Österreich

SOLID Bautechpreis 2019 - das sind die Projekte der Preisträger!

Am 9.5. wurden in Wien die begehrten SOLID Bautechpreise vergeben - sehen Sie sich an, was unsere Bauwirtschaft an tollen Dingen zu bieten hat!

Die SOLID-Fachjury unter der Leitung von Prof. W. Reismann vergab die alle zwei Jahre zuerkannt werdenden Preise (Hauptpreise und Anerkennungen) für herausragende Bauleistungen österreichischer Firmen heuer in folgenden Kategorien:

  • National
  • International
  • Sanierung & Revitalisierung
  • Digital & BIM
  • Baumaschineneinsatz
  • sowie einen Sonderpreis

Hier finden Sie die Projekte der Preisträger - vom Baumaschineneinsatz beginnend bis zum Sieger National!

Bild 1 von 10
© Prangl

Baumaschinen:

Prangl Gesellschaft m.b.H.

Flugzeug auf Grazer Hotel

 

In Graz ist ein 53,1 Meter langes und 43,2 Meter breites Flugzeug pünktlich auf einem Hoteldach “gelandet“. Zwei Nächte war die Iljuschin IL-62, die ehemalige Präsidentenmaschine der Tschechoslowakei, unterwegs. In der ersten Nacht ging die Reise des 70 Meter langen Sondertransports von Heidenreichstein nach Baden. Mit einer Transportbreite von 5 Meter und einem Transportgesamtgewicht von 121 Tonnen war dieses Projekt sicherlich kein Standardeinsatz.

So richtig eng wurde es dann in Graz. Neben dem Überfahren mehrerer Verkehrsinseln mussten vorübergehend Ampeln, Lichtmasten, Fahnenmasten, Verkehrszeichen sowie ein Entlüftungsschacht demontiert werden. Zudem wurde eine Eisenbahnkreuzung temporär umgebaut. Auf manchen Streckenabschnitten mussten die Parkplätze auf beiden Straßenseiten abgesperrt werden, um die Durchfahrt der Transportgarnitur überhaupt zu ermöglichen.

Der noch flügellose Flugzeugrumpf wurde mitsamt Rahmen (54 Tonnen Gesamtgewicht) auf 10 Meter angehoben und um 90 Grad gedreht, um am Sportplatz hinter dem Hotel zwischengelagert zu werden. Bei diesem Manöver passierte das Flugzeug nur knapp die Fassade eines benachbarten Bürogebäudes. Zudem ragte der Rumpf nach der Drehung quer über eine stark frequentierte Hauptstraße. Sicherheit war demnach in allen Belangen die höchste Priorität.

Danach wurde der Rumpf mit einem 200 Tonnen Teleskopkran auf das Parkdeck des Hotels gehoben, wo die Maschine über mehrere Wochen zusammengebaut wurde. Im finalen Zustand hievten ein 500 Tonnen und ein 200 Tonnen Teleskopkran die 62 Tonnen schwere Maschine auf das Hoteldach in rund 25 Meter Höhe.

Tipp: Benutzen Sie die linke bzw. rechte Pfeil-Taste Ihrer Tastatur um durch die Fotostrecke zu navigieren.
© Prangl

Baumaschinen:

Prangl Gesellschaft m.b.H.

Flugzeug auf Grazer Hotel

 

In Graz ist ein 53,1 Meter langes und 43,2 Meter breites Flugzeug pünktlich auf einem Hoteldach “gelandet“. Zwei Nächte war die Iljuschin IL-62, die ehemalige Präsidentenmaschine der Tschechoslowakei, unterwegs. In der ersten Nacht ging die Reise des 70 Meter langen Sondertransports von Heidenreichstein nach Baden. Mit einer Transportbreite von 5 Meter und einem Transportgesamtgewicht von 121 Tonnen war dieses Projekt sicherlich kein Standardeinsatz.

So richtig eng wurde es dann in Graz. Neben dem Überfahren mehrerer Verkehrsinseln mussten vorübergehend Ampeln, Lichtmasten, Fahnenmasten, Verkehrszeichen sowie ein Entlüftungsschacht demontiert werden. Zudem wurde eine Eisenbahnkreuzung temporär umgebaut. Auf manchen Streckenabschnitten mussten die Parkplätze auf beiden Straßenseiten abgesperrt werden, um die Durchfahrt der Transportgarnitur überhaupt zu ermöglichen.

