Gemeindebau

Stadt Wien will 2.000 neue Wohnungen bauen

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In Wien werden künftig wieder Gemeindebauten entstehen. Das kündigte Bürgermeister Michael Häupl im Zuge der SPÖ-Klubtagung im burgenländischen Rust an. Konkret sollen - bewährt sich das Pilotprojekt in Wien-Favoriten - 2.000 neue Gemeindewohnungen geschaffen werden. Das lässt sich die Stadt per "Sondertopf" für die kommende Wahlperiode 25 Millionen Euro kosten.

Die Stadt wird dabei die Grundstücke zur Verfügung stellen. Neue Ankäufe seien dafür nicht nötig, man könne aus den "erheblichen" Reserven schöpfen, erklärte Häupl.

Den Bau übernimmt dann eine eigens eingerichtete "Gemeindewohnungserrichtungsgesellschaft". An dieser soll zu 51 Prozent die zur Wien Holding gehörende und damit im Eigentum der Stadt stehende Gesiba beteiligt sein, 49 Prozent wird Wiener Wohnen übernehmen, wie Finanzstadträtin Renate Brauner präzisierte.Gegen die befristeten Mieten des Marktes"Wichtig ist nicht, was drauf steht, sondern für die Menschen ist das Wichtigste: Was zahle ich?", so Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Daher sollen die neuen Gemeindewohnungen keine Befristungen, keine Kautionen sowie die "niedrigste Miete, die es in der Stadt überhaupt gibt" haben, also maximal 7,50 Euro brutto, schilderte Ludwig. Zudem wird es bei diesen Wohnungen keinen Eigenmittelbeitrag geben. Die Vergabe übernimmt Wiener Wohnen.Zusätzlich zur Wohnbauförderung Die 25 Millionen Euro "Sondertopf" wird es zusätzlich zur Wohnbauförderung geben, betonte Brauner. Der Topf soll vor allem den Baukostenzuschuss finanzieren, der sonst meist aus den Eigenmitteln der zukünftigen Mieter bestritten wird: "Wenn er nachgefüllt werden muss, dann wird er nachgefüllt", so die Finanzstadträtin. Erstes Projekt auf dem ehemaligen AUA-Gelände Sollte sich der "Versuch" am ehemaligen AUA-Gelände in der Fontanastraße 1 bewähren, seien rund 2.000 neue Wohnungen geplant, meinte der Bürgermeister. In den kommenden fünf Jahren werde jede zehnte geförderte Wohnung eine Gemeindewohnung sein, hieß es.Zu den konkreten Standorten wollte Häupl sich jedoch noch nicht äußern: "Das erzählen wir Ihnen jedes Mal von Neuem, damit es eine schöne Fortsetzungsgeschichte ist." Der "Gemeindebau Neu" soll nicht das Ende der derzeit forcierten Smart-Wohnungen bedeuten. "Das wird es nebeneinander geben", so Ludwig. Denn man habe durchaus gute Erfahrungen mit gemeinnützigen Bauträgern gemacht.