Bautrends

Worauf Architekten bei ihren Projekten im Jahr 2018 schauen

Vom digitalisierten Blueprint über intelligente Haushalte bis hin zu grünen Mauern – der Bau ist von Modernität und Nachhaltigkeit geprägt. Neun Trends, die sich 2018 durchsetzen werden.

Von
Bild 1 von 9
© ArTo - stock.adobe.com

1. Oberflächlichkeiten

Wenn es ums Bauen geht, zählen nicht nur die inneren Werte. Eine Hausfassade, die den Bewohner vor Wind und Wetter schützt, ist heute bloß die Mindestanforderung. Auch Fassaden können nämlich aus recyceltem Material, wie beispielsweise Glasfasern, geschaffen werden und so einen Beitrag zum nachhaltigen Bauen leisten.

Tipp: Benutzen Sie die linke bzw. rechte Pfeil-Taste Ihrer Tastatur um durch die Fotostrecke zu navigieren.
© ArTo - stock.adobe.com

1. Oberflächlichkeiten

Wenn es ums Bauen geht, zählen nicht nur die inneren Werte. Eine Hausfassade, die den Bewohner vor Wind und Wetter schützt, ist heute bloß die Mindestanforderung. Auch Fassaden können nämlich aus recyceltem Material, wie beispielsweise Glasfasern, geschaffen werden und so einen Beitrag zum nachhaltigen Bauen leisten.

© VÖB

2. Nachhaltigkeit rundum

Auch bei Materialien abseits der Hauswand wird stärker auf Nachhaltigkeit gesetzt. Und diese beginnt schon vor dem Bau wenn der Energieverbrauch bei Produktion und Transport der Baustoffe bewusst reduziert wird. Es wird auch immer öfter darauf geachtet, Materialien zu verwenden, die im Abtragungsfall nicht auf dem Sondermüll landen müssen. So gehören zum Beispiel asbesthaltige Dämmungen schon der Vergangenheit an.

© Overtec

3. Stark und schön

Ein immer beliebterer neuer Baustoff ist Carbonbeton. Das Material aus leichten, dünnen Kohlenstofffasern ist langlebig und hat die sechsfache Tragfähigkeit von Stahlbeton bei einem Viertel dessen Dichte. Carbonbeton soll daher Stahlbeton nach und nach ersetzen, wie aktuelle Projekte zeigen – nicht nur im Bau, auch in der Instandhaltung. 2016 mit dem Zukunftspreis der Uni Dresden ausgezeichnet, spricht der leichte Stoff sogar Ästhetiker unter den Architekten an.

© ah_fotobox - stock.adobe.com

4. Hoch-hinaus-Haus

Als sehr nachhaltig erweist sich der älteste Baustoff der Welt: Holz. Dass Holzhäuser sich nicht nur am Land finden und auch nicht klein und wackelig sein müssen, zeigen Großstädte mit Holzhochhaus-Projekten auf der ganzen Welt. Der natürliche Stoff hat den Vorteil, immer wieder nachzuwachsen und kann mittlerweile feuerfest gemacht werden. Damit sind den Holzhäusern nach oben hin keine Grenzen mehr gesetzt – was momentan jährlich mit neuen Höhenrekorden bewiesen wird.

Mehr zu den höchsten Holzgebäuden der Welt finden Sie hier: https://solidbau.at/a/das-sind-die-fuenf-hoechsten-holzgebaeude-der-welt

© schulzfoto - stock.adobe.com

5. Pilz statt Plastik

Bei der Entwicklung neuer Dämmstoffe wird besonders auf den energieeffizienten Nutzen geachtet. Ein neues Material aus unterirdisch wachsenden Pilzen gilt hier als vielversprechend. Dank der Dichte des Dämmmaterials soll dieses auch nach bestimmten Beimischungen als Baustoff eingesetzt werden – eine natürliche und umweltschonende Alternative zu Styropor und anderen Kunststoffen.

© Halfpoint - stock.adobe.com

6. Smarte Erbauer smarter Häuser

„Smart Home“ ist immer mehr Menschen ein Begriff und auch Verlangen. Der in Richtung Gebäudeautomatisierung und Energiesparen gehende Trend hat bereits Smart-Home-Pakete auf den Markt gebracht. Gebäudeautomatisierung wird auch immer öfter bereits im Bau berücksichtigt. Das erleichtert die Optimierung des smarten Netzwerkes.

© Chlorophylle - stock.adobe.com

7. BIM-Bau

Die digitale Planung vor dem Bau erleichtert Maßanfertigungen von kleinsten Bauelementen und unterstützt Architekten vom ersten Entwurf an. So wird im Endeffekt der Bau sicherer gestaltet und viel Zeit gespart. Kein Wunder also, dass BIM immer mehr zum Standard und ab 2020 in Deutschland bei öffentlichen Projekten sogar Vorschrift wird. Mit dem Wunsch nach Nachhaltigkeit und Smart Homes werden Bauvorhaben zunehmend komplexer und digitale Hilfe immer nötiger.

© artfocus - stock.adobe.com

8. Grüner Beton

Wenn in der Stadt kein Platz für einen ebenen Garten ist, dann wächst er eben vertikal. Begrünte Hauswände gehen weit über Efeuüberwucherungen hinaus. Vertikale Gärten kühlen die Hauswände und machen den Bewohnern den Sommer spürbar erträglicher. Das wiederum reduziert den Gebrauch von Klimaanlagen und schont so die Umwelt. Die grünen Mauern nehmen auch keinerlei Platz weg, wachsen sie doch an den einzigen Stellen der Städte, an denen nicht mehr gebaut werden kann. Einen weiteren großen Vorteil zeigt eines von vielen aktuellen Projekten dieser Art: Pflanzen werden die 20 Stockwerke des Agora Garden Tower in Taipeh nicht nur verschönern, sondern auch jährlich 130 Tonnen CO² absorbieren.

© KB3 - stock.adobe.com

9. Bungalows

Nicht ganz neu, aber schön wiederbelebt ist der Bungalow-Baustil. In einem Zeitalter, in dem Häuser immer höher hinaus wollen, lässt sich das leicht erklären: Die stufenlose Offenheit auf einer einzigen Ebene eignet sich besonders für Familien mit kleinen Kindern und ältere Menschen. Große Glasflächen, durch die man idealerweise auf einen Garten blicken kann, sind für viele ästhetisch ansprechend – mit moderner Heiztechnik und guter Isolierung können sie auch den großen Wärmeverlust früherer Bungalow-Projekte ausgleichen.