Kroatien

EU zahlt Machbarkeitsstudie zu Peljesac-Brücke

Unterstützung bei Verbindung des südlichen Territoriums - auch alternativer Verkehrskorridor durch Bosnien geprüft

International

Kroatien bekommt von der EU 200.000 Euro für eine Machbarkeitsstudie zum Bau der Brücke bei Peljesac ("Peljeski most"). Die Brücke von Dubrovnik auf die Halbinsel Peljesac, die bereits als zu teure Lösung verworfen worden war, soll die durch Bosnien-Herzegowina getrennten Landesteile im Süden Kroatiens verbinden. Laut Außenministerin Vesna Pusic könnte die Errichtung des Bauwerks 2014 beginnen und bis zu 85 Prozent aus Mitteln der EU finanziert werden.

Die Machbarkeitsstudie soll nicht nur das Für und Wider des Baus der Brücke, sondern als Alternative auch die Machbarkeit eines Verkehrskorridors durch Bosnien, der vor kurzem als kostengünstigere Lösung vorgeschlagen wurde, prüfen, sagte Pusic in den Hauptnachrichten des öffentlich-rechtlichen Senders HTV am Montag. "Das strategische Ziel der Regierung ist die Verbindung des kroatischen Territoriums. Das ist auch das Ziel der EU, denn mit dem Beitritt Kroatiens in die EU, wird dieses Territorium europäisch." Kroatien soll am 1. Juli 2013 der EU beitreten und wird die EU-Außengrenze bilden.

Aufgrund des Schengen-Abkommens sei es wichtig, keine Abweichungen von dem Vertrag zu haben. Die Brücke sei deswegen die "sauberste Lösung", sagte Pusic. Die Peljesac-Brücke ist ein schon elf Jahre altes Vorhaben. Die Vorgängerregierung unter Ex-Premier Ivo Sanader hatte den Bau der Brücke von Peljesac beschlossen und auch bereits mit den Bauarbeiten begonnen. Diese stehen derzeit jedoch still. Nachdem die Regierung unter Zoran Milanovic das Brückenprojekt als zu teuer bezeichnet hatte, wurde als Lösung eine Schnellstraße durch Bosnien vorgeschlagen. Nun sind sowohl die Brücke als auch die Schnellstraße im Gespräch. (APA)