Der noch flügellose Flugzeugrumpf wurde mitsamt Rahmen (54 Tonnen Gesamtgewicht) auf 10 Meter angehoben und um 90 Grad gedreht, um am Sportplatz hinter dem Hotel zwischengelagert zu werden. Bei diesem Manöver passierte das Flugzeug nur knapp die Fassade eines benachbarten Bürogebäudes. Zudem ragte der Rumpf nach der Drehung quer über eine stark frequentierte Hauptstraße. Sicherheit war demnach in allen Belangen die höchste Priorität.

Danach wurde der Rumpf mit einem 200 Tonnen Teleskopkran auf das Parkdeck des Hotels gehoben, wo die Maschine über mehrere Wochen zusammengebaut wurde. Im finalen Zustand hievten ein 500 Tonnen und ein 200 Tonnen Teleskopkran die 62 Tonnen schwere Maschine auf das Hoteldach in rund 25 Meter Höhe.

© Habau

Hauptpreis Digital & BIM:

HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H.

S06 Parkplatz Gloggnitz 

 

Im Zuge eines GU-Auftrages der ASFINAG wurde auf der Semmering-Schnellstraße S6 für einen Rastplatz mit WC-Anlage sowohl der Rückbau des bestehenden Parkplatzes, als auch der Neubau inkl. Hochbau durch HABAU durchgeführt.

Zu Baubeginn haben sich AG und AN im gegenseitigen Einverständnis darauf geeinigt, sowohl die Hochbau als auch die Tiefbauleistung als BIM-Projekt abzuwickeln und die Modelle zur Abrechnung (5D) heranzuziehen. Die Abrechnungsmodelle und -daten müssen in einem herstellerunabhängigen Format dem AG und der ÖBA zur Verfügung gestellt werden. 

Die Erdarbeiten werden üblichweise durch Vermesser konventionell abgesteckt und mittels Bagger, Gräder, etc. ausgeführt. Die Abrechnung erfolgt nach ÖNORM 2063 und Vorgaben des Planers.

Hier wurden die vom AG übergebenen Daten (2D, 2.5D) aufbereitet und das Urgelände in ein Digitales Geländemodell (DGM) überführt. Baubegleitend wurde mit einer geeigneten Tiefbausoftware ein BIM-Modell erstellt, welches eine automatisierte Abrechnung mit fixer Verknüpfung zum Leistungsverzeichnis ermöglichte. Die in der BIM-Planung generierten Daten konnten zusätzlich für GPS- und Tachymetergesteuerte Baumaschinen eingesetzt werden.

Im Hochbau wurden die zur Verfügung gestellten Planunterlagen detailgetreu in einem 3D-Modell dargestellt und mit den jeweiligen LV Positionen verknüpft. Für die Bauabwicklung lieferte das Modell einen Mehrwert für SUB-Vergaben, Ausführungsdetails und die visuelle Veranschaulichung. Leistungsgerecht wurde die jeweiligen Bauleistungen aus dem BIM-Modell ermittelt und in Rechnung gestellt.

Das Hochbaumodell, Tiefbaumodell und das DGM wurden in einem Koordinationsmodell zusammengeführt und nach Fertigstellung dem AG in einem herstellerunabhängigen Format übergeben. 

© T. Lorenz

Anerkennung Digital & BIM:

Thomas Lorenz ZT GmbH & Bauunternehmung Granit GmbH

Knapp AG Innovationszentrum, Hart bei Graz

 

Aufgabe war die Errichtung eines Innovationszentrums (Kundenzone mit 10 m hohem Showroom inkl. zwei Zwischengeschoßen und 4 Obergeschoßen für rd. 480 Mitarbeiter, rd. 12.000 m2 BGF).

Planung und Bau erfolgen volldigital, d.h. auf Basis eines digitalen Gebäudemodells in REVIT. Die Ausschreibung und Abrechnung werden mit RIB iTWO modellbasiert durchgeführt, die Baudokumentation und Terminverfolgung wird mit digitalen Bautagesberichten bewerkstelligt.

Üblich ist eine Planung in 2D/3D, Massenermittlung händisch mit Reserven und gerundeten LV-Mengen, Abrechnung händisch nach Aufmaß und Planmaß auf Basis von Polierplänen, Abrechnungsprüfung und Kollaudierung auf Basis der Aufmaßunterlagen der ausführenden Firma.

Hier erfolgte die Planung in 3D, daraus dann digitale Netto-Massenermittlung auf Basis des Modells ohne Reserven und ohne aufgerundete LV-Mengen inkl. zugehöriger Massenpläne (2D-Planauszüge aus dem BIM-Modell nach Ausschreibungspositionen/-Elementen sortiert inkl. zugehöriger Mengenauflistung), automatische Abrechnungserstellung durch Eingabe eines digitalen Bautagesberichts inkl. Auswahl der hergestellten Elemente/Objekte (z.B. Wand/Decke geschalt, bewehrt, betoniert, ausgeschalt, fertig gestellt) mittels Verknüpfung in das BIM-Modell und das Abrechnungsprogramm.

