Wärmedämmverbundsysteme : Standsicherheitsnachweis für die Aufdopplung

Baumit setzt neue Maßstäbe bei WDVS-Sanierung.

Baumit setzt neue Maßstäbe bei WDVS-Sanierung.

- © Baumit

Die Möglichkeit der Aufdoppelung bestehender Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) ist seit Jahrzehnten bekannt. Neu ist jedoch, dass Baumit nun einen Standsicherheitsnachweis für die Aufdopplung entwickelt und nach strengen Prüfszenarien erbracht hat, um Verarbeitern zu garantieren: Das System bleibt auch auf alten Dämmungen dauerhaft tragfähig – geprüft im sogenannten Worst-Case-Szenario.

„Wir wollten ein für alle Mal alle Zweifel ausräumen“, erklärt Mathias Hanke, Leitung Baumit Produktmanagement. Ziel sei es gewesen, Partner nicht nur in puncto Sicherheit, sondern auch bei der Einfachheit in Planung und Ausführung zu überzeugen. „Mit dem neuen Nachweis liefern wir die fundierte Sicherheit, die der Markt fordert", so Hanke.

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Vollständiger Rückbau selten notwendig

In Zusammenarbeit mit dem Ziviltechnikerbüro RWT+ und dem Prüfinstitut OFI wurde ein neues Verfahren entwickelt, das alle auftretenden Kräfte in der Praxis simuliert. Das Ergebnis: Die Baumit Duplex-Technologie übererfüllt die relevanten Normen. Der Nachweis bestätigt eine maximale Überbrückung von 90 mm bei Gebäudehöhen bis 25 m – ein Sicherheitsvorsprung für Planer*innen und Ausführende. „Das Aufdoppeln hat großes Potenzial und ist oft die nachhaltigste und wirtschaftlichste Lösung, um ein bestehendes WDVS wieder zukunftsfit zu machen – mit unserem Standsicherheitsnachweis ist es jetzt auch die sicherste Lösung“, betont Hanke.

Vor jeder Aufdopplung wird das bestehende WDVS umfassend geprüft – unter anderem durch die sogenannte Abreißprobe. Dabei wird ein Textilglasgitter in Kleber eingebettet und nach einer definierten Standzeit abgezogen. Hält der Kleber, kann mit der Baumit Duplex-Technologie aufgedoppelt werden. Ist das bestehende Dämmsystem, bzw. der Fassadenputz stark geschädigt, müssen andere Maßnahmen wie das sogenannte Strippen der Deckschicht gesetzt werden. Das neue WDVS wird vollflächig auf den bestehenden, nachgedübelten Dämmstoff verklebt. Ein vollständiger Rückbau ist nur in seltenen Fällen notwendig.

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„Das Aufdoppeln hat großes Potenzial und ist oft die nachhaltigste und wirtschaftlichste Lösung, um ein bestehendes WDVS wieder zukunftsfit zu machen" - Mathias Hanke, Leitung Baumit Produktmanagement.
„Das Aufdoppeln hat großes Potenzial und ist oft die nachhaltigste und wirtschaftlichste Lösung, um ein bestehendes WDVS wieder zukunftsfit zu machen" - Mathias Hanke, Leitung Baumit Produktmanagement. - © Baumit

Aufdoppeln spart Energie und Kosten

Wie groß der Einsparungs-Effekt nach dem Aufdoppeln sein kann, zeigt Baumit mit einem Rechenbeispiel anhand eines Einfamilienhauses aus den 1970er Jahren: 

Bei 25 cm Hochlochziegeln und 5 cm alter Dämmung liegt der Heizwärmebedarf bei ca. 155 kWh/m2 jährlich. Mit einer 14 cm starken Baumit open air Dämmung, aufgedoppelt mit Duplex-Technologie, sinkt er auf 51 kWh/m pro Jahr. Die jährlichen Heizkosten reduzieren sich - auf Basis aktueller Energiekosten - dadurch von 4.250 Euro auf 1.250 Euro.

Was für eine WDVS-Aufdoppelung spricht

  • Weniger Lärm und Staubbelastung: Statt wochenlanger Rückbauarbeiten ist der Aufwand wesentlich kleiner – ein großer Vorteil gerade in bewohnten Gebäuden.
  • Ressourcenschonung: Die Aufdoppelung verlängert die Lebensdauer vorhandener intakter Systeme, die weiterhin genutzt und an neue Anforderungen angepasst werden. Das spart Material, Transporte und Kosten.
  • Bessere Dämmung, weniger Energieverbrauch: Die zusätzliche Dämmschicht reduziert den Heizwärmebedarf erheblich; in der Regel auf nur noch ein Drittel.
  • Kalkulierbare Kosten: Durch den Erhalt der bestehenden Dämmung entfallen unvorhersehbare Aufwände.