Wöchentliches SOLID Bau-Telegramm 2026 : Die Top-Ten-Kurzmeldungen der Baubranche

Das ist das Titelbild des Bautelegramms
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Neues aus der Bauwirtschaft von KW 12 / 2026

  • Ein Jahr nach Verabschiedung des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) durch den Deutschen Bundestag ziehen zwei Wirtschaftsinstitute eine negative Zwischenbilanz. 86 Prozent der Mittel seien 2025 zweckentfremdet worden, zeigen Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Das Münchner Ifo-Institut kommt sogar auf 95 Prozent an neu aufgenommenen Schulden, die nicht für zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur eingesetzt wurden.

     

  • Nach mehr als sieben Jahren Bauzeit ist am Mittwoch die neue Röhre des Karawankentunnels eröffnet worden. Der rund acht Kilometer lange Grenztunnel verbindet die Karawankenautobahn (A11) südlich von Villach mit dem slowenischen Autobahnnetz, konkret mit der Avtocesta 2 nach Ljubljana. Die nächsten Jahre wird der Verkehr in der neuen Röhre - wie bisher in der alten - zweispurig im Gegenverkehr geführt. Erst ab 2029, wenn die alte Röhre generalsaniert ist, soll sich das ändern.

     

  • Wienerberger hat die erfolgreiche Übernahme der in Schweden ansässigen NEWS Group bekanntgegeben. Mit ihrem Fokus auf Schweden und die gesamte nordische Region ist die NEWS Group der führende Anbieter nachhaltiger Wassermanagementlösungen für den Anschluss von Wohnhäusern an das kommunale Abwassernetz, insbesondere dort, wo herkömmliche, schwerkraftbasierte Abwassersysteme an ihre Grenzen stoßen.

     

  • Die Science Based Targets initiative (SBTi) hat die CO2-Reduktionsziele der Strabag bestätigt. Bis 2030 verpflichtet sich das Unternehmen, seine eigenen Emissionen und jene aus eingekaufter Energie um 42 Prozent gegenüber 2023 zu senken. Zusätzlich soll ein Viertel der Emissionen reduziert werden, die entlang der Wertschöpfungskette entstehen – also primär durch eingekaufte Baustoffe und in der Nutzungsphase der Bauwerke.

     

  • Der Aufwärtstrend bei den Baugenehmigungen in Deutschland setzt sich zu Beginn des laufenden Jahres fort. Im Jänner wurden in alten und neuen Gebäuden um 8,4 Prozent mehr Wohnungen bewilligt als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Zahlen sind ein Lichtblick im Kampf gegen Wohnungsmangel und steigende Mieten.

     

  • Das deutsche Unternehmen Goldbeck steigt beim österreichischen Industrieanlagen- und Rohrleitungsbauer Zauner als strategischer Partner ein. Damit einher geht ein Generationenwechsel im Management der Zauner Group in Wallern an der Trattnach, wie diese am Dienstag in einer Aussendung mitteilte. Beide Unternehmen bleiben eigenständig. Die Gründer Manfred Zauner und Franz Maurer ziehen sich aus dem operativen Geschäft zurück. Roman Zauner und Andreas Beck übernehmen die Geschäftsführung. Die strategische Partnerschaft mit dem Bielefelder Familienunternehmen Goldbeck konzentriert sich vor allem auf Bau, Betrieb und Inbetriebnahme von Datenzentren.

     

  • In der Causa rund um den abgesagten Neubau des Management Center Innsbruck (MCI) nimmt die Sanierung der bestehenden MCI-Standorte - die nun als Alternative verfolgt wird - konkretere Formen an. Die schwarz-rote Tiroler Landesregierung fasste am Dienstag in ihrer Regierungssitzung einen dahingehenden Grundsatzbeschluss. Zudem wurde eine Vereinbarung zwischen dem Land und dem MCI-Trägerverein unterzeichnet. Zu den Kosten machte das Land indes keine Angaben.

     

  • Die Architektin Katharina Bayer ist zur neuen Vorsitzenden des Österreichischen Beirats für Baukultur bestellt worden, der am Mittwoch in seine vierte Funktionsperiode startet. Bisher leiteten Bettina Götz (2009-2013) und Christian Kühn (2015-2025) das Gremium, das die Bundesregierung in baukulturpolitischen Fragen beraten, den Austausch zwischen den Institutionen fördern und Impulse für bessere rechtliche und politische Rahmenbedingungen setzen soll.

     

  • 82 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher würden gerne im Eigentum wohnen. Dieser 2025er-Wert ist laut Bausparkassenverband gegenüber 2024 sogar noch um drei Punkte gestiegen. Doch laut Studie fehlen durchschnittlich 75 Prozent des nötigen Kapitals. Eigenmittel gewinnen an Bedeutung in der Finanzierung des Wohneigentums, das im Preis steigt. Durchs Bausparen, am besten mit frühem Ansparbeginn, könne man späteres Wohneigentum realisieren, so der Verband naturgemäß.

