Montag, 13. Januar 2020 – Morning Briefing

Immobilien in Cambridge ziehen allen davon – Neuer großer Bau im TFZ in Tulln – Deutschlands Immobilienwirtschaft und die E-Ladeinfrastruktur

Das Wichtigste des Tages in Kürze. England: Tech-Boom treibt Immo-Preise in Cambridge wie nirgends sonst – Niederösterreich: Investition in 3.000 zusätzliche Quadratmeter im TFZ – Deutschland: Regierung fördert privaten Ausbau von E-Ladestationen

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morning briefing Niederösterreich Immobilienwirtschaft

Tech-Sprung

Oxford und Cambridge mögen sich oft darüber streiten, wer nun die bessere Universitätsstadt ist, doch derzeit liegt Cambridge klar voran – zumindest bei Immobilienpreisen. In den letzten fünf Jahren sind diese hier nämlich um 18 Prozent gestiegen, in Oxford währenddessen nur um sechs Prozent. Zum Vergleich: In London sind sie währenddessen um zwölf Prozent gefallen. Für den Anstieg verantwortlich gemacht wird in erster Linie der Cambridger Boom im Wissenschafts- und Biotechnologiesektor, welcher zwischen 2000 und 2017 im Wert von rund neun auf 24 Milliarden Pfund gestiegen ist. Während sich viele Unternehmen ansiedelten, zogen auch immer mehr Menschen aus London zu. Die Infrastruktur der kleinen Stadt ist derweil mit dem Wachstum nicht mitgekommen.

3.000-Quadratmeter-Spatenstich

In Tulln investiert das Land Niederösterreich jetzt rund 13 Millionen Euro in das bestehende Technologie- und Forschungszentrum (TFZ). Derzeit gibt es drei Gebäude auf 5.000 Quadratmetern mit 18 Unternehmen und insgesamt 180 Beschäftigten – hinzu kommt jetzt ein High-Tech-Bau von 3.000 Quadratmetern für Technologieprojekte für die Wirtschaftsagentur ecoplus. 2022 soll der Bau fertig sein.

E-Immobilien

In Deutschland gibt es konkrete Pläne für den Ausbau des E-Ladenetzes – bis 2030 sollen für 9,3 Milliarden Euro eine Million neue Ladestationen entstehen. Die aktuellen 24.000 Stationen sollen in den kommenden zwei Jahren auf 65.000 wachsen. Doch in Deutschland werden 80 Prozent der bereits existierenden Elektro- und Hybridautos daheim oder in der Arbeit aufgetankt – wenn möglich. Ein dichteres öffentliches Netz alleine könnte also noch unbefriedigend sein, wenn die Immobilienwirtschaft nicht auch entsprechend nachzieht. Deshalb plant die deutsche Bundesregierung 50 Millionen Euro an Subventionen für 2020 für die Errichtung privater Ladestationen. Diese Förderung ist ein Novum im Land.

Unser Lesetipp des Tages: Start-ups, Digitales und Module – drei Punkte, auf die Immobilienwirtschaft und Bauwirtschaft jetzt achten müssen

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