Österreich

BIG-Weiss: "Hart verhandeln und den Markt öffnen"

SOLID sprach mit BIG-Geschäftsführer Hans-Peter Weiss über Stadtentwicklung, Verfahrenssicherheit, das Problematische am Bauboom und mehr.

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Hier finden Sie die Top-Zitate aus unserem Exklusivgespräch - das gesamte Gespräch gibt es im ePaper und der Printausgabe von SOLID - Wirtschaft und Technik am Bau!

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© thomastopf.com

"Uns beschäftigt bei den Baufirmen im Moment ein Thema: Wir spüren, dass die Firmen ausgelastet sind und offensichtlich volle Auftragsbücher bis weit in das nächste Jahr hinein haben. Das zeigt sich in der Preisbildung und stellt uns vor Herausforderungen. Man hat von Seiten der Bauwirtschaft  vielleicht zu lange die Situation schlecht geredet und damit viele Impulse initiiert. Jetzt haben wir aber die Situation, dass viele Projekte nur zeitverzögert oder schwierig umgesetzt werden können."

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"Uns beschäftigt bei den Baufirmen im Moment ein Thema: Wir spüren, dass die Firmen ausgelastet sind und offensichtlich volle Auftragsbücher bis weit in das nächste Jahr hinein haben. Das zeigt sich in der Preisbildung und stellt uns vor Herausforderungen. Man hat von Seiten der Bauwirtschaft  vielleicht zu lange die Situation schlecht geredet und damit viele Impulse initiiert. Jetzt haben wir aber die Situation, dass viele Projekte nur zeitverzögert oder schwierig umgesetzt werden können."

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"Wir werden hart verhandeln und den Markt weiter öffnen müssen. Unter den aktuellen Bedingungen darf man auch nicht sofort "Feuer" schreien, wenn einmal ein öffentlicher Auftrag nicht an eine lokale Firma geht. Das muss den Anbietern klar sein. Bei EU-weiten Ausschreibungen sollte das eigentlich normal sein."

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"Bei großen Projekten ist im Vorfeld oft nicht klar, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig ist. Der Ausweg ist ein Feststellungsverfahren. Den Bescheid nutzen Projektgegner gerne, um einen Einspruch einzulegen. Das führt in jedem Fall zu deutlichen Verzögerungen und zu Vorlaufzeiten von vielen Monaten oder Jahren, die ein Projekt extrem verteuert und in Summe auch dazu beiträgt, dass die Menschen länger auf Wohnungen und Infrastruktur warten als nötig - dabei wären die Projekte nicht selten voll ausfinanziert."

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"Die Stadt Wien hat aus meiner Sicht vor kurzer Zeit mit der Neuerung der Vertragsraumordnung einen wichtigen ersten Schritt gesetzt, der aber noch ausbaubar ist. Damit wird bereits im Vorfeld einer Projektentwicklung klar, welche Leistungen die Stadt von Entwickler erwartet. Damit gibt es deutlich mehr Planungssicherheit."

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"Jedem Entwickler ist natürlich klar, dass er etwas zur öffentlichen Infrastruktur beitragen muss.  Mit den städtebaulichen Verträgen schaffen wir frühzeitig Planungssicherheit die schlussendlich Sicherheit für das jeweilige Investment bedeutet."

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"Digitalisierung ist der Megatrend schlechthin. Wir haben in der Vergangenheit schon sehr stark vorgearbeitet, was die Generierung von Daten aus unseren Gebäuden betrifft. Da sind wir wahrscheinlich weiter als viele andere. Entscheidend werden zwei Themen sein: zum einen, dass man die gesamte Wertschöpfungskette mit einbezieht, zum zweiten, dass man auch kleineren Unternehmen eine Chance lässt, an Aufträge zu kommen."