Vorzeigeprojekte der Bauwirtschaft 2025 : Neue Mautstellen-Infrastruktur der Asfinag für Österreich

Mautstelle Arlberg

Die Anlage am Arlberg konnte im November 2024 nach Abschluss der Arlberg-Tunnelsanierung vollständig erneuert unter Verkehr gehen.

- © Asfinag

Den Beginn machte der Mautstellenkorridor der A 9 Pyhrnautobahn mit den
Standorten Bosruck und Gleinalm. Nach Fertigstellung des neuen Systems der auch schrankenlosen Abfertigungsspur – für die sogenannte Digitale Streckenmaut – ging es daran, auch die weiteren Infrastrukturelemente
technisch und funktional zu optimieren sowie in ein zeitgemäßes
Erscheinungsbild umzusetzen. Die Grundlage: ein Architekturwettbewerb, ein maßgebliches Format zur baukulturellen Weiterentwicklung.

Das Siegerprojekt der Bietergemeinschaft DI Elisabeth Plank und DI Rolf Neustädter überzeugte durch die Kombination aus Architektur, Funktionalität, Nachhaltigkeit und künftiger Anpassbarkeit.

Die Mautstelle Gleinalm wurde bereits im Oktober 2024 erfolgreich in Betrieb genommen. Die Mautstelle Bosruck befindet sich aktuell in Umsetzung und wird 2026 fertiggestellt. Die Anlage am Arlberg konnte wiederum im
November 2024 nach Abschluss der Arlberg-Tunnelsanierung vollständig erneuert unter Verkehr gehen. Für die Maßnahmen haben wir strategisch jeweils die erforderlichen Tunnelsperren in den Jahren 2023 und 2024 genutzt,
sodass kein Provisorium zur Aufrechterhaltung des Mautbetriebs erforderlich war. 

Auch die weiteren Mautstellenkorridore A 10 Tauern-, A 11 Karawanken- und A 13 Brennerautobahn werden seitens der Asfinag im Sinne der zukunftsfitten Infrastruktur erneuert und in architektonischen Einklang gebracht.

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Die Mautstelle Gleinalm wurde im Oktober 2024 erfolgreich in Betrieb genommen. - © Asfinag

Digitalisierung im Fokus

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Thema Digitalisierung. Unser Ziel ist es, österreichweit an unseren Hauptmautstellen neben den „manuellen“ Abfertigungsspuren das schrankenlose Abfertigungssystem weiter zu
implementieren. Mit digitalem Streckenmaut-Produkt vorausgerüsteten
Kundinnen und Kunden wird eine flüssige Durchfahrt ohne Schranken ermöglicht, da das hinterlegte Kennzeichen digital erfasst wird.

Ökologie und Nachhaltigkeit am Beispiel A 9


• Neubau Gleinalm und Aufstockung Bosruck sind Niedrigenergie-Gebäude,
Holz ist der wesentliche Baustoff

• Die Anlagen sind mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet, die auch neue
E-Ladestationen für den eigenen E-Fuhrpark speisen.

• Die Mautkabinen der Mitarbeitenden sind energie- und schalloptimiert.

• Raus aus dem Öl: Das Gebäude beim Gleinalm erhielt eine Luft-Wärme-
Pumpe, beim Bosruck kommt ein Biomasseheizwerk.

• Die Dachkonstruktionen der neuen Mautspangen sind in Holzbauweise errichtet, beim Bosruck wird die Fassade in Holz ausgeführt.

• Die Stahlkonstruktion des Provisoriums für Umbauten ist ein „Baukastensystem“, damit sie mehrmals zerlegt und wieder aufgebaut werden kann. So kann diese Konstruktion bei mehreren Mautstellen-Erneuerungen
verwendet werden.

• Bereits bei der Ausschreibung wurde auf ökologische und soziale
Qualitätskriterien besonders großer Wert gelegt: Zertifizierungen in den
Bereichen Ökologie- und Umweltstandards sowie Beschäftigung von
Lehrlingen wurden zusätzlich positiv bewertet.