nur nachhaltiger, sondern wirtschaftlich erfolgreicher werden kann.
Herr Haak, Sie sagen, dass die wirtschaftlichen Chancen der Transformation in drei Feldern liegen. Welche sind das?
Christian H.D.Haak:
- Nachhaltigkeit als Werttreiber
Unternehmen, die ökologische Standards nicht als Pflicht, sondern als Teil ihres Geschäftsmodells begreifen, sichern sich neue Aufträge und reduzieren langfristig Kosten. Nachhaltigkeit wird so zum Wettbewerbsvorteil. - Künstliche Intelligenz als neues Denkprinzip
KI kann Prozesse optimieren, Risiken früher erkennen und Entscheidungen fundierter machen. Entscheidend ist, sie nicht nur als Tool, sondern als strategischen Partner und integralen Bestandteil aller Unternehmensbereiche zu verstehen. - Automatisierung für Produktivität und Qualität
Standardisierung, Digitalisierung, Automatisierung sowie Roboterisierung beschleunigt Bauprozesse, senkt Kosten und hebt Qualitätsstandards. Wer frühzeitig investiert, experimentiert und Mitarbeitende qualifiziert, gewinnt Zeit und Marktanteile. Das ganzheitliche Verständnis von Wertschöpfungsprozessen schafft neue Chancen.
Was ist die größte Hürde?
Haak: Die größte Hürde liegt nicht in der Technik, sondern in Führung und Organisation. Transformation gelingt nur, wenn Führungskräfte Orientierung geben, ihre Teams mitnehmen und Silos überwinden. In meinem Vortrag teile ich konkrete Beispiele aus der Praxis, wie Unternehmen diese Kultur schaffen können.
Wie kann das gelingen?
Haak: Mich treibt die Überzeugung, dass die Bauindustrie in den kommenden Jahren zu den Gewinnern der Transformation gehören kann, wenn sie Technologie mit strategischem Denken und mutiger Führung verbindet. Ich möchte zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg und nachhaltiges Bauen kein Widerspruch sind, sondern ein gemeinsames Ziel.
Kurz-Vorträge von Innovatoren
Fabian Holly steuert mit seinem Vortrag „Bauen im Kreislauf – so wird ein Geschäft draus“ eine greifbare Perspektive bei. Er veranschaulicht, wie digitale Zwillinge und Materialpässe der Schlüssel für eine echte Kreislaufwirtschaft im Bau sein können – und macht daraus ein nachhaltiges Geschäftsmodell.
Kurz-Vorträge von Innovatoren wie der IKK Group, Allplan, Bluebeam und BauMaster versprechen Innovationskicks und frische Impulse aus dem Start-up- und Tech-Bereich – kompakt, pointiert, zukunftsnah SOLID Konferenz.
Perspektiven von Entscheidungsträger
Auch Michael Jug und Dietmar Bernert zeigen mit ihrem Vortrag „Vom traditionellen zum digitalen Dashboard“, wie kartenbasierte Visualisierungen Bau-Controlling in Echtzeit erleichtern und Entscheidungsprozesse nachhaltig verbessern.
René Holzer präsentiert die Premiere einer vollintegrierten Lösung, die verschiedene digitale Standards und Schnittstellen im Bauwesen erstmals intelligent vernetzt – ein Schritt Richtung durchgängiger, digitalisierungsgetriebener Prozesse SOLID Konferenz.
Ergänzt durch die Perspektiven von Entscheidungsträger wie Peter Krammer (Swietelsky AG), Karl-Heinz Strauss (Porr AG), Markus Engerth (Strabag SE), Stefan Bergsmann (Horváth & Partners), Lars Oberwinter (Plandata GmbH), Michael Jug (Data Consult), Haimo Primas (Holcim) und Anton Glasmaier (VÖB Verband Österreichischer Betonfertigteilwerke) entsteht ein Spektrum an Erfahrung, Branchenwissen und Zukunftsvision.