Vorwurf "versuchter Intervention" in Italien : Strafprozess gegen Rene Benko startet
mmobilieninvestor Rene Benko muss sich am kommenden Freitag (2. November) am Straflandesgericht Wien verantworten. Gerichtssprecherin Christina Salzborn bestätigte auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung "Die Presse".
Benko und seinem Steuerberater wird das Verbrechen "der versuchten verbotenen Intervention" in einer Steuersache in Italien vorgeworfen. Für beide Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung. Die Causa wurde im Zuge der Ermittlungen gegen den ehemaligen kroatischen Premier Ivo Sanader ins Rollen gebracht.Den Prozess wird Richterin Marion Zöllner leiten.Der Vorwurf: Sanader, der mittlerweile selbst in Kroatien vor Gericht steht, sollte mit seinen Kontakten nach Italien ein Steuer-Berufungsverfahren einer italienischen Projektgesellschaft der Signa Holding (Signa 03) beschleunigen und dafür sorgen, dass es zugunsten der Benko-Firma ausgeht.Laut Medienberichten sollte für diesen Dienst zwischen dem Steuerberater und Sanader ein Erfolgshonorar in Höhe von 150.000 Euro schriftlich vereinbart worden sein. Benko weist alle Vorwürfe zurückFür die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat Benko den Steuerberater "im Wissen um die Pflichtwidrigkeit des begehrten Verhaltens des italienischen Amtsträgers" zu dem Vorgehen angestiftet.Benko betonte damals, dass weder er selbst noch seine Firma diese Vereinbarung mit Sanader getroffen hätten bzw. diese ihnen auch nicht bekannt sei. (apa/pm)