Wasserkraft Deutschland : 30 Meter Damm, 60 Meter Schacht, 331 Meter Fallhöhe: So baut Verbund den Energiespeicher Riedl
So soll das Oberbecken des Energiespeichers Riedl künftig aussehen. Der neue Speichersee erhält einen nutzbaren Inhalt von rund 4,24 Millionen Kubikmetern und bildet das obere Reservoir des Pumpspeicherkraftwerks.
- © VERBUNDEin Pumpspeicherkraftwerk braucht zwei Wasserbecken auf unterschiedlicher Höhe, dazwischen fließt das Wasser mal hinauf, mal hinunter, je nachdem, ob gerade zu viel oder zu wenig Strom im Netz ist. Beim Energiespeicher Riedl liegen diese beiden Becken jedoch nicht einfach nebeneinander sichtbar in der Landschaft: Das eine ist ein künstlich angelegter See auf einer Hochfläche, das andere ist schlicht die Donau selbst, mehr als 300 Höhenmeter tiefer.
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Der Sofortvollzug bringt das Projekt in Bewegung
Am 3. Juli 2026 ordnete das Landratsamt Passau die sofortige Vollziehung des Planfeststellungsbeschlusses für den Energiespeicher Riedl an. Damit entfällt die aufschiebende Wirkung der gegen das Projekt anhängigen Klagen, der Bescheid ist vollziehbar, das Projekt darf umgesetzt werden, während die Gerichtsverfahren weiterlaufen.
Was wir gewinnen, ist Zeit, drei bis fünf entscheidende Jahre, die wir angesichts des rasanten Ausbaus der erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne dringend brauchen.Michael Strugl, CEO Verbund
Im Sommer 2026 liefen laut Verbund ökologische Monitoringmaßnahmen sowie Ausschreibungen wichtiger Anlagenteile samt zugehöriger Modellversuche. Am 3. September 2026 meldete die Bernard Gruppe, als federführender Partner einer Planungsgemeinschaft mit der Ausschreibungsplanung der Bauarbeiten beauftragt worden zu sein. Die ersten baulichen Arbeiten am eigentlichen Energiespeicher sollen im Winter 2026/27 beginnen. Nicht alles startet dabei erst jetzt: Gewässerökologische Vorarbeiten auf österreichischer Seite laufen bereits seit Oktober 2025, im April 2026 meldete Verbund einen ersten großen Bauabschnitt am Kößlbach als weitgehend abgeschlossen.
15 Jahre bis zum Baurecht
Das Raumordnungsverfahren für den Energiespeicher Riedl lief 2010 und 2011, der Planfeststellungsantrag wurde 2012 eingereicht, es folgten zwei öffentliche Auslegungen 2016 und 2022 sowie eine Erörterung 2023. Am 16. September 2025 übergab Bayerns Ministerpräsident Markus Söder den positiven Planfeststellungsbeschluss feierlich an Verbund. Verbund selbst spricht insgesamt von einem 15-jährigen Genehmigungsweg, in dem auch vorgelagerte Schritte vor der eigentlichen Antragstellung mitgezählt werden.
Die Idee eines Pumpspeicherwerks an diesem Standort reicht dabei weit zurück: Bereits das Regierungsabkommen von 1952 zur Donaukraftwerk Jochenstein AG nannte ein Pumpspeicherwerk als Bestandteil der Kraftwerksanlagen, geologische Untersuchungen gab es laut Verbund bereits 1954 sowie erneut 1977 und 1984. Der heutige Entwurf ist damit nicht einfach ein seit 1952 unverändert wartendes Projekt, der Standort hat aber eine ungewöhnlich lange Vorgeschichte.
