Österreich

Wienerberger weitet Nachhaltigkeitsfokus auf Finanzierung aus

Heimo Scheuch Wienerberger 2017
© thomastopf.com

Bei der Wienerberger Gruppe ist Nachhaltigkeit

Bestandteil der Unternehmensstrategie. Mit intelligenten Lösungen für die

Gebäudehülle und Infrastruktur stellt sich der Konzern

den globalen Herausforderungen wie Klimawandel,

Ressourcenverknappung, Urbanisierung und demografischer Wandel.

Wienerberger hat es sich unter anderem zum Ziel gesetzt, den

Energieverbrauch in der Produktion stetig zu reduzieren und noch

stärker auf die Kreislaufwirtschaft zu setzen. Das heißt, Reststoffe

aus dem Produktionsprozess sowie aus externen Quellen wieder in

den Produktionsprozess einzubringen.

Diese Orientierung wird nun auch auf die Finanzierung ausgeweitet, sagt Wienerberger-CEO Heimo Scheuch: „Als Wienerberger übernehmen wir seit Beginn unserer Unternehmensgeschichte vor 200 Jahren Verantwortung für Generationen.

Diese Verantwortung wollen wir verstärkt für unsere gesamte

Wertschöpfungskette tragen, nicht nur im operativen Geschäft sondern

auch bei der Unternehmensfinanzierung.“

Die Refinanzierung der im April 2020 auslaufenden

4%-Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 300 Mio. € wird

frühzeitig gesichert. 130 Mio. € werden durch die Nutzung liquider

Mittel zurückbezahlt. Die Refinanzierung der restlichen 170 Mio. €

erfolgt mit einem Zinssatz von unter 1 % zu äußerst attraktiven

Konditionen. Die jährlichen Finanzierungskosten der Gruppe werden

damit um rund 10 Mio.€ gesenkt und das Fälligkeitsprofil durch

Rückzahlungen in den Jahren 2022-2027 deutlich verbessert.

Wienerberger setzt dabei erstmals auf eine

nachhaltigkeitsorientierte Finanzierungsform. Bei der Refinanzierung

handelt es sich um einen Bankkredit eines Bankenkonsortiums, der über

die Oesterreichische Kontrollbank refinanziert wird. Die Verzinsung

des Kredits ist neben der üblichen Bindung an finanzielle Kennzahlen

an ein Nachhaltigkeitsrating gekoppelt. Eine Verbesserung der

Nachhaltigkeits-Performance der Wienerberger Gruppe führt damit

direkt zu geringeren Finanzierungskosten.

„Mit unserer ersten grünen Finanzierung stärken wir unsere Bilanz

und bekennen uns einmal mehr zur Nachhaltigkeit. Auch in 2020

arbeiten wir mit voller Kraft an der Umsetzung unserer Strategie und

profitieren davon nun auch bei unseren Finanzierungskosten“,

erläutert Scheuch.