Doch wird damit vielleicht nur oberflächliche Transparenz geschaffen, die das Vertrauen der Menschen in die Vernetzung nähren soll? Die Datensicherheit wird auch durch eine solche App jedenfalls nicht gesteigert. „Die Gesellschaft vertraut darauf, dass sie geschützt werden kann“, meint Pichlmayr. „Doch jede Aktion bedingt eine Reaktion – jede Aktion unsererseits führt dazu, dass ein Angreifer noch tiefer gräbt.“
Kommt es zu einem Cyber Crime, können die Folgen natürlich katastrophal sein. Als vor zwei Jahren ein Malware-Virus praktisch die gesamte Finanzwelt der US-Stadt Allentown lahmlegte, soll die Beseitigung des Virus rund eine Million Dollar gekostet haben.
https://youtu.be/hxC3fqCAS4s
Und auch das eigentlich richtige Verhalten hat nicht nur positive Auswirkungen. Wien ist 2019 zum zweiten Mal in Folge auf Platz eins des Roland Berger Smart City Index gelandet. Im kommenden März erhält die Hauptstadt außerdem einen Preis der Unesco für ihren smarten Wohnbau. Wie sieht es hier mit Datenschutz aus? „Es ist das große Thema, egal bei welchem Projekt“, sagt Pichlmayr. Daran seien auch schon einige Projekte gescheitert.
Trotzdem ist es natürlich zu vielen smarten Projekten in Wien schon gekommen, etwa in der Energieversorgung oder Wasser- und Abfallwirtschaft, aber auch in der Gebäudeplanung. Dass hier Datenschutz ernst genommen wird, ist natürlich gut – und Europa ist hier auch sicher besonders sensibilisiert im Vergleich, meint Pichlmayr. Trotzdem: In Österreich unterwerfen wir uns Datenschutzbestimmungen und Regeln gelten, die es für Datenverarbeiter verdammt schwer machen.“
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