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Saint Gobain baut um und Stellen ab

Dazu gehört auch eine Trennung vom Baufachhandel.

Saint-Gobain Frankreich Deutschland

Konzernchef Pierre-Andre de Chalendar

Der französische Baustoffkonzern Saint-Gobain will sich von seinem deutschen Baufachhandel trennen. Ein Verkaufsprozess für das Geschäft sei eingeleitet worden, teilte der Konzern am Montag in Courbevoie mit. Der Bereich mit 220 Niederlassungen kam 2017 auf einen Jahresumsatz von rund 1,9 Mrd. Euro.

Saint-Gobain hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2019 Geschäfte mit einem Gesamtumsatz von mindestens 3 Mrd. Euro zu veräußern. Ebenfalls zum Verkauf gestellt wird das deutlich kleinere Geschäft mit Siliciumkarbid. Bereits vor einigen Tagen hatte das Unternehmen erklärt, einige Geschäfte in China zu verkaufen.

Außerdem kündigte Saint-Gobain einen weitreichenden Umbau an. Die Organisation soll erheblich vereinfacht werden, wie Konzernchef Pierre-Andre de Chalendar erklärte. Künftig soll es nur noch fünf Bereiche geben, Zwischenebenen werden herausgenommen. Damit erhofft sich der Konzern eine höhere Wettbewerbsfähigkeit, schnellere Entscheidungen und die Hebung von Synergien.

So will Saint-Gobain zusätzlich 250 Mio. Euro sparen. Zudem soll die Profitabilität durch die schlankere Struktur bis 2021 deutlich verbessert werden. Dabei wird es dem Konzernchef zufolge auch zu einem Abbau von Arbeitsplätzen kommen. Ein "signifikanter" Anteil von Stellen soll demzufolge wegfallen. (APA)