Gemeinnützige in Tirol : Bauvolumen von 410 Millionen Euro im Vorjahr

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Die Rekordsumme von 410 Mio. Euro Bauvolumen setzte sich aus rund 355 Mio. Euro für den Neubau sowie rund 55 Mio. Euro für Sanierungen zusammen.

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Die positive Entwicklung sei indes nur aufgrund der konstanten Rahmenbedingungen in der Tiroler Wohnbauförderung des Landes möglich, hielt der Geschäftsführer der Tiroler Gemeinnützige Wohnungsbau und Siedlungs Ges.m.b.H. (Tigewosi) fest. In den nächsten zwei Jahren sei jeweils ein Bauvolumen von 360 Mio. Euro budgetiert worden.

Im Jahr 2024 hatte das Volumen indes noch 370 Mio. Euro betragen, während 1.551 Wohnungen errichtet worden waren. Trotz der Krise des gewerblichen Wohnbaus in weiten Teilen Österreichs - auch im gemeinnützigen Sektor - stemme sich Tirol erfolgreich dagegen und hebe sich im Ländervergleich mit einer weiterhin stabilen Entwicklung fürs laufende Jahr positiv ab, sagte GBV-Obmann Edgar Gmeiner. Man habe im vergangenen Jahr insgesamt 930 Mietwohnungen fertiggestellt und 240 Wohnungen übereignet. Die Rekordsumme von 410 Mio. Euro Bauvolumen setzte sich aus rund 355 Mio. Euro für den Neubau sowie rund 55 Mio. Euro für Sanierungen zusammen.

 

Für 2026 rechneten die gemeinnützigen Bauträger  mit 64 Projekten in 52 Tiroler Gemeinden. Damit entstehe neuer Wohnraum für rund 3.000 Bewohnerinnen und Bewohner, berichtete Gmeiners Stellvertreter Alexander Zlotek. 
Gleichzeitig verwies dieser auf die Bedeutung von Sanierung und Instandhaltung. Der Gebäudebestand müsse "klimafit" gemacht werden, unter anderem durch Dekarbonisierung, effizientere Heizsysteme und höhere Energieeffizienz. Dennoch müsse die Umsetzung sozial verträglich bleiben.

Der Obmannstellvertreter verwies in der Diskussion über Baukosten auf mögliche Vereinfachungen bei Standards und Abläufen. Man müsse prüfen, welche Vorgaben in der Praxis Kosten auslösten und ob Entbürokratisierung möglich sei, sagte Zlotek: "Es ist jedenfalls nicht realistisch, aus einem Oldtimer ein modernes Elektrofahrzeug zu machen." Die ein oder andere Vorgabe müsse "entrümpelt" werden, damit sich die Baukosten wieder entspannen können - etwa bei engen Standards zu "Raumhöhen, Wohnungsgrößen oder der Barrierefreiheit bei Bestandsgebäuden".

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