Kurz gesagt: Durch aktives und einfühlsames Zuhören. Aber wie geht das?
Zuhören bleibt wirkungslos, wenn es nicht sichtbar wird. Verständnis entsteht nicht allein durch innere Aufmerksamkeit, sondern durch Signale nach außen.
Dazu gehört zunächst, Reaktionen zu zeigen. Mimik, Gestik, Nicken oder kurze verbale Rückmeldungen wie „verstehe“, „mhm“ oder „okay“. Diese Signale zeigen: Ich bin da, ich folge dir.
Hilfreich ist auch, Argumente oder Stichworte zu notieren. Das entlastet den eigenen Kopf und verhindert, dass man ständig innerlich wiederholt, um nichts zu vergessen. Gleichzeitig signalisiert es Wertschätzung.
Entscheidend ist jedoch die innere Haltung. Den anderen wirklich verstehen zu wollen – nicht um ihn zu überzeugen, sondern um seine Sicht nachzuvollziehen. Stephen R. Covey hat diesen Gedanken prägnant formuliert: erst verstehen, dann verstanden werden. Solange dieser erste Schritt nicht gelingt, ist jeder Versuch, die eigene Sicht einzubringen, verfrüht.
Ein starkes Werkzeug sind Verständnisfragen. Nicht suggestiv, nicht wertend, sondern klärend: „Habe ich das richtig verstanden, dass …?“ Oder: „Was war dir in dieser Situation besonders wichtig?“ Solche Fragen vertiefen das Gespräch und verhindern Fehlinterpretationen.
Das Paraphrasieren – also das Zusammenfassen in eigenen Worten – ist schließlich eines der klarsten Signale von Verständnis. Wer das Gesagte strukturiert wiedergibt, zeigt nicht nur Aufmerksamkeit, sondern überprüft gleichzeitig, ob das Verstandene mit dem Gemeinten übereinstimmt.