Infrastruktur

Porr baut neues Schwellenwerk in Serbien

Die europäische Entwicklungsbank EBRD und die Porr haben eine Kooperation in Serbien vereinbart. Der Baukonzern weitet damit sein Engagement im Eisenbahnmarkt Südosteuropas aus.

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Der heimische Baukonzern Porr AG erhält von der European Bank for Reconstruction and Development (EBRD) einen zweckgebundenen Kredit zur Errichtung eines Schwellenwerkes in der serbischen Stadt Svilajnac, etwa 100 Kilometer südlich von Belgrad.

Mit einer Produktionskapazität von 200.000 Stück Schwellen pro Jahr wird die Porr ihr Engagement im südosteuropäischen Eisenbahnmarkt weiter ausbauen. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt 5,6 Mio. Euro. Davon finanziert die EBRD 50 Prozent in Form eines Kredits mit einer Laufzeit von sieben Jahren.
 
Nach den bereis realisierten Eisenbahnprojekten in Serbien, Bosnien-Herzegowina "und hoffentlich bald auch in Mazedonien" werde das neue Werk den Ausbau des Korridor X der transeuropäischen Netze weiter beschleunigen, so Porr-Generaldirektor Karl-Heinz Strauss.

Schwellen für die Region

Er sei sehr froh "über die Kooperation mit einer internationalen Finanzinstitution wie der EBRD, deren oberstes Ziel die wirtschaftliche Entwicklung der Region ist."

Vor dem Hintergrund der unruhigen wirtschaftlichen Umfeldbedingungen äußerte sich auch der Vize-Bürgermeister der Stadt Svilajnac, Predrag Milanovic, anlässlich der Unterzeichnung des Vertrags in Wien positiv über die Investitionen von Porr und EBRD.

Das neue Werk werde neue Arbeitsplätze schaffen. Das Schwellenwerk auf dem Grundstück einer ehemaligen Schraubenfabrik verfügt über einen direkten Eisenbahnzugang, womit die Schwellen kostengünstig in der gesamten Region abgesetzt oder von der Porr direkt für weitere Eisenbahnvorhaben verwendet werden können.

Die 1991 gegründete Entwicklungsbank EBRD hat zum Ziel, die Entwicklung von Marktwirtschaften und Demokratien in Mitteleuropa und Zentralasien zu unterstützen, hinter ihr stehen 63 Länder und zwei zwischenstaatliche Institutionen als Anteilseigner. Inzwischen ist die Bank nach eigenen Angaben das größte Finanzinstitut der Region. (red)