© Swietelsky

Hauptpreis Sanierung & Revitalisierung:

Swietelsky Baugesellschaft m.b.h, ZNL Hochbau Ost

Althan Park

 

Die ehemalige, leerstehende Postdirektion im neunten Wiener Gemeindebezirk wurde durch umfangreiche Umbau-, und Sanierungsmaßnahmen in eine Wohnhausanlage mit 237 freifinanzierten, hochwertig ausgestatteten Eigentumswohnungen, großzügigen Allgemein- und Grünflächen, einen Kindergarten und Geschäftsflächen konvertiert.

Die übliche Lösung wäre ein Totalabbruch und Neubau gewesen, jedoch sind zwei von vier Bauteilen direkt auf dem Bahnhofstragwerk des Franz-Josefs-Bahnhofs situiert.

Die Lösung in diesem Fall war die Ertüchtigung der bestehenden Bausubstanz vom UG02 bis OG07. Fundamentverstärkung mittels DSV, Aufbringen zusätzlicher außenliegender Bewehrung, nachträglichem Einbau von erforderlichen Durchstanzbewehrungen, Veränderung des statischen Tragsystems durch Herstellung neuer, großzügiger Fensteröffnungen und dadurch bedingter Unterzüge und Säulen, Aufdoppeln von Kernwänden aufgrund Erdbebenlasten, Errichtung einer Stahlabfangungskonstruktion vom EG bis ins OG07 zwecks Errichtung des neuen OG08.

Dazu wurden neue Stiegenhäuser und Aufzugsschächte im Bestand hergestellt und selbsttragende Balkone montiert.

© Bautechpreis 2019 KBF

Anerkennung Sanierung & Revitalisierung:

KBF Kompetenzzentrum Bauforschung GmbH

Sanierung mit Bauteilaktivierung Hallein

 

Das Objekt ist ein Altstadthaus im Stadtkern Hallein unter Denkmal- und Ortsbildschutz mit Kern aus 13. Jh., rückseitig am Fels - finster, feucht, Schimmel und in die Jahre gekommen. Die Architektin erkannte das Potenzial und es kam zu einer LowTech-Sanierung - technisch einfach, hoch E-Effizient mit Bauteilaktivierung (TBA) der Außenwände ohne Wärmedämmung Heizung mittels Thermischer Bauteilaktivierung und Wärme aus Strom. Die Heizkosten erwiesen sich als überraschend gering, das Raumklima als sehr angenehm, es gab keine Feuchte- und Schimmelprobleme mehr.

Die Diskrepanz zwischen dem E-Ausweis und dem tatsächlichen Verbrauch (weniger als die Hälfte) verblüffte sogar Experten und war Anstoß für ein Forschungsprojekt.

Das Forschungsprojekt verfolgte die Ursachen der Diskrepanz und untersuchte, ob es sich um einen Einzelfall oder System handelte. Ergebnisse: der E-Ausweis schätzt das Lüftungsverhalten deutlich intensiver ein, als es tatsächlich ist. Transmissionswärmeverluste sind im E-Ausweis stark überhöht, durch zu hohen Korrekturfaktor Flächenheizung. Basierend auf Messdaten und Simulation ergibt sich jedoch ein viel niedriger Korrekturfaktor!

Resultat: Die Leistungsfähigkeit der TBA ist im derzeitigen E-Ausweis nicht darstellbar. Ein kritisches Hinterfragen und ev. Anpassen wäre gut.

© KWK

Sonderpreis:

Kraftwerk Krieau GmbH

KWK - Kraftwerk Krieau

 

Aufgabe war im Wiener Entwicklungsgebiet Viertel Zwei die Errichtung von ca. 70.000 m² mit unterschiedlichsten Nutzungen (Büro, Wohnen, Studentenheim und Gewerbeflächen) sowie ca. 25.000 m² Garagen und Lagerräume.

Die übliche Lösung ist die Energieversorgung durch EVUs und Fernwärme. 100% der Verbrauchsenergie für Wärme und Kälte kommt dabei von außen.

