Österreich

Subfirmen-Skandal: Baufirma zahlt offene Forderungen

Die im Vision der Korruptionsstaatsanwaltschaft stehende Firma sieht darin aber kein Schuldeingeständnis.

Sareno Felbermayr Sozialdumping Österreich

Die im Visier der Korruptionsstaatsanwaltschaft stehende oberösterreichische Baufirma Sareno hat offene Lohnforderungen und gegnerischen Verfahrenskosten, insgesamt etwas mehr als 60.000 Euro, bezahlt, schreibt der "Standard". Das Gerichtsverfahren sei damit zu Ende. Der Vorwurf lautete auf Beschäftigung von Scheinfirmen, die keine Steuern und Sozialabgaben zahlten.

Sareno ist nach Eigenangaben Österreichs Marktführer bei der Wärmedämmung und gehört zum Kran- und Baukonzern Felbermayr. Die Arbeiterkammer hatte auf Zahlung offener Lohnforderungen von zehn Arbeitnehmern geklagt, die zwar offiziell für eine Firma "PDL" arbeiteten und dort nicht korrekt entlohnt wurden, dabei aber nach eigenen Angaben Arbeitskleidung und Anweisungen von Sareno erhielten.

Die Zahlung der 60.000 Euro von der Sareno sei keinesfalls als "Eingeständnis irgendeiner Schuld" zu bewerten, sagt der Leiter der Rechtsabteilung beim Sareno-Eigentümer Felbermayr, Thomas Schimpfhuber, dem "Standard". Die Sareno sehe sich als Opfer, weil sie eine Subfirma namens Setro mit den Arbeiten betraut habe. Dieses Unternehmen habe den Auftrag widerrechtlich und ohne Wissen der Sareno an die PDL weitergegeben. Die Zahlung sei lediglich ein Zeichen Sozialer Verantwortung der Sareno. (APA)