Neben unbezahlter beziehungsweise Sklavenarbeit, explodierenden Kosten, Korruptionsverdacht und Baumängeln sorg noch ein großer Punkt oftmals für negative Schlagzeilen. Ein großer weißer Punkt.
Weiße Elefanten werden mit der WM in Russland befürchtet – also riesige Stadien, die so riesig gar nicht sein müssten und deren Unterhaltung höchst kostspielig ausfallen wird. Ursprünglich war 2019 angesetzt geworden, ab wann die Austragungsorte die Betriebskosten für die Stadien selbst tragen werden müssen. Zwischen 2,6 bis 6,5 Millionen Euro würde das die einzelnen Städte kosten – besonders hohe Summen, wenn man bedenkt, dass einige der Orte überhaupt keine Teams in der obersten russischen Liga haben. Weltklasse Stadien für drittklassige Vereine zu horrenden Kosten?
Selbst Alexej Sorokin, Chef des WM-Organisationskomitee, glaubt, dass die Arenen nach dem Fußball-Spektakel zunächst mit staatlichen Mitteln erhalten werden müssen. Und Versuche, die Kosten da und dort einzudämmen, werden bereits jetzt deutlich. So steht bereits fest, dass in Jekaterinburg, Kaliningrad, Rostow und Saransk die Zuschauerkapazitäten nach der WM auf je 25.000 Plätze zurückgebaut werden. Und in Jekaterinburg werden die Stahlrohrtribünen nur während diesen Spielen zu bewundern sein – auch die werden wieder abgebaut. So viel Selbstkrönung für einen so hohen Preis – und so kurze Dauer.