Blick auf die Bausaison 2026 : Baumit investierte 24 Millionen Euro

Im Bild v.l.n.r.: Rudolf Ofenschiessl, Verkaufsleitung Baumit GmbH; Georg Bursik, Gesch?ftsleitung Baumit GmbH; Roman Stickler, Marketingleitung Baumit Group

 v.l.n.r.: Rudolf Ofenschiessl, Verkaufsleitung Baumit GmbH; Georg Bursik, Geschäftsleitung Baumit GmbH und Roman Stickler, Marketingleitung Baumit Group

- © Baumit/APA-Fotoservice/Krisztian

Trotz der wirtschaftlichen Lage konnte der Baumit-Österreich-Umsatz im
Geschäftsjahr 2025 auf dem Niveau des Vorjahres - konkret bei 290 Millionen Euro - gehalten werden (2024: 287 Millionen Euro). Wie in den Jahren zuvor wurde weiter gezielt in Standorte, Anlagen und Zukunftsthemen investiert – in Summe 24 Millionen Euro (+30 Prozent). Ein besonderer Fokus lag dabei auf
Effizienzsteigerung, Automatisierung sowie auf Maßnahmen zur Reduktion des
Energieverbrauchs in der Produktion.


„2025 war für die gesamte Bauwirtschaft ein hartes Jahr. Umso wichtiger war es,
konsequent Kurs zu halten und auf Effizienz und zukunftsrelevante Themen zu
setzen", zieht Georg Bursik, Geschäftsleitung Baumit GmbH, Bilanz über das abgelaufene Geschäftsjahr.

Im Verkauf erwiesen sich vor allem der Sanierungsbereich und zuverlässige
Systemlösungen als tragende Säulen. Schwerpunktthemen wie WDVS, KlebeAnker und die Sanierung entwickelten sich zu klaren Erfolgsfaktoren. Sie ermöglichten es, Verarbeiter bedarfsgerecht anzusprechen und Effizienz, Verarbeitungssicherheit und Qualität in den Mittelpunkt zu stellen. Gerade im WDVS-Bereich konnten durch optimierte Lösungen und praxisnahe Schulungen spürbare Marktimpulse gesetzt werden – ein wichtiger Beitrag in einem Markt, der insgesamt unter Druck stand.

Positiv entwickelte sich 2025 die Sparte Spezialtiefbau. Nach einem schwachen
Vorjahr konnten die Absatzmengen wieder gesteigert werden. Damit verlief das
Geschäft deutlich besser als ursprünglich erwartet und trug zur Stabilisierung des Gesamtumsatzes bei.

Einfacher und schneller bauen

Die Bauwirtschaft steht vor einem strukturellen Arbeitskräftemangel. Baumit reagiert darauf mit kontinuierlichen Weiterentwicklungen im Bereich Maschinentechnik und Applikationssysteme, um das Arbeiten am Bau schneller und einfacher zu machen. Entscheidend für den Erfolg ist dabei das Zusammenspiel von Mensch, Produkt  und Maschine. Die Entwicklungen konzentrieren sich dabei auf Anwendungen an der Fassade.

Der BauMinator steht für ressourcenschonendes, industrielles Bauen mit
System. Bereits im Vorjahr konnte Baumit mit dem BauMinator zahlreiche
Projekte umsetzen. Meilensteine wurden im Bereich der 3D-gedruckten,
gewichtsreduzierten Decken erreicht: Gemeinsam mit Partnern – unter anderem
in Salzburg – wurde erstmals eine 3D-gedruckte Transferdecke mit
darüberliegenden Wohnungen umgesetzt. Baumit stellte dabei ein umfassendes
Gesamtpaket von Material über Logistik bis zur Qualitätskontrolle bereit.
2026 rückt das Thema industrielles Bauen sowie Pilotprojekte mit modularen
Wandelementen im In- und Ausland weiter in den Fokus.

>> Lesen Sie hier den Bericht zum BauMinator!

„Recyceln statt kübeln“

Baumit arbeitet im Rahmen der Nachhaltigkeitsaktivtäten unter dem Dach
Go2morrow intensiv daran, Kreislaufwirtschaft in der Praxis umzusetzen. Erste
Projekte dienen als Testballon für geschlossene Materialkreisläufe – von der
Herstellung über Nutzung bis zum Rückbau.


Im Frühjahr 2026 startet ein weiterer wichtiger Baustein der Go2morrow-
Nachhaltigkeitsstrategie von Baumit: Mit dem neuen Rücknahme- und
Recyclingkonzept „Recyceln statt kübeln“ wird die Entsorgung restentleerter
Kübel für Verarbeiter besonders einfach. Fassader und Maler sammeln leere
Kübel inklusive Deckel direkt am Lager. Die gesammelten Eimer werden in
ganzen LKW-Zügen zu ARA plus geliefert und aufbereitet und anschließend
wieder dem Recyclingprozess zugeführt. Das schont Ressourcen und spart Zeit,
Aufwand und Kosten bei der Entsorgung.