Österreich

Wiener Stadterneuerungspreis 2020/21: 10 Top-Projekte ausgezeichnet

Den Wiener „Güteziegel“ in Gold gibt es für die Bauprojekte „SMART BLOCK, Geblergasse 11 + 13, 1070“ „Porzellangasse 36, 1090“ und „Traungasse 12, 1030“.

Stadterneuerung Wien

Eine hochkarätig besetzte Fachjury kürte zehn Siegerprojekte in den Kategorien „Pionierleistung“, „Wiener Meisterleistung“ und „Bravour Leistung“ und vergab auch einen Sonderpreis. Auf Grund der durch die Corona-Situation bedingten Absage im Jahr 2020 nahmen heuer 37 Projekte am renommierten Branchenaward teil. Mit der 35. Ausgabe des Wiener Stadterneuerungspreises holt die Landesinnung Bau Wien erneut ausgezeichnete und das Wiener Stadtbild prägende Revitalisierungsprojekte vor den Vorhang. Dabei werden die umfassende Expertise von Planern und ausführenden Bauunternehmen – darunter zahlreiche Wiener Baumeister – gewürdigt und Trends und Innovationen bei Sanierungen veranschaulicht. 

Gold „Pionierleistung“: Pilotprojekt „SMART BLOCK, Geblergasse 11 + 13, 1170“
In der Kategorie „Pionierleistung“ wurde das Pilotprojekt „SMART BLOCK“ in der Geblergasse 11 + 13 in Wien-Hernals mit dem Wiener „Güteziegel“ in Gold ausgezeichnet. Bei diesem Revitalisierungsprojekt entstand das erste nachhaltige Anergienetz in einem gründerzeitlichen Häuserblock. Es basiert auf dem Forschungsprojekt „Smart Block“ und „Smart Block II Energy“, das durch Arch.in Mag.a Jutta Wörtl-Gössler und Arch.in Mag.a Uli Machold konzipiert und von der Stadt Wien (MA50, MA20) sowie dem Umwelt- und Energiefonds gefördert wurde. Durch liegenschaftsübergreifende Gemeinschaften sollen dabei bessere Resultate bei Energie-, Freiraum- und Mobilitätsversorgung erreicht werden.
Auf Grundlage dieses wissenschaftlichen Konzepts wurde das Projekt in Abstimmung mit dem Wohnfonds Wien sowie durch Kooperation der Eigentümer ermöglicht, durch Zeininger Architekten, Hollinsky & Partner ZT-GmbH, TB Käferhaus GmbH sowie Prause iC ZT-GmbH geplant und von Profitbau GmbH sowie SOLO Bau KG realisiert – ganz im Zeichen einer aktiven Energiewende.

Gold „Wiener Meisterleistung“: Porzellangasse 36, 1090
In der Kategorie „Wiener Meisterleistung“ konnte sich das Projekt „Porzellangasse 36“ im 9. Wiener Gemeindebezirk durchsetzen. Das Revitalisierungsprojekt überzeugt mit einzigartiger Kombination aus traditionellem Handwerk und dessen moderner Interpretation. Die denkmalgeschützte Wohn- und Geschäftsimmobilie aus der Gründerzeit befindet sich im Besitz der PUBA Privatstiftung, die einen besonderen Fokus auf sorgsame und umfangreiche Revitalisierung auf höchstem Niveau legte.
Die Planung übernahm Praschl-Goodarzi Architekten. Die originalgetreue Sanierung fand in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt sowie zahlreichen Restauratoren statt und wurde von Baumeister Rudolf Denk Gesellschaft m.b.H. realisiert. Gefördert wurde die Restaurierung der straßenseitigen Fassade vom Wiener Altstadterhaltungsfonds.

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Gold „Bravour Leistung“: Traungasse 12, 1030
Das Projekt „Traungasse 12“ im 3. Wiener Gemeindebezirk konnte in der Kategorie „Bravour Leistung“ die Fachjury am meisten überzeugen. Das ehemalige Bürohaus ist in den 1960er Jahren vom bekannten Wiener Architekten Harry Glück in Stahlbetonskelettbauweise errichtet worden und wurde nun von BWM Architekten im Auftrag der WertInvest als modernes Wohnhaus mit plastischer Fassadengestaltung revitalisiert.
Das Sanierungsprojekt umfasste unter anderem die komplette Neugestaltung der Fassade mit Loggien und Austritten für die Fassadenbegrünung zur Aufwertung von Wohn- und Stadtraum. Bauausführendes Unternehmen war AY-KA Bau GmbH. Im Zuge der Realisierung erfuhr das Objekt im 3. Wiener Gemeindebezirk eine vollständige bauliche Transformation in eine hochwertige, moderne Wohnimmobilie.

Sonderpreis für „Schwimmende Gärten“
Mit den „Schwimmenden Gärten“ der Kaiserbadschleuse am Wiener Donaukanal wurde im Rahmen des Wiener Stadterneuerungspreis 2020/21 erstmals ein Sonderpreis für ein herausragendes Projekt vergeben, das auf innovative Weise neue Erholungsflächen mitten in Wien schafft.
Die Kaiserbadschleuse wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebaut, um den Donaukanal schiffbar zu machen. Im Sommer 2020 erfolgte der Umbau sowie die Erschließung für die Öffentlichkeit der Schleuseninsel im Auftrag der Stadt Wien durch die STRABAG AG als Generalunternehmerin nach dem Vorbild der „Schwimmenden Gärten“ an der Pariser Seine. Die Schleuseninsel wurden mit Sitzlandschaften aus Holz, neuen Bodenbelägen sowie Pflanzeninseln ausgestattet. Die urbane Begrünung trägt im Sommer aktiv zu einem angenehmeren Stadtklima bei.

Mehr Informationen zum Wiener Stadterneuerungspreis 2020/21 und den Siegerprojekten sowie Bildmaterial zum Download finden Sie unter www.stadterneuerungspreis.wien (PM)