Was hier entsteht: ein See auf dem Berg, ein Kraftwerk an der Donau
Der Energiespeicher Riedl erweitert das bestehende Donaukraftwerk Jochenstein um ein Pumpspeichersystem. Bei Stromüberschuss wird Wasser aus dem Stauraum Jochenstein rund 330 Meter höher in ein neues Oberbecken gepumpt. Bei hoher Nachfrage strömt es zurück, treibt zwei unterirdische Maschinensätze an und gelangt anschließend wieder in die Donau. Die Stauräume Jochenstein und Aschach dienen im Gesamtsystem als Unterbecken, das eigentliche Ein- und Auslaufbauwerk liegt im Stauraum Jochenstein.
Der Aufbau gliedert sich in vier Teile: den Speichersee mit Ringdamm auf der Hochfläche, den hochdruckseitigen Triebwasserweg mit Schrägschacht und Schrägstollen, die Kraftstation als unterirdisches Schachtbauwerk sowie den niederdruckseitigen Triebwasserweg mit Ein- und Auslaufbauwerk an der Donau.
4,24 statt nur 4,2 Millionen Kubikmeter
Öffentlich wird meist von „4,2 Millionen Kubikmetern" Speichervolumen gesprochen, das ist als Größenordnung richtig, aber ungenau. Der Planfeststellungsbeschluss nennt einen nutzbaren Speicherinhalt von 4,24 Millionen Kubikmetern und einen maximalen Gesamtinhalt von 4,85 Millionen Kubikmetern. Die Wasserfläche bei Vollstau liegt bei 24,2 Hektar, zwischen höchstem und niedrigstem Betriebswasserstand liegen bis zu 20,5 Höhenmeter, der künstliche See verändert seinen Pegel im Betrieb also erheblich.
Ein künstlicher See mit zwei Kilometern Ringdamm
Das Oberbecken entsteht in der sogenannten Riedler Mulde als ringförmig geschlossener Zonendamm aus Steinschüttmaterial, je nach Quelle rund 2.000 bis 2.100 Meter lang und vor der Ortschaft Riedl bis zu rund 30 Meter hoch. Bei Vollstau ist die Wasserfläche annähernd oval, etwa 700 Meter lang und 500 bis 550 Meter breit. Abgedichtet wird der See mit einer Asphaltabdichtung, dafür sind laut geologischem Bericht erhebliche Erdbewegungen und ein massiver Eingriff in den Untergrund notwendig. Die natürliche Mulde reduziert zwar den nötigen Dammbau gegenüber einem vollständig freistehenden Becken, trotzdem entsteht hier ein großflächiges künstliches Speicherbauwerk auf freiem Feld.
1,2 Kilometer durch den Fels
Zwischen Oberbecken und Kraftstation liegt der technisch anspruchsvollste unterirdische Abschnitt: ein 301 Meter langer Schrägschacht mit rund 90 Prozent Gefälle, gefolgt von einem 903 Meter langen Schrägstollen mit rund 15 Prozent Gefälle. Zusammen ergeben beide Bauwerke gut 1,2 Kilometer hochdruckseitigen Triebwasserweg. Wichtig dabei: 90 Prozent ist eine Gefälleangabe, kein Winkel, der Schacht steht also nicht annähernd senkrecht. Hergestellt werden Schacht und Stollen im zyklischen Sprengvortrieb, das anstehende Gestein ist überwiegend harter Gneis, genau diese Geologie war neben der natürlichen Höhenlage des Oberbeckens und der Nähe zum bestehenden Kraftwerk ein zentraler Grund für die Standortwahl.
Wie neun Meter langes Stahlrohr in den Berg kommt
Die Stahlpanzerung des Hochdrucksystems soll auf einem ungewöhnlichen Weg an ihren Einbauort gelangen. Vorgefertigte Rohrschüsse von rund neun Metern Länge werden per Schubleichter zur bestehenden Schleusenanlage bei Jochenstein gebracht und dort mit der vorhandenen Krananlage auf die Baustraße gehoben. Anschließend folgt ein Schwertransport zum Baustellenbereich am Oberbecken, wo die Rohrschüsse zwischengelagert und per Brückenkran auf einen Gleistransportwagen gesetzt werden. Eine Winde lässt sie von oben über den Schrägschacht und den Schrägstollen bis zur jeweiligen Einbaustelle ab. Unter Tage werden die Segmente verschweißt, danach wird der Ringraum zwischen Stahlpanzerung und Ausbruchssicherung hinterbetoniert. Wasser, Kran, Straße und Schacht bilden damit gemeinsam eine durchgehende Transportkette für ein Bauteil, das am Ende tief im Berg verschwindet.
