Straßensymposium 2026 : Innovation vor Norm? Wie viel Mut verträgt der Straßenbau?

Peter Krammer (Swietelsky), Rainer Irschik (Land Niederösterreich) und Bernhard Hofko (TU Wien) diskutieren beim Straßensymposium am 16. November 2026 im Kuppelsaal der TU Wien. Porträts von links nach rechts.

Peter Krammer (Swietelsky), Rainer Irschik (Land Niederösterreich) und Bernhard Hofko (TU Wien) diskutieren beim Straßensymposium am 16. November 2026 im Kuppelsaal der TU Wien. Porträts von links nach rechts.

- © SWIETELSKY / NLK Pfeiffer · TU Wien / Shutterstock (2272399303)

Wie kommen Innovationen tatsächlich auf die Straße? Welche Möglichkeiten bieten digitale Werkzeuge für Planung, Bau und Erhaltung? Und wie viel Spielraum braucht die Branche, damit neue Ansätze den Schritt aus der Forschung in die Anwendung schaffen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich das erste Straßensymposium am 16. November 2026 im Kuppelsaal der TU Wien. Unter dem Motto „Straße trifft Innovation“ schaffen die Österreichische Bautechnik Vereinigung (ÖBV) und der Forschungsbereich Straßenwesen der TU Wien eine neue Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft, Bauwirtschaft und öffentlicher Hand.

Dabei geht es um Entwicklungen, die das Straßenwesen in den kommenden Jahren prägen: Digitalisierung und Automatisierung ebenso wie Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und die Lebensdauer der Infrastruktur. Das Programm verbindet wissenschaftliche Perspektiven mit Erfahrungen aus der Baupraxis.

Den fachlichen Auftakt übernimmt Markus Oeser von der deutschen Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt). Seine Keynote richtet den Blick auf Wege zu einer digitalen und nachhaltigen Infrastruktur. Wolfgang Kluger-Eigl vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) greift anschließend den digitalen Zwilling für Straßen auf – und damit die Frage, welches Potenzial digitale Abbilder für die Infrastruktur bieten.

Wie Innovationen in der Praxis auf die Straße gebracht werden, ist das Thema von Igor Ruttmar (TPA / STRABAG). Karina Schiefer und Christoph Winkler von PORR widmen sich dem Weg von der Digitalisierung zur Automatisierung und Robotik. Damit kommen auch jene Unternehmen zu Wort, die neue Technologien in Bauprozesse übertragen.

Am Nachmittag erweitert Lutz Eckstein von der RWTH Aachen die Perspektive auf das Zusammenspiel von Infrastruktur und Fahrzeug. Im Mittelpunkt stehen Digitalisierung, künstliche Intelligenz und die Straße der Zukunft. Stefan Weissenböck vom Forum Qualitätspflaster beschäftigt sich mit neuen Ansätzen für urbane Verkehrsflächen. Zwei Beiträge aus der TU Wien ergänzen das Programm: Sophia Rockenschaub stellt die ökologische Dimensionierung von Straßen vor, Jan Unterbuchschachner ein virtuelles Labor.

Der abschließende Themenblock führt die technischen Entwicklungen zu einer grundlegenden Frage zusammen: Wie lassen sich neue Lösungen mit den Anforderungen an Sicherheit, Qualität und Verlässlichkeit verbinden? Ronald Blab (TU Wien) eröffnet dazu mit einem Impulsvortrag über das Verhältnis von Innovation und Norm.

Anschließend diskutieren Peter Krammer (Swietelsky), Rainer Irschik (Land Niederösterreich) und Bernhard Hofko (TU Wien) auf dem Podium. Damit treffen die Perspektiven von Bauwirtschaft, Auftraggeberseite und Wissenschaft unmittelbar aufeinander. Die Diskussion greift auf, welche Rahmenbedingungen Innovationen ermöglichen und wie Forschung und Praxis dabei zusammenarbeiten können.

Neben den Vorträgen bietet der Veranstaltungstag Gelegenheit für Gespräche mit den Referierenden und zur Vernetzung innerhalb der Infrastrukturbranche. Das Symposium soll künftig im Zweijahresrhythmus stattfinden und den Austausch über aktuelle Entwicklungen im Straßenwesen fortführen.

Straßensymposium 2026 – die Eckdaten

Wann: Montag, 16. November 2026, 09:00 bis 18:00 Uhr

Wo: Kuppelsaal der TU Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien

Veranstalter: Österreichische Bautechnik Vereinigung und Forschungsbereich Straßenwesen der TU Wien

Anmeldeschluss: 5. November 2026

Programm und weitere Informationen: https://strassensymposium.at/

Zur Anmeldung: https://www.bautechnik.pro/Veranstaltung/Strassensymposium