Den Gebäudekern mit den Aufzugs- und Versorgungsschächten sowie die Stützen führte PORR in der hochfesten Betonsorte C50/60 aus, die Geschoßdecken in C35/45. In der Spitze wuchs der Turm im vergangenen Jahr um ein Stockwerk pro Woche in die Höhe. Zum Jahreswechsel 2025/26 erreichte er seine volle Höhe von 175 Metern, im Frühjahr 2026 war der Rohbau abgeschlossen und das während der Bauphase mitgeführte Windschild, das die Arbeiter in der Höhe schützte, konnte entfernt werden.
Eine Frage, die sich bei schlanken Hochhäusern dieser Höhe stellt, ist das Schwingungsverhalten im Wind. Hohe, schlanke Türme schwanken, und um diese Bewegungen zu dämpfen, kommen oft Schwingungstilger zum Einsatz, große, träge Massen im oberen Bereich, die den Bewegungen des Bauwerks entgegenwirken. PORR untersuchte das Schwingungsverhalten des DC Tower 2 über ein digitales 3D-Echtzeitmodell. Die Auswertung zeigte, dass auf einen Schwingungstilger verzichtet werden konnte, eine Erkenntnis, die Gewicht, Kosten und Platz im Turmkopf spart.
Für die Schalung und die Klettertechnik setzte PORR auf Systeme von Peri. Der enge Zeitplan und die beengte Lage machten ein abgestimmtes Kletter- und Schalungskonzept aus einer Hand nötig, begleitet von einem Richtmeister, der die Endmontage vor Ort betreute. Für die umlaufenden Loggien, die thermisch heikle Schnittstellen zwischen beheiztem Innenraum und auskragender Außenplatte bilden, lieferte MAX FRANK wärmedämmende Kragplattenanschlüsse, die Wärmebrücken an diesen Übergängen reduzieren.
Im April 2026 erhielt das Projekt den KOOP+ Award der Österreichischen Bautechnik Vereinigung, der die Zusammenarbeit der Projektbeteiligten, die flexible Projektabwicklung und nachhaltige Lösungen auszeichnet.