"Mit der Außenwand erst am Anfang"
Im modernen Trockenbau, so viel ist mehr als klar geworden, geht es ganz eindeutig immer mehr um qualifizierte Verarbeitung und aufeinander abgestimmte Produkte. Bernd Landsmann sieht es radikal: "Es geht gar nicht mehr anders als mit einem System, das man auf den Markt bringt und bei dem man auch dahinter ist, dass das so verbaut wird. Bei der Aquapanel-Platte sind wir meiner Meinung nach mit der Außenwand eher erst am Anfang. Es gibt da schon sehr schöne Projekte, auch in Österreich etwa mit der ÖAMTC-Zentrale, und da kommt noch mehr. Diese Bauweise etabliert sich jetzt schön langsam, beginnend bei den Bauphysikern. Die Bauweise ist schlank, schnell und aus einer Hand, es gibt also keine Gewerkeüberschneidung."
Dementsprechend sind die Verarbeiter mittlerweile in Österreich flächendeckend ausgebildet und zertifiziert worden. Diese Zertifikationswelle befindet sich im zweiten Jahr, in jedem Bundesland gibt es bereits mindestens zwei bis drei Trockenbaufirmen mit dem entsprechenden Knowhow.
Das nächste ganz große Projekt in Österreich ist das Triiiple in Wien mit den großen Themen Luftschallschutz, Brandschutz und - siehe Norddeutschland - den extremen Windlasten im Donautal. Da das Gebäude zum Zeitpunkt der Reise noch nicht einmal ausgeschrieben war, war die Frage naheliegend, wie das denn geht: dass man schon weiß, was Knauf liefert, aber noch nicht, wer es baut? Landsmann: "Stimmt, die Ausschreibung erfolgt jetzt erst im Sommer.
Aber Knauf war in der Vorplanung schon beim Investor vorstellig bzw. hatte der Investor schon vom Landmark Tower mitbekommen, was da gemacht wurde. Und Bauzeit ist ein Riesenthema. Das ist dann zum Planer und zum Bauphysiker durchgesickert und es wurde alles so geplant, dass es gar nicht anders gebaut werden kann." (Thomas Pöll)