Baukonjunktur : Baubarometer: Erste positive Signale für Österreichs Bauwirtschaft

Geschaefts und Auftragslage Bauwirtschaft in Österreichs Bauwirtschaft laut Hubexo Baubarometer
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Talsohle durchschritten

Österreichs Bauwirtschaft hat eine anhaltende Rezession hinter sich und kämpft weiterhin mit hohen Kosten, unsicheren Rahmenbedingungen und globalen Krisen. Nach einem Tiefststand im Jahr 2023 deuten die aktuellen Daten des Hubexo-Baubarometers jedoch auf eine leichte Verbesserung hin.

Mehr als 1.060 Unternehmen aus Bauhaupt- und Baunebengewerbe, Planungsbüros und Architektur haben sich an der Befragung beteiligt. Ergebnis: Die Geschäftslage stabilisiert sich, die Erwartungen bleiben aber verhalten.

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Geschäftslage entspannt sich langsam

Die letzten fünf Jahre waren von massiven Belastungen geprägt. Die Covid-Pandemie brachte 2020 den abrupten Einbruch, gefolgt von hohen Energie- und Rohstoffpreisen sowie einem schwachen Investitionsklima.

Während zu Jahresbeginn 2024 noch 47 Prozent der Unternehmen von einer Verschlechterung der Lage berichteten, bewerten im Sommer 2025 bereits 29 Prozent ihre Situation besser als vor sechs Monaten. Nur noch knapp über 30 Prozent sehen eine Verschlechterung, 40 Prozent sprechen von unveränderten Bedingungen.

Damit zeigt sich ein vorsichtiger Trend nach oben. „Die Talsohle scheint durchschritten“, so die Analyse von Hubexo Austria.

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Auftragslage zeigt Stabilität

Ein wesentlicher Indikator sind die Auftragseingänge: Zwei Drittel der Betriebe (66,9 Prozent) berichten im Sommer 2025 von einer „sehr guten“, „guten“ oder „befriedigenden“ Auftragslage. Das liegt leicht über dem Vorjahresniveau (63 Prozent).

Der Anteil jener, die zu wenige Aufträge verzeichnen, ist von 37 Prozent im Jahr 2024 auf 32,9 Prozent gesunken. Damit bleibt zwar weiterhin ein Drittel der Unternehmen unter Druck, doch die Abwärtsspirale scheint gestoppt.

Zahlen & Fakten aus dem Hubexo-Baubarometer 2025

    •    Befragte Unternehmen: 1.060 (Bauhaupt- und Nebengewerbe, Planer, Architekten)
    •    Geschäftslage Sommer 2025:
    •    29 % besser als vor sechs Monaten
    •    31 % schlechter
    •    40 % unverändert
    •    Auftragslage 2. Halbjahr 2025:
    •    66,9 % zufrieden („sehr gut“, „gut“ oder „befriedigend“)
    •    32,9 % unzufrieden (mangelnde Auftragseingänge)
    •    Vergleich zu 2024:
    •    63 % zufrieden mit Auftragslage (2024) → 66,9 % (2025)
    •    37 % unzufrieden (2024) → 32,9 % (2025)
    •    Langfristige Belastungen: hohe Baukosten, Energiepreise, Personalkosten, KIM-Verordnung, Förderstopps

Verhaltener Optimismus trotz Risiken

Trotz dieser positiven Signale bleiben die Rahmenbedingungen schwierig: hohe Bau- und Energiekosten, die nach wie vor geltende KIM-Verordnung, Unsicherheit bei Förderungen und geopolitische Spannungen. Ein klarer Aufwärtstrend ist daher nicht absehbar.

Die Branche blickt vorsichtig optimistisch in die kommenden Monate. Ob die Stabilisierung auf breiter Basis gelingt, hängt wesentlich von politischen Impulsen ab. Nur wenn es der Bundesregierung gelingt, durch gezielte Maßnahmen Investitionen zu fördern, könnte die Bauwirtschaft wieder stärker wachsen.