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Passivhaus ist deutsch-österreichische Spezialität

Von den 4.444 weltweit registrierten Passivhäusern stehen mehr als drei Viertel in diesen beiden Ländern.

Passivhaus Österreich Deutschland

Auch das Justizzentrum Korneuburg (NÖ) ist ein Passivhaus.

Die internationale Passivhaus Datenbank stellt mit 4.444 Objekten die weltweit umfangreichste und detaillierteste Erfassung höchst energieeffizienter Gebäude dar. Aus Österreich sind nun 1.000 Gebäude detailliert dokumentiert und bringen bei näherer Analyse interessante Details zu Tage.

Mit 5. Oktober 2018 sind bereits 4.444 Objekte mit über 3,18 Millionen Quadratmeter Energiebezugsfläche dokumentiert. Dies entspricht einer Verdoppelung seit 2012. Damit stellt die internationale Passivhaus-Datenbank unter Leitung des Passivhaus Institutes die weltweit umfassendste und detaillierte Erfassung von hoch energieeffizienten Gebäuden dar. Waren 2012 noch 85% aller dokumentierten Objekte aus Deutschland, sind es 2018 nun 52%. Österreich folgt mit 22,5% und Frankreich mit 6%, während 19,5% der Objekte auf alle übrigen 44 Nationen entfallen. Ein Beleg, dass dieser 1991 in Deutschland vom Passivhaus Institut entwickelte Standard mittlerweile weltweit über alle Klimazonen erfolgreich zur Umsetzung kommt. Trotzdem sind derzeit jedoch nur 5 bis 10 Prozent aller weltweit existierenden Passivhäuser überhaupt in der internationalen Passivhaus-Datenbank erfasst. In vielen Ländern bestehen eigene nationale Datenbanken, deren Daten nicht oder nur begrenzt mit der weltweiten Datenbank kompatibel sind. 

Österreichs Gemeinden und Städte nehmen in allen Größenklassen die Spitzenplätze ein: (Wertung in Quadratmeter dokumentierter Energiebezugsfläche Passivhaus pro Einwohner) Der Weltmeister ist die Gemeinde Krumbach in Vorarlberg mit stolzen 5,63 Quadratmeter dokumentierter Energiebezugsfläche Passivhaus pro Einwohner. Damit ist das Passivhaus in Krumbach bereits allgegenwärtig. Innsbruck führt mit Abstand unter den Landeshauptstädten sowie den Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern. Mit 1,22 Quadratmeter dokumentierter Energiebezugsfläche Passivhaus pro Einwohner liegt Innsbruck gleich um den Faktor Fünf vor Frankfurt und Wien mit 0,26 und 0,24 m2/EW. Bis 2020 wird Innsbruck die Fläche an Passivhäusern verdoppeln. Wien wiederum weist mit knapp 455.000 Quadratmeter dokumentierter Energiebezugsfläche die mit Abstand größte Fläche aus, gefolgt von Frankfurt mit 191.000 m2 und Innsbruck mit 162.000 m2.