Bauprojekte

Welche Baustoffe wirklich dominieren

Welcher Baustoff zum Einsatz kommt, hängt ganz davon ab, was und wie hoch wir bauen. Wie unsere Wahl an Baumaterialien von der Gebäudeart bestimmt ist und welche Rolle Bauschutt spielt. Vergangenheit, Gegenwart und ein Zukunftsausblick.

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Ein Bauprojekt, das in unseren Breiten 2017 seine Fertigstellung hatte, wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf Basis Beton oder Ziegeln gebaut worden sein. Denn Beton ist und bleibt führender Baustoff im Nichtwohnbau und Ziegelsteine sind immer noch der Favorit im Wohnbau.

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Laut dem statistischen Bundesamt in Deutschland war der Ziegel letztes Jahr mit einem Anteil von 30 Prozent der am häufigsten verwendete aller Baustoffe im Wohnungsbau. Fertiggestellt wurden insgesamt 137,9 Millionen Quadratmeter Wohnraum.

Nicht zum Wohnen

Andere Formen von Immobilien machten 187,4 Millionen Quadratmeter in Deutschland aus und hier war das mit Abstand am häufigsten verwendete Baumaterial der Stahlbeton. Er kam auf 57 Prozent, wobei es 2016 noch um zwei Prozent weniger waren. Der Nichtwohnbau gliedert sich in viele Segmente, wobei Beton in allen bis auf landwirtschaftliche Betriebsgebäude der am meisten verwendete Baustoff war.

Kleiner bauen

Kleinere Wohngebäude – also Einfamilienhäuser und Zweifamilienhäuser – in Deutschland haben laut dem Marktforschungsinstitut Bau Info Consult nach Ziegel auch gerne Wände aus Porenbeton – 31,5 und 24,5 Prozent respektive. Porenbeton ist auch beim Bau von Wohnheimen der zweitbeliebteste Wandbaustoff im Neubau. Moderne Ziegel weisen eine niedrige Wärmeleitfähigkeit auf, für die Energieeinsparverordnung braucht es also keine zusätzliche Wärmedämmung. Porenbeton hat eine geringere Dichte als Ziegel und daher ein viel niedrigeres Gewicht. Er kann mit verschiedenen Tragekonstruktionen kombiniert werden und hat ebenfalls eine gute Dämmung

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Mehrstöckige Gebäude weisen als Wandbaustoff häufiger Kalksandstein oder Stahlbeton auf. Kalksandstein ist dem Porenbeton ähnlich und wird ebenfalls dampfgehärtet – doch er ist solide, ein besserer Schalldämpfer und hat eine hohe Drucktragfähigkeit. Er weist auch eine gute Ökobilanz auf, da er mit wenig Energieaufwand und ressourcenschonend hergestellt wird. Bei Mehrfamilienhäusern ist der Kalksandstein mit über 33 Prozent sogar noch beliebter als der Ziegel. Und auch der Stahlbeton ist ein beliebter Wandbaustoff bei Gebäuden mit mehreren Stockwerken – das liegt an seiner hohen Druckfestigkeit. Bei größeren Bauprojekten kommen aus diesem Grund auch Leichtbeton und Porenbeton praktisch gar nicht zum Einsatz. 

Ein Ausblick und Rückblick

Dass sich bei den beliebtesten Baustoffen 2018 etwas großartig verändern wird, steht zu bezweifeln – doch immerhin ging im ersten Quartal dieses Jahres die Betonproduktion in Deutschland schon um 6,7 Prozent gegenüber dem Vergleichzeitraum 2017 zurück. Traditionell ist allerdings das erste Quartal immer das schlechteste, wenn es um Transportbeton geht. Da die Auftragslage sehr gut ist, werden sich die Absätze also wahrscheinlich dementsprechend ändern. Die Zementimporte nehmen in Deutschland übrigens zu. Einer der wichtigsten Importeure ist dabei Österreich mit – auch wenn es nicht viel klingt – 0,1 Millionen Tonnen. 

© Javier Rubilar, CC BY-SA 2.0, https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacke_(Metallurgie)#/media/File:Caletones.jpg

Die Produktionsmengen von mineralischen Rohstoffen und Sekundärrohstoffen lassen sich durch die statistischen Landesämter derzeit bis 2016 verfolgen. 2016 wurden über 563 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe in Deutschland gefördert, also Steine-Erde-Rohstoffe. Sekundärrohstoffe machten im selben Jahr gut 95 Millionen Tonnen aus, was eine Substitutionsquote von 14,5 Prozent ergibt. 

Einst und heute

Die frühesten von Menschen verwendeten Baustoffe waren übrigens Holz, Lehm und Naturstein. Heute dominieren hingegen Massenrohstoffe wie Sand, Kies, Schotter und Kalk, um daraus einfache Verbrauchsstoffe wie Zement, Beton, Glas oder Stahl herzustellen. Das Recycling von Baustoffen ist in Österreich laut Experten recht gut entwickelt, Sekundärbaustoffe werden häufig eingesetzt. Das ist auch gut so, machen doch Baurestmassen noch ohne Bodenaushub den größten Teil vom Abfallaufkommen aus, nämlich 6,6 Millionen Tonnen oder zwölf Prozent – zum Beispiel Bauschutt,  Betonabbruch oder Asphalt. 

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