Wien

Sportarena Wien: Siegerprojekt gekürt

Das Wiener Büro Karl und Bremhorst Architekten hat sich im Architekturwettbewerb mit seinem Entwurf eines „gestapelten“ multifunktionalen Gebäudes gegen 26 Mitbewerber durchgesetzt.

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Im Herbst wird mit dem Abriss des Dusika-Stadions begonnen, wo bereits Mitte 2022 der Bau der neuen Sport Arena begonnen wird. Umgesetzt wird das Projekt vom Bauprojektmanagement-Team der WSE Wiener Standortentwicklung, einem Unternehmen der Wien Holding, im Auftrag der Stadt Wien MA 51 – Sport Wien. Die Fertigstellung ist für Ende 2023 geplant, die Inbetriebnahme im ersten Quartal 2024.

Die neue Arena sieht als zentrales Element eine große Ballsporthalle mit fixen und flexiblen Tribünen für bis zu 3.000 BesucherInnen vor. Die Halle kann, je nach Bespielung, halbiert oder geviertelt werden. Zweiter Hauptteil ist eine Turnhalle für Trainingszwecke. Als Leichtbau am Dach wird eine Leichtathletik-Halle mit einer 200 Meter-Bahn und kleiner Tribüne für nationale Bewerbe realisiert. Dazu wird es einen Functional Fitness Bereich, einen Cardio- und Krafttrainingsbereich, zwei multifunktional nutzbare Räume für Training oder – bei Veranstaltungen – Presse- bzw. VIP-Bereich geben. Komplettiert wird das Raumprogramm durch zentrale Umkleiden im Unter- und im Obergeschoß sowie ein Foyer mit Restaurant, Garderoben, Kassa und Sanitärräumen. 

Nachhaltig auf allen Ebenen
Besonderes Augenmerk bei der Auswahl des Siegerprojekts legte die Jury auf die Nachhaltigkeit: Der Entwurf überzeugte dabei auf verschiedenen Ebenen. Im Vergleich zum Dusika-Stadion wird die versiegelte Grundfläche von 13.000 auf 9.000 Quadratmeter verringert, was mehr Frei- und Grünräume im Umfeld bringt. Die sportlich nutzbaren Flächen hingegen erhöhen sich von 3.500 auf mehr als 13.000 Quadratmeter. Teile des Betonabbruch und der Radbahn werden beim neuen Gebäude wiederverwendet, z.B. als Schalung für die neue Außenhaut. Und das Haustechnikkonzept sieht die Versorgung mit ausschließlich erneuerbarer Energie vor. 

White Paper zum Thema

Der Neubau wird als kompaktes, hochwärmegedämmtes Energiesparhaus konzipiert und soll eine „klimaaktiv Gold“-Zertifizierung erhalten. Photovoltaik, Solarthermie und Geothermie werden das Gebäude im Winter heizen und im Sommer kühlen. Überschüssige Energie kann für E-Mobiltät oder Eigenverbrauch zur Verfügung gestellt werden. Die Betonkernaktivierung hält die Temperatur über das ganze Jahr konstant. (PM)