FREITAG, 20. DEZEMBER 2019 – MORNING BRIEFING

Deutsche Bauindustrie könnte langsamer wachsen – Hotels in Wien steigern Umsätze – Airbnb ist kein Immobilienmakler

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Deutschland: Preisbereinigtes Umsatzplus könnte auf ein Prozent sinken – Wien: Mehr Nächtigungen, höherer Umsatz – International: EuGH erklärt, Airbnb ist kein Makler

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morning briefing Hotels Airbnb Bauwirtschaft

Jahresausblick

Der Hauptverband der Bauindustrie (HDB) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) erwarten ein langsameres Wachstum der deutschen Bauindustrie im nächsten Jahr. Im ablaufenden Jahr wird das nominale Umsatzplus im Bauhauptgewerbe, so die Prognose, bei 8,5 Prozent, preisbereinigt bei drei Prozent liegen. Für 2020 spricht man nun von einem nominalen Umsatzplus von 5,5 Prozent, preisbereinigt von einem Prozent. Der Umsatz würde damit auf 145 Milliarden Euro steigen, nachdem er dieses Jahr auf geschätzte 137,2 Milliarden Euro gestiegen ist.

Jahresrückblick

Laut einer Aussendung von Wien-Tourismus gibt es im Jahr 2019 bisher im Jahresvergleich ein Nächtigungsplus von Touristen in der Hauptstadt – was auch die Hotelbranche positiv zu spüren bekommt. Von Jänner bis November gab es 15,9 Millionen Übernachtungen, was einem Plus von 6,9 Prozent entspricht. Zwischen Jänner und Oktober steigerten Wiener Hotels damit den Umsatz um 15,6 Prozent auf 826,6 Millionen Euro. Auch zuletzt – im Oktober und November – wurden etwas mehr Nächtigungen gezählt als in den Vorjahresmonaten und für die Hotels stiegen die Umsätze im Oktober um 0,4 Prozent.

Lichtblick oder das Gegenteil?

Im Streit mit Frankreich hat der Zimmervermittler Airbnb vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) einen Sieg errungen. Das Gericht entschied gestern, Donnerstag, dass die US-Firma als App-Anbieter zu sehen sei und nicht als Immobilienmakler. Der französische Tourismusverband AHTOP hatte gegen Airbnb Beschwerde eingelegt, das Unternehmen sei als Wohnungsmakler tätig und falle damit unter die dementsprechenden nationalen Regeln. Airbnb bestritt den Vorwurf stets und begrüßte nun das Urteil des EuGH, der im Wesentlichen die Argumente des Unternehmens akzeptierte. Das Urteil könnte weitreichende Konsequenzen haben, zumal Paris 2024 Austragungsort der Olympischen Spiele sein wird und das IOC zugestimmt hat, Airbnb für die Unterbringung während der Veranstaltung zu fördern. (apa/red)

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