In Österreich gibt es Anbieter wie Commod Haus, McCube oder Microloft, die alle unterschiedliche Ansätze verfolgen. Mit dem Produkt McIron setzt McCube aus Niederösterreich wie viele Designer auf der ganzen Welt auf alte Schiffscontainer als Basis. Der umgebaute Kasten kommt auf 23,5 Quadratmeter Wohnfläche, wird für bis zu zwei Personen empfohlen und ist auch transportfähig – natürlich auch per Schiff. Auf Küche und Bad muss dabei nicht verzichtet werden.
https://youtu.be/OBI9qG5fZQU
Hinter der Container-Wahl stand natürlich auch der Recycling- beziehungsweise Upcycling-Gedanke, erklärt Oliver Pesendorfer, Gründer von McCube. Das Fertighausunternehmen setzt auch neben McIron auf kleine Wohnflächen, smarte Raumplanung und die Möglichkeit der Hausmitnahme – nur eben nicht in Containerform. „Die Akzeptanz, in Metall zu wohnen, ist natürlich nicht so groß wie bei Holz“, sagt Pesendorfer. „Aber würden wir jetzt etwa mit Sandwichplatten bauen, wäre das ökologisch überhaupt nicht, was wir wollen.“
Ob das Tiny House eine Lösung für den Wohnungsmangel in Großstädten ist, bleibt fraglich. Schließlich braucht es immer noch Platz, das Haus irgendwo hinzustellen. „Im Moment ist das Konzept in Österreich noch zu wenig bekannt und angenommen. Unsere Kunden sind eher an der Vermietung interessiert, zum Beispiel als Arbeiterunterkünfte. Und viele glauben, bei einem Tiny House ist die Rede von 60 Quadratmetern – das ist natürlich zu groß“, so Pesendorfer. Aber dass die Idee immer mehr im Kommen ist – davon ist er überzeugt.
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