Fotostrecke : Erfindungen, die die Welt gebraucht hat
-
WERFBARE KAMERA Die Diplomarbeit eines Studenten an der TU Berlin sorgt für ein völlig neues Gefühl des Fotografierens. Die Technik hinter der "Ballkamera" ist einfach: 36 einzelne Kameras, die sich im Inneren befinden, liefern zeitgleich Bilder. Die größte Schwierigkeit: ein Programm zu entwickeln, das alle Kameras gleichzeitig auslöst und sich an unterschiedliche Lichtverhältnisse anpasst. Der Ball wird geworfen und die Bilder geknipst - es entsteht eine vorher noch nie da gewesene Panoramaansicht. Foto:
-
PIONIER DER PULVERMETALLURGIE Es war Paul Schwarzkopf, Mitgründer der Plansee-Group, dessen Erfahrungen in einer Berliner Glühlampenfabrik zur Erfindung von gebogenen, gedrehten und in Spiralen verarbeiteten Wolframfäden führte. Seine Fabrik erzeugte als erste industriell gefertigte Wolframfäden für Glühbirnen. Foto:
-
GREIFBARE WOLKE Laut Time Magazine gehört auch die "Indoor-Wolke" des niederländischen Künstlers Berndnaut Smilde zu den Top-Erfindungen 2012. Es handelt sich dabei um eine Indoor-Wasserdampf-Wolke zum Angreifen. Foto:
-
ERFINDER DER ZÜNDHOLZSCHACHTEL Es war ein Österreicher, Aron Moses Pollak von Rudin, der die farbige Lackierung der Zündholzköpfe (1847) sowie die bis heute übliche Zündholzschachtel erfand. Foto:
-
MOBILE BRENNSTOFFZELLE Die Erfindung einer "Brennstoffzelle to go" kommt aus Dresden. Am Fraunhofer-Institut entwickeln Sascha Kühn und sein Team einen Energiespeicher mit Steckdose. Der mobile Energiespeicher aus Dresden sieht aus wie eine Thermoskanne mit Steckdosen. Das Mini-Kraftwerk soll einmal Strom für Verbraucher wie Radios, Computer oder Navigationsgeräte liefern. Man soll damit 220 Mal ein Smartphone oder acht Mal einen Laptop aufladen können. Foto:
-
DRAHTLOSE MUSIKÜBERTRAGUNG Ein wichtiger Vorreiter des heutigen Radios kam aus Österreich. 1904 gelang es Otto Nußbaumer mit Hilfe eines selbst gebauten Detektors (Nußbaumer-Tisch), ein Lied durch einen Funksender in einen 20 Meter entfernten Raum zu senden. Leider bestand weder seitens der TU Graz noch von Seiten der Öffentlichkeit Interesse an dieser Erfindung. Foto:
-
SCHLUCKBARE KAMERA Dank der Erfindung der Pillen-Kamera im Jahr 2000 ist die Furcht vor einer Darmendoskopie unbegründet. Statt eines Schlauchs wird eine Mini-Kamera geschluckt. Seit 2010 gibt es die sogenannte magnetgeführte Kapselendoskopie für eine Magenuntersuchung. Dabei wird die Kamera-Kapsel mittels magnetischer Führung an einem gewünschten Magenabschnitt platziert. An der chinesischen Universität in Hong Kong forscht man derzeit an einem neuen Antrieb für die Pillen-Kamera. Es wird versucht, eine Alternative zur magnetischen Führung zu finden. Foto:
-
PIONIER DER INFORMATIONSTECHNIK Zu den Erfindungen des Wieners Gustav Tauschek (Bildmitte) gehört der historische Trommelspeicher, ein Vorläufer der heutigen Festplatte. Tauschek verkaufte insgesamt 169 Patente an IBM, darunter auch zahlreiche Verbesserungen an den damaligen Rechenmaschinen auf Lochkartenbasis. Foto:
-
HANDSCHUH FÜR GEHÖRLOSE Vier Studenten aus der Ukraine könnten Taubstummen die Kommunikation erleichtern. Im Rahmen ihres Projektes "Enable Talk" stellten sie einen Handschuh vor, dessen Sensoren die Gebärdensprache auf ein Smartphone übersetzen. Foto:
-
DIE GOOGLE-BRILLE Google hat eine Brille entwickelt, die Informationen aller Art vor die Augen projiziert. Die Datenbrille soll alle wesentlichen Aufgaben erfüllen, die jetzt ein Smartphone erledigt. Foto:
-
SENSIBLER BOHRER Der neue Bohrer 4v MAX Gyro von Black & Decker reagiert dank eingebauter Sensoren auf Bewegungen. Neigt man ihn leicht nach rechts, so schraubt er die Schraube rein. Neigt man ihn leicht nach links, schraubt er die Schraube heraus. Foto:
-
VATER DER VENTILE Hanns Hörbiger, gebürtiger Österreicher, gilt als der Vater der Stahlplattenventile. 1895 bekommt er das Patent für ein massearmes, reibungsfrei geführtes Stahlplattenventil für Gebläse, Pumpen und Kompressoren Foto:
-
DER TRAUM VOM FLIEGEN Fliegen wie ein Vogel ist dank des Wingsuits nun möglich. In China fanden dazu im Oktober Weltmeisterschaften statt. Der Südafrikaner Julian Boulle gewann. Er schaffte den geforderten Kilometer in nur 23,41 Sekunden. Foto:
-
KUSCHELROBOTER "PARO" Paro, die in Japan entwickelte High-Tech-Robbe entwickelt sich zu einem Therapiehilfsmittel für Demenzkranke. Mittels Fiepens und Schnurrens verlangt Paro nach Zuwendung und bekommt diese von den Pflegeheimbewohnern. Foto:
-
DAS LINZ-DONAWITZ-VERFAHREN Beim LD-Verfahren wird durch ein spezielles Sauerstoffblasverfahren aus kohlenstoffreichem Roheisen kohlenstoffarmer Stahl gewonnen. Noch heute werden zwei Drittel der Weltrohstahlproduktion mittels des "Linz-Donawitz-Verfahrens" hergestellt. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um eine Erfindung, die ihre Betriebsreife in Österreich erhielt. 1949 eröffnete die VÖEST in Linz das erste LD-Stahlwerk der Welt. Foto:
-
REVOLUTION DER WASSERKRAFT Der österreichische Ingenieur Viktor Kaplan revolutionierte die Wasserkraft. Die nach ihm benannte Kaplan-Turbine dient der Stromerzeugung. Er veränderte die Winkel der Flügel so, dass selbst bei geringem Gefälle des Wassers ein günstiger Wirkungsgrad erzielt wird. Kaplanturbinen sind somit ein Meilenstein in der Wasserkraft. Foto:
-
FLÜSSIGER WUNDERDRAHT Dehnbare Drähte bestehen aus einem Kunststoff, dem ein elektrisch leitfähiges Pulver beigemischt wird. Das Problem dabei ist, dass die Leitfähigkeit bei einer Dehnung rapide abnimmt. An der North Carolina State University wurde ein Prototyp eines Drahtes mit flüssigem Metallkern entwickelt. Er lässt sich auf das Achtfache seiner Länge dehnen. Dabei zeigt der "Wunderdraht" keine Einbußen in der elektrischen Leitfähigkeit. Foto:
-
3D-DRUCKER FÜR DEN HAUSGEBRAUCH MakerBot Industries bietet - als eines von zahllosen Start-ups in diesem Bereich - mit dem Replicator2 einen 3D-Drucker für den Hausgebrauch an. Foto: