Ecophon versucht genau an diesem Punkt, nicht gegen Architekten zu arbeiten, sondern an ihren Sinn für Design zu appellieren. Seit genau zehn Jahren gibt es von diesem Anbieter Deckensegel, Neuheiten kommen mit integrierter Beleuchtung etwa nach. Der schallabsorbierende Kern besteht aus Glaswolle. Das Material sei umweltverträglich und brandschutztechnisch eine gute Lösung. Geforscht wird bei Ecophon daher nicht an möglichen Ersatzmaterialien, sondern vielmehr an einer stetigen Verbesserung der Glaswolle für mehr Absorbation. Die Deckensegel könnten gerade in Großraumbüros etwa nicht nur für Akustikzwecke, sondern auch für die Orientierung eingesetzt werden, meint David Lasselsberger. „Die Decke sieht man ja immer. Hier kann man zum Beispiel verschiedenen Bereichen verschiedene Farbtöne geben und damit dem Raum eine Orientierung geben.“
Generell gilt: Jede akustische Lösung eignet sich für jeden Raum. Seine Größe und Form, seine Ausstattung, seine Funktion und wie viele Menschen sich tagtäglich darin aufhalten – all das spielt in der Wahl der Akustiklösung eine Rolle. „Nehmen wir ein Klassenzimmer von 63 Quadratmetern“, gibt Lasselsberger ein Beispiel. „Darin befinden sich 25 Schüler und es gibt Frontalunterricht. Hier sollten rund 60 Prozent der Grundfläche der Decke mit Deckensegeln ausgestattet werden, abgestimmt auf die Beleuchtung. Hinter der letzten Reihe werden noch Wandabsorber angebracht, um Reflexionen abzufangen.“ Auf welche Farbe und Form dann gesetzt wird, käme dann rein auf die Architektur an.
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