     

  • US-Präsident Donald Trump hat zwei Dekrete unterzeichnet, um Wohnraum erschwinglicher zu machen. Eine Verfügungen weist Bundesbehörden an, Vorschriften abzubauen, die den Wohnungsbau verzögern und die Kosten in die Höhe treiben. Dabei sollen insbesondere Genehmigungsverfahren und Umweltauflagen auf den Prüfstand gestellt werden, um das Angebot an neuen Wohnungen schneller auszuweiten. Der zweite Erlass zielt auf Erleichterungen bei der Hypothekenvergabe ab. Aufsichtsbehörden sollen prüfen, ob bestehende Regeln kleinere Kreditgeber benachteiligen oder den Zugang zu Kapital unnötig erschweren.

     

Neues aus der Bauwirtschaft von KW 11 / 2026

  • Das Europäische Parlament fordert Maßnahmen wie weniger Bürokratie und steuerliche Anreize, um gegen Wohnungsmangel in Europa vorzugehen. In einer - rechtlich nicht bindenden - Resolution sprach sich die Mehrheit der Abgeordneten in Straßburg für einen Plan gegen die Wohnungskrise aus. Die Resolution sieht Vereinfachungen für Baugenehmigungen vor: Sie sollten innerhalb von 60 Tagen erteilt werden, schlugen die Parlamentarierinnen und Parlamentarier vor. Außerdem sprachen sie sich für einen stark reduzierten Mehrwertsteuersatz auf die Bereitstellung und den Bau von Wohnraum aus. Das Parlament verurteilte laut Mitteilung darüber hinaus die illegale Besetzung von Häusern und fordert strengere Maßnahmen zum Schutz der Eigentümer.

     

  • Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) hat am Mittwoch angesichts einer zuletzt im Raum stehenden Verzögerung der Inbetriebnahme des Brennerbasistunnels (BBT) den Zeitplan als "aktuell nicht gefährdet" bezeichnet. Dieser Plan sieht gegenwärtig eine Fertigstellung 2031 und eine Inbetriebnahme 2032 vor. Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) hatte zuvor ein "Ende der Spekulationen" eingemahnt.

     

  • Die oberösterreichische UVP-Behörde gibt grünes Licht für die Mühlviertel-Leitung. Aus dem Büro des zuständigen Landesrats Stefan Kaineder (Grüne) wurde am Donnerstag ein entsprechender Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten" bestätigt. Das Projekt umfasst eine 40 km lange 110-kV-Freileitung zwischen Rohrbach und Waldburg sowie ein neues Umspannwerk in Bad Leonfelden.

     

  • Der Sanierungsplan im Insolvenzverfahren des Wiener Immobilienunternehmers Klemens Hallmann ist nun auch gerichtlich bestätigt worden, wie der Gläubigerschutzverband Creditreform am Montag mitteilte. Der Sanierungsplan, dem die Gläubiger mehrheitlich zugestimmt hatten, sieht eine Gesamtquote von 35 Prozent vor. Die Erfüllung des Sanierungsplans werde durch einen Treuhänder überwacht.

     

  • Aus Spargründen werden fünf Schulbauprojekte in Wien gestoppt. Die Bildungsstadträtin Bettina Emmerling (NEOS) bestätigt einen Bericht von „Heute“, wonach zur Castelligasse in Margareten noch vier weitere Schulbauprojekte dazukommen, die vorerst nicht umgesetzt werden. Betroffen sind Standorte in vier Bezirken: Schwarzingergasse im 2. Bezirk, Florian-Hedorfer-Straße 20-26, Ganztagesvolksschule Diesterweggasse im 14. Bezirk und das Schulzentrum Schinnaglgasse im 16. Bezirk.

     

  • Nach der Verhängung einer Bausperre über letztlich 22 Grundflächen in Innsbruck zur künftigen Ausweisung als Vorbehaltsflächen für den geförderten Wohnbau hat die Stadtkoalition das weitere Vorgehen konkretisiert. Die Hälfte - also elf Grundflächen - sei als "nicht geeignet" ausgeschieden, sagte Bürgermeister Johannes Anzengruber (JA - Jetzt Innsbruck) am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Sieben Grundflächen würden nun als Vorbehaltsflächen definiert. Mit den verbliebenen Eigentümern sei man sich bereits über eine Nutzung für geförderten Wohnbau einig. 

     

  • Für die Gemeinnützige Bau-, Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft in Wiener Neudorf (WNG) ist am Donnerstag ein Regierungskommissär bestellt worden. Grundlage für diese Maßnahme sind vom Revisionsverband festgestellte Verstöße gegen mehrere gesetzliche Bestimmungen, hieß es in einer Aussendung. Die WNG räumte auf APA-Anfrage einen "formalen Fehler" bei einem Ausnahmegeschäft ein, wodurch für 2025 voraussichtlich Körperschaftsteuer-Pflicht entstanden sei.

     

  • In Dornbirn realisiert i+R Industrie- & Gewerbebau für die Energiewerke Ilg GmbH ein neues Biomasse-Hybridheizwerk mithilfe moderner Gleitschalungstechnik. Diese Methode ermöglicht eine deutlich kürzere Bauzeit und eine präzise Umsetzung im 24/7-Betrieb. Das EnergieWerk Ilg wird künftig rund 90 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen beziehen und sowohl das angