Straßenbau

Deutschland plant eine Milliarde für Brückensanierungen

Deutschland investiert bis 2017 eine Mrd. Euro in die Sanierung von Brücken auf Autobahnen und Bundesstraßen.

International

Der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will marode Brücken auf Autobahnen und Bundesstraßen verstärkt sanieren lassen. In einem dazu aufgelegten "Sonderprogramm Brückenmodernisierung" sei bis 2017 eine Summe von 1,06 Mrd. Euro vorgesehen, teilte das Verkehrsministerium mit.

Das Geld soll aus einem Extra-Topf für Verkehrsvorhaben kommen. Verkehrsexperten kritisieren seit langem, dass ein Großteil der rund 39.000 Brücken des Bundes 40 Jahre und älter und daher in einem schlechten Zustand sind. Sie erfüllten vielerorts nicht mehr die Anforderungen, die der zunehmende Güterverkehr an derartige Bauwerke stelle, erklärte nun auch das Verkehrsministerium. Die Folge: Brücken müssen für schwere Lastwagen oder sogar für den kompletten Verkehr gesperrt werden.



Ab dem kommenden Jahr will der Bund den Angaben zufolge daher mehr Geld in die Instandsetzung stecken. Von 220 Mio. Euro in den Jahren 2012/2013 soll das Budget für die aufwändigen Sanierungsprojekte im Jahr 2015 auf 310 Mio. Euro anwachsen, 2016 auf 350 Mio. Euro und 2017 auf 400 Mio. Euro. Das Geld komme aus dem Zusatzpaket über 5 Mrd. Euro, welches das Verkehrsministerium für diese Legislaturperiode aus dem Bundeshaushalt bekommt, um damit die Verkehrsinfrastruktur auf Vordermann zu bringen.

Dobrindt hatte mehrfach erklärt, er setze zur Finanzierung der Infrastruktur auch auf die geplante Pkw-Maut für Ausländer. Bei der Umsetzung des Projektes gibt es aber noch diverse Hürden. (afp/apa/pm)