Geschäftsjahr 2025 : STRABAG mit Rekordergebnis: Erstmals über 20 Milliarden Euro Leistung
Die STRABAG SE erzielte 2025 das beste Ergebnis ihrer Unternehmensgeschichte — mit erstmals über 20 Milliarden Euro Leistung und einer EBIT-Marge von 6,7 Prozent.
- © STRABAGDie STRABAG SE hat 2025 das beste Geschäftsjahr ihrer Unternehmensgeschichte abgeliefert. Die Leistung stieg um sechs Prozent auf 20,4 Milliarden Euro und durchbrach damit erstmals die 20-Milliarden-Marke. Das Konzernergebnis legte um elf Prozent auf 916 Millionen Euro zu, die EBIT-Marge erreichte mit 6,7 Prozent ein neues Hoch. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 2,90 Euro je Aktie vor, nach 2,50 Euro im Vorjahr.
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Infrastruktur als Wachstumstreiber
Getragen wurde die Entwicklung vor allem vom Infrastrukturbau in den Bereichen Mobilität, Energie und Wasser sowie vom High-Tech-Industriebau. Alle drei operativen Segmente trugen zum Wachstum bei: Nord + West steuerte 40 Prozent des Umsatzes bei, Süd + Ost 39 Prozent, International + Sondersparten 21 Prozent. Herausfordernd wirkten der späte Haushaltsbeschluss in Deutschland und fehlende kommunale Mittel in Österreich — auf Konzernebene konnte STRABAG diese Effekte aber mehr als kompensieren.
„Wir haben im Jahr 2025 konsequent an der Umsetzung unserer Strategie 2030 gearbeitet", so Vorstandsvorsitzender Stefan Kratochwill. „Mit dem Markteintritt in Australien, dem Ausbau unseres Wasserinfrastrukturgeschäfts sowie Lösungen für leistbares Wohnen ist es uns gelungen, entscheidende Schritte zu setzen."
Auftragsbestand über 31 Milliarden Euro
Besonders deutlich fiel das Wachstum beim Auftragsbestand aus: Mit 31,4 Milliarden Euro lag er um 24 Prozent über dem Vorjahr und überschritt erstmals die 30-Milliarden-Marke. Der Zuwachs konzentrierte sich auf die strategischen Wachstumsmärkte Mobilitäts-, Energie- und Wasserinfrastruktur sowie High-Tech-Bauten.
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Vorstandsvorsitzender der STRABAG SE Stefan Kratochwill"Wir haben im Jahr 2025 konsequent an der Umsetzung unserer Strategie 2030 gearbeitet. Mit dem Markteintritt in Australien, dem Ausbau unseres Wasserinfrastrukturgeschäfts sowie Lösungen für leistbares Wohnen ist es uns gelungen, entscheidende Schritte zu setzen. Gleichzeitig haben wir ein operativ starkes Ergebnis erwirtschaftet. Strategiekonformes Wachstum und weitere Fortschritte in der Profitabilität führten dazu, dass wir bei Leistung, Auftragsbestand und EBIT-Marge neue Höchstwerte erreicht haben."
Ertragslage deutlich verbessert
Das EBITDA stieg um 15 Prozent auf 1,88 Milliarden Euro, die EBITDA-Marge erreichte mit 10,1 Prozent erstmals ein zweistelliges Niveau. Das EBIT legte um 17 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro zu. Die EBIT-Marge von 6,7 Prozent lag über den eigenen Erwartungen — begünstigt durch positive Effekte aus Großprojekten in Deutschland und im internationalen Infrastrukturgeschäft sowie durch milde Witterungsverhältnisse gegen Jahresende, die eine höhere Kapazitätsauslastung ermöglichten. Das Zinsergebnis ging von 75 auf 41 Millionen Euro zurück, bedingt durch niedrigere Einlagenzinsen und negative Kurseffekte.
Solide Bilanz, starker Cashflow
Die Eigenkapitalquote lag zum Jahresende bei 35,9 Prozent und damit deutlich über der Konzern-Mindestquote von 25 Prozent. Die Netto-Cash-Position stieg auf 3,5 Milliarden Euro. Der operative Cashflow erhöhte sich auf 1,8 Milliarden Euro, getrieben durch das höhere Ergebnis und einen Working-Capital-Abbau. Die Investitionen lagen mit 813 Millionen Euro leicht über dem Vorjahr, blieben aber unter dem prognostizierten Höchstwert — unter anderem wegen zeitlicher Verschiebungen bei Übernahmen. Investiert wurde in den Aufbau des Immobilienportfolios STRABAG Hold Estate sowie in Akquisitionen in den Bereichen Building Solutions, Kreislaufwirtschaft und den australischen Markteintritt.
Ausblick 2026: Weiteres Wachstum erwartet
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Vorstand mit einer Leistungssteigerung auf rund 22 Milliarden Euro und erwartet in allen Segmenten Zuwächse. Die EBIT-Marge wird in einer Bandbreite von 5,0 bis 5,5 Prozent prognostiziert. Der Rückgang gegenüber 2025 spiegelt die Normalisierung nach einem außergewöhnlich starken Jahr wider. Die Netto-Investitionen werden mit maximal 1,4 Milliarden Euro veranschlagt.
Als Risikofaktor benennt STRABAG den Iran-Krieg, der derzeit zu Preissteigerungen bei Treibstoff, Gas und Bitumen führt. Der Konzern setzt auf Preisgleitklauseln und langfristige Rahmenvereinbarungen, um die Auswirkungen zu begrenzen — ein Modell, das sich bereits während der Covid-19-Pandemie bewährt habe.