SOLID: Im vergangenen Jahr haben wir unserem Artikel über Ihre Umfrage den Titel gegeben: „Dunkle Wolken – aber bei den anderen“. Wie hat sich die Situation der Baubranche in Österreich seither entwickelt?
Herbert Kling: Auffallend ist, dass die Erwartungen an die Zukunft (Einschätzung der nächsten 2 Jahre) im Jahr 2023 deutlich besser war als aktuell bzw. im letzten Jahr. Die Dunklen Wolken sind gekommen und es scheint, sie bleiben auch noch eine Weile, so zumindest nach Einschätzung der wichtigsten Marktteilnehmer.
Wie schätzen Sie die Prognosen der Befragten ein, wonach es erst 2026 bzw. 2027, teils 2028 besser werden soll? Kann die Baubranche da durchtauchen?
Kling: Eine Verbesserung der Situation erwartet ein Drittel für 2026, ein Drittel für 2027 und der Rest ab 2028, wobei jene Unternehmen, die vor allem für den öffentlichen Bereich tätig sind, hier etwas optimistischer sind. Natürlich kann die Branche hier durchtauchen, es wird aber wohl noch ein harter Tauchgang, zu viel scheint auch noch ungeklärt zu sein und eine fehlende Regierung (Redaktionsschluss der Umfrage war im Jänner 2025, Anm.) hilft ja auch nicht dabei, Optimismus zu versprühen.
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