Hier kam man zu folgender Lösung: Entwicklung von Planungsgrundlagen für sämtliche Gebäude hinsichtlich Wärme- und Kälteverteilanlagen, Wärmeschutz, Verglasungserfordernisse, etc. Realisierung eines Saisonspeichers (Erdsonden), Abwasserwärmerückgewinnungsanlagen, Wärmepumpen, Spende- und Schluckbrunnen, Tagesspeicher in Verbindung mit Sprinklerbecken, Gaskessel zur Spitzenabdeckung  sowie Konzeption und Umsetzung  eines Anergienetzes zur Verteilung von Wärme/Kälte zwischen den Verbrauchern/den Wärme-Kälteerzeugungsanlagen/dem Saisonspeicher/den Brunnenanlagen/den Wärme-Kälterückgewinnungsanlagen und Implementation eines entsprechenden Regelsystems für die Gesamtanlage.

Ergebnis des ersten Vollbetriebsjahres ist, dass ca. 60-70% der benötigten Wärme- und Kälteleistung CO2-frei auf dem eigenen Grundstück bereitgestellt werden konnte und nur 30-40% an Fremdenergie aufgewendet werden musste. Die Energiekosten für die Nutzer sind marktkonform, mit langfristigen Lieferverträgen.

© Wiehag

Hauptpreis International:

WIEHAG GmbH

Macallen Whisky Distillery

 

Nach dem Bau der Holzdachkonstruktion der Crossrail Station in London Canary Wharf  fertigte Wiehag das Dachtragwerk für eine neue Fabrikation des Whisky-Herstellers Macallan in Schottland. Normalerweise werden solche Konstruktionen in Stahl ausgeführt. Das Dach der Brennerei ist über eine Grünfläche mit fünf Kuppeln gespannt. Dazu wurde ein bestehender Hügel abgetragen und das Firmengebäude in die Landschaft eingebettet. Das Gründach kommt auf einem Holzdach zum Liegen und besteht aus fünf Kuppeln mit auslaufendem Vordach.

Für den Transport der 2.700 Dachelemente für die 12.300 m² große Dachfläche werden etwa 100 LKW-Ladungen benötigt. Die Montage der Holzdachkonstruktion dauerte neun Monate. Die Gebäudeabmessungen betragen 63 x 207 Meter. Die Dachhöhe beginnt bei zirka 3 Meter Traufe, die Kuppelspitze ist bei zirka 18 Metern. Die Holztragkonstruktion besteht aus 1.800 einfach gekrümmten auf der Oberseite segmentierten abgegrateten Trägern mit zweiseitig beplanten Kerto (Dünnschicht-Furnierholzplatten). Das Holzdach wird aus Kastenelementen gefertigt.

Die Gesamtkonstruktion steht auf einer bauseitigen Stahlrahmen-Unterkonstruktion, die wiederum auf einer Betonbodenplatte fußt. Das Dach folgt dem architektonischen Grundraster von 3 x 3 Meter. Die Träger sind entsprechend segmentiert und folgen ihrer Neigung aufgrund der Lage in der Kuppel. Zum Aufbau der kompletten Dachkonstruktion werden vier temporäre Bauabstützungen benötigt, die auch in einer blockverleimten Brettschichtholzlösung ausgeführt werden. Die bauseitige Stahlbauunterkonstruktion aus Rohren gleicht einem angehobenen Achteck. Auf diesen Rohren sind Laschen aufgeschweißt, die dann mit einer Doppellasche auf der Seite mittels Bolzen verbunden werden. Auf dieser Struktur wurde das Holzdach errichtet.

© MCE

Anerkennung International:

MCE GmbH

Neubau Rethebrücke Hamburg

 

Im Jahre 1934 wurde die Rethe-Hubbrücke in Hamburg errichtet, welche mittlerweile ihre technische Lebensdauer erreicht hat und durch eine neue bewegliche Brücke ersetzt werden musste. Der neue Überbau wurde als zweiflügelige Klappbrücke in Stahlbauweise mit einer Spannweite von 104,2 m zwischen den Drehlagern errichtet. Für den Schiffsverkehr vergrößert sich die Durchfahrtsbreite um 20,0 m auf 64,0 m. Die Gesamtbreite der Straßenklappbrücke beträgt 14,0 m, der Bahnklappbrücke 10,3 m.

Im Gegensatz zu der bestehenden Rethequerung erhalten die Verkehrsträger Straße und Bahn bei der neuen Querung zwei getrennte Überbauten, die auf gemeinsamen Unterbauten sitzen. Dadurch verbessert sich die verkehrstechnische Situation für die Straße, Schiene und Schifffahrt erheblich.

Die Rethebrücke zeichnet sich durch das Novum aus, dass an der Klappenspitze keine mechanische Verriegelung eingebaut wurde. Durch die konstruktive Ausbildung der Hauptträger im Bereich der Klappenspitze als „Finger“ können Momente und Querkräfte in Brückenmitte durch die Hauptträger übertragen werden. Des Weiteren zentrieren sich die Klappen beim Schließvorgang über die Fingerkonstruktion selbstständig. Diese erstmals realisierte Ausführung besticht durch ingenieurmäßige Einfachheit und kommt ganz ohne bewegliche Teile aus, was die Wartung, die Wirtschaftlichkeit und letztlich die Dauerhaftigkeit verbessert.

Die Vormontage der vier Klappen erfolgte auf einem Vormontageplatz in Wilhelmshaven. Die vier Klappen sowie die Vorlandbrücke Hafenbahn wurden mittels Schwerlastpontons am Wasserweg nach Hamburg verbracht. Der ursprünglich für die Endmontage in Hamburg vorgesehene Terminplan mit 2 x 7 Tagen Schifffahrtssperre und einer dazwischenliegenden 14-tägigen Unterbrechung konnte auf 1 x 14 Tage Schifffahrtssperre komprimiert werden.

© Thurner

Hauptpreis National:

Ing. Franz Thurner Baumeister GmbH & Co KG

007 Elements, Gaislachkogel Sölden

 

„007 Elements“ heißt das in Massivbauweise errichtete und in den Gipfel des 3.056 Meter hohen Gaislachkogls in den Ötztaler Alpen integrierte Bauwerk der Bergbahnen Sölden. Architekt des in Sichtbeton, Stahl und Glas errichteten Gebäudes ist der Innsbrucker Johann Obermoser, der schon zuvor die beiden benachbarten Objekte, das Restaurant ice Q und die Bergstation der Gaislachkoglbahn entworfen hat. Wie in den beiden Projekten zuvor hat auch beim „007 Elements“ das Ötztaler Unternehmen Ing. Franz Thurner die hochalpinen Baumeisterarbeiten durchgeführt.

Nach Abschluss des Schibetriebs Ende April 2017 wurde mit dem Felsabtrag (in Summe 10.000 m3) begonnen, im Juni 2017 starteten die Betonarbeiten. Durch den frühen Wintereinbruch und die Unbenützbarkeit der Straße musste ab Ende Oktober alles mit dem Hubschrauber transportiert werden. Abschluss der Arbeiten ohne Außenbereiche (3.000 m3 Beton) Dezember 2017, Gesamtfertigstellung Mai 2018.

Das Gebäude (Grundfläche 1.300 m2) wurde zur Aufnahme der Permafrostbewegungen in 6 elastisch miteinander verbundene Bauteile zergliedert. Die Fundamentplatten liegen auf Fundamentstreifen und sind so „unterlüftet“, dass ein fremder Temperatureintrag in den Fels verhindert wird. Nach Bauende wurden die Gebäudeteile wieder überschüttet.

© Zeman

Anerkennung National:

Zeman & Co GmbH

Boehringer Tunnelüberbrückung Q-Gebäude, Wien

 

Direkt unter dem neu zu errichtenden Gebäude des Boehringer Quality-Gebäudes verläuft der Lainzer Tunnel der europäischen Hochgeschwindigkeitsstrecke Paris-Bratislava. Die Aufgabe: Insgesamt 600 Tonnen schwere Stahl-Fachwerkträger sollten den Tunnel überbrücken und im Verbund mit den Geschossdecken die Lasten des gesamten sechsstöckigen Büro- und Forschungsgebäudes abfangen.

Lösung: Aufgrund von Belastungseinschränkungen der Tunneldecken wurde das Stahlfachwerk aus Einzelstäben vor Ort zusammengesetzt. Die 11m langen Fachwerkstäbe wurden mit bereits im Werk vormontierten Hüllrohren versetzt und durch Stahl-Hilfskonstruktionen in der vorgesehen Lage fixiert. Die aus drei 80 mm starken Lamellen bestehenden Fachwerkstäbe sowie die 80mm starken Bleche der 500mm hohen und 400mm breiten Gurte wurden auf der Baustelle voll miteinander verschweißt. Die großen Blechdicken stellten sehr hohe Anforderungen an die Schweisstechnik. Nach Fertigstellung des Stahltragwerks wurden die Hüllrohre geschoßweise von unten mit Beton gefüllt. Die Fachwerkstäbe wurden so zu Verbundstützen welche die hohen Drucklasten der Diagonalstäbe übernehmen und gleichzeitig die Brandschutzanforderungen erfüllen.