Salzburg

Holzbetonbranche begrüßt die Novelle des Salzburger Wohnbauförderungsgesetzes

Der Einsatz von Holzbeton (dort „Holzbetonstein“ genannt) wird unter anderem künftig mit sechs statt mit bisher drei Zuschlagspunkten pro Quadratmeter gefördert.

VÖB Salzburg Wohnbau

Mit Anfang August tritt in Salzburg die novellierte Wohnbauförderungsverordnung in Kraft. Für die Salzburger Produzenten von Holzbeton stellt dies einen Meilenstein in der Förderung des regional hergestellten und nachhaltigen Baustoffs dar. „Wir freuen uns, dass die Salzburger Landespolitik mit dieser Novelle den Fokus auf Nachhaltigkeit im Wohnbau legt und die Zuschlagspunkte für den Baustoff Holzbeton verdoppelt hat. Salzburg ist damit österreichweit das erste Bundesland, das den Einsatz von Holzbeton als 100-prozentig recycelbaren Baustoff explizit fördert“, sagt Herbert Schilcher, Sprecher des Arbeitskreises Holzbeton im Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB).
 
In der Salzburger Wohnbauförderungsnovelle wird der Einsatz von Holzbeton (dort „Holzbetonstein“ genannt) künftig mit sechs statt mit bisher drei Zuschlagspunkten pro Quadratmeter gefördert. Wurden bisher nur Holzbetonerzeugnisse mit einem 70-prozentigem Holzanteil gefördert, ist die Förderung künftig auch für alle Produkte mit einem 50-prozentigen Holzanteil pro Kubik- bzw. Quadratmeter gültig. „Diese Regelungen machen den Holzbeton für den Wohnbau in Salzburg wesentlich attraktiver. Das Bundesland kann nun verstärkt auf einen zu 100 Prozent regional hergestellten und recycelbaren Baustoff zurückgreifen, der CO2 speichert und auch in Zeiten der Bau-Hochkonjunktur fortwährend lieferbar ist“, freut sich Herbert Schilcher.
 
Die Novelle der Wohnbauförderungsverordnung in Salzburg soll künftig auch eine österreichweite Vorbildwirkung haben: „Ökologisch betrachtet vereint der Holzbeton die besten Eigenschaften von Beton und Holz. Die Salzburger Wohnbaupolitik hat nun einen kräftigen Impuls für die Förderung dieses wichtigen Baustoffs gegeben, der auch als gutes Beispiel für die übrigen Bundesländer dienen kann. Es ist an der Zeit, dass wir in unserer Baupolitik die Baustoffe nicht gegeneinander ausspielen, sondern im Sinne eines fairen Wettbewerbs differenziert beurteilen und dementsprechend auch fördern“, sagt Thomas Mühl, VÖB Geschäftsführer. (PM)