Bis zu 60 Meter tief: die Kraftstation
Die Kraftstation entsteht als Schachtbauwerk auf dem Gelände des bestehenden Kraftwerks Jochenstein, mit einer Einbindung bis zu rund 60 Metern unter Gelände. Oberhalb liegen zunächst Donausedimente, darunter steht massiver Gneis an, in dem die tieferen Teile des Bauwerks gegründet werden. Verbund kommuniziert öffentlich zwei Maschinensätze mit je 150 Megawatt, detailliertere Planunterlagen nennen im Turbinenbetrieb je Maschinensatz 155 Megawatt Nennleistung, im Pumpbetrieb 150 Megawatt, die Gesamtprojektleistung bleibt mit rund 300 Megawatt angegeben. Die Kraftstation wird über bestehende Kabelkanäle an die vorhandene Schaltanlage und die bestehende 220-kV-Netzanbindung angeschlossen, ein eigener großräumiger Leitungsneubau ist dadurch nicht notwendig.
331,5 Meter Fallhöhe, 3,5 Gigawattstunden Speicher
Die mittlere Bruttofallhöhe zwischen Ober- und Unterbecken beträgt 331,5 Meter, technische Planunterlagen nennen eine maximale Fallhöhe von 342,5 Metern und eine minimale von 319,7 Metern. Die Speicherkapazität beziffert Verbund durchgehend mit 3,5 Gigawattstunden, umgerechnet 3,5 Millionen Kilowattstunden. Zum Vergleich zieht das Unternehmen zwei Größenordnungen heran: Der Speicher könne täglich Überschussstrom von deutlich mehr als 100.000 durchschnittlichen privaten Photovoltaikanlagen aufnehmen, die Kapazität entspreche dem Tagesstrombedarf von rund 350.000 Haushalten.
Der Wirkungsgrad der Pumpspeichertechnologie liegt laut Verbund bei rund 80 Prozent. Das bedeutet: Der Energiespeicher erzeugt durch das Hochpumpen keine zusätzliche Energie, er verschiebt Strom zeitlich, Überschüsse werden zum Pumpen genutzt und später mit gewissen Verlusten wieder als elektrische Energie bereitgestellt. Zusätzlich ist die Anlage laut Projektseite schwarzstartfähig und kann damit nach einem größeren Netzausfall beim Wiederaufbau des Stromsystems helfen.
Was 300 Megawatt für Bayern bedeuten
Verbund beziffert den Effekt für das bayerische Stromnetz konkret: Die neue Anlage würde die Pumpspeicherleistung in Bayern um mehr als 50 Prozent und die dortige Stromspeicherkapazität um mehr als 70 Prozent erhöhen. Der erzeugte Strom soll laut Verbund je zur Hälfte nach Bayern und nach Österreich geliefert werden. Rechtlich liegen sämtliche baulichen Anlagenteile des Energiespeichers auf deutschem Staatsgebiet, die Staatsgrenze verläuft in der Donau, das Projekt ist damit energiewirtschaftlich und ökologisch grenzüberschreitend, baulich aber ein deutsches Bauwerk.
Der Energiespeicher Riedl ist zudem als „Project of Common Interest" der Europäischen Union eingestuft, ein anerkanntes Vorhaben von gemeinschaftlichem europäischem Interesse für die Energiewende, diese Einstufung wurde zuletzt zum 1. Dezember 2025 erneuert. Er ist außerdem Teil eines größeren Investitionsprogramms: Mit dem Projekt steigt Verbunds Investitionsvolumen in bayerische Wasserkraft auf rund 1,7 Milliarden Euro bis 2030. In Bayern und an der Grenze zu Österreich ist Verbund bereits seit 1952 aktiv und betreibt dort aktuell 22 Laufwasserkraftwerke mit rund 1.040 Megawatt Leistung, die zusammen Strom für rund 1,8 Millionen Haushalte liefern.
47,5 Hektar Baustelle für eine größtenteils unsichtbare Anlage
Obwohl große Teile der Anlage unterirdisch liegen, braucht die Bauphase erhebliche Flächen an der Oberfläche. Die Planfeststellungsunterlagen nennen insgesamt 475.000 Quadratmeter, also 47,5 Hektar, an temporären Baustellenflächen, davon 422.000 Quadratmeter allein im Bereich des Speichersees, dazu 86.000 Quadratmeter Zwischenlagerflächen. Bestehende Infrastruktur reduziert gleichzeitig den Neubaubedarf: Straßen, Schaltanlage, 220-kV-Netzanbindung sowie die Möglichkeit, Material per Schiff heranzutransportieren, waren laut Verbund wichtige Standortvorteile.
Die aktuelle Projektwebsite beziffert die Investition mit rund beziehungsweise über 500 Millionen Euro, 2025 hatte Verbund bei der Genehmigung noch von über 400 Millionen Euro gesprochen. Ob sich dahinter eine tatsächliche Kostensteigerung oder unterschiedliche Preisstände und Projektabgrenzungen verbergen, ist öffentlich nicht dokumentiert. Zusätzlich nennt Verbund mehr als 30 Prozent regionale Wertschöpfung, rund 3.500 Arbeitsplatzjahre als Beschäftigungseffekt während der Bauphase, bis zu 400 Personen gleichzeitig auf der Baustelle und rund 50.000 Nächtigungen pro Jahr durch Baustellenpersonal in der Region.
Ökologischer Ausgleich hat bereits begonnen
Das Projekt liegt in einem ökologisch sensiblen Donauabschnitt, der Planfeststellungsbeschluss enthält entsprechend umfangreiche Auflagen zu Lärm, Staub, Erschütterungen, Bauverkehr sowie Gewässer- und Artenschutz. Ein Teil der gewässerökologischen Ausgleichsmaßnahmen ist bereits umgesetzt: Am Kößlbach entstanden auf rund sechs Hektar ein durchströmbares Insel- und Nebenarmsystem, Stillgewässer, Amphibientümpel und eine Kiesinsel, dafür wurden rund 190.000 Kubikmeter Material bewegt. Weitere Maßnahmen sind für 2027/28 im Stauraum Aschach und 2028/29 erneut im Stauraum Jochenstein auf deutscher Seite vorgesehen. Eine separate, ebenfalls genehmigte Organismenwanderhilfe am bestehenden Kraftwerk Jochenstein gehört zwar in denselben ökologischen Kontext, ist aber ein eigenständiges Vorhaben, kein Bauteil des Pumpspeichers.
Genehmigt, aber gerichtlich noch nicht endgültig entschieden
Der Sofortvollzug beendet die anhängigen Klageverfahren nicht, er hebt lediglich deren aufschiebende Wirkung auf. Im Juni 2026 waren beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof drei Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss anhängig. Eine davon reichte der deutsche Umweltverband Bund Naturschutz im Dezember 2025 ein, er kritisiert vor allem die Größe des geplanten Speicherbeckens und sieht darin einen massiven Eingriff in Flora und Fauna vor Ort. Zwei weitere Klagen stammen von Privatpersonen. Solange kein gegenteiliger gerichtlicher Beschluss ergeht, darf Verbund das Projekt weiterhin umsetzen, ohne den Ausgang der Verfahren abzuwarten.
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger unterstützt das Vorgehen ausdrücklich: „Wir erleben derzeit den absurden Zustand, dass regional erzeugter Strom weggeworfen wird, während gleichzeitig jeder über hohe Strompreise und Versorgungssicherheit diskutiert. Genau für solche Situationen brauchen wir Projekte wie Riedl."
Ein Standortplan aus den 1950er-Jahren wird damit mehr als 70 Jahre später zu einer konkreten Großbaustelle: Ab Winter 2026/27 sollen die ersten baulichen Arbeiten am eigentlichen Energiespeicher beginnen, während Rohrschüsse, Sprengvortrieb und ein zwei Kilometer langer Ringdamm aus einem genehmigten Projekt allmählich eine sichtbare Anlage machen.
FACTBOX: Energiespeicher Riedl
Projektträger/Bauherr: Donaukraftwerk Jochenstein AG (Verbund)
Standort Oberbecken: Riedler Mulde bei Gottsdorf/Riedl, Gemeinde Untergriesbach
Standort Kraftstation: Kraftwerksgelände Jochenstein
Planungsauftrag Ausschreibungsplanung Bau: Bernard Gruppe (federführend, Planungsgemeinschaft), gemeldet 3. September 2026
EU-Einstufung: Project of Common Interest, erneuert zum 1. Dezember 2025
Status
- Planfeststellungsbeschluss: 16. September 2025
- Sofortvollzug: 3. Juli 2026
- Klagen: 3 anhängig beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (u. a. Bund Naturschutz, Dezember 2025)
- Erste bauliche Maßnahmen Energiespeicher: Winter 2026/27
- Ökologische Vorarbeiten (Österreich): seit Oktober 2025, erster Abschnitt Kößlbach/Roning weitgehend abgeschlossen April 2026
Leistungsdaten
- Projektleistung: rund 300 MW
- Maschinensätze: 2, öffentlich je 150 MW; technisch Turbine je 155 MW, Pumpe je 150 MW
- Speicherkapazität: 3,5 GWh (laut Verbund)
- Wirkungsgrad: rund 80 %
- Mittlere Fallhöhe: 331,5 m (max. 342,5 m, min. 319,7 m)
- Schwarzstartfähig
Speichersee
- Nutzbarer Inhalt: 4,24 Mio. m³; maximaler Gesamtinhalt: 4,85 Mio. m³
- Wasserfläche bei Vollstau: 24,2 ha
- Max. Spiegelschwankung: 20,5 m
- Ringdamm: rund 2,0–2,1 km, bis rund 30 m hoch
- Abdichtung: Asphaltabdichtung
Untertagebau
- Schrägschacht: 301 m, rund 90 % Gefälle
- Schrägstollen: 903 m, rund 15 % Gefälle
- Vortrieb: zyklischer Sprengvortrieb im Gneis
- Kraftstation: Schachtbauwerk bis rund 60 m unter Gelände
- Rohrpanzerung: vorgefertigte Rohrschüsse à rund 9 m; Transport per Schubleichter, Schleusenkran, Schwertransport, Gleiswagen und Winde
Baustelle
- Temporäre Baustellenfläche: 475.000 m² (47,5 ha), davon 422.000 m² im Bereich Speichersee
- Zwischenlagerflächen: 86.000 m²
- Investition: rund/über 500 Mio. Euro (2025 noch: über 400 Mio. Euro)
- Beschäftigungseffekt Bauphase: rund 3.500 Arbeitsplatzjahre; bis zu 400 Personen gleichzeitig auf der Baustelle
Netz/Bayern-Effekt laut Verbund: Pumpspeicherleistung Bayern +mehr als 50 %; Speicherkapazität Bayern +mehr als 70 %; Stromlieferung je 50 % nach Bayern und Österreich
Verbund-Investitionsprogramm: Investition in bayerische Wasserkraft steigt mit diesem Projekt auf rund 1,7 Mrd. Euro bis 2030; aktuell 22 Laufwasserkraftwerke in Bayern/Grenzregion mit rund 1.040 MW für rund 1,8 Mio. Haushalte
Projektgeschichte: Idee erstmals 1952 im Regierungsabkommen zu Jochenstein genannt; geologische Untersuchungen 1954, 1977, 1984; heutiges Genehmigungsverfahren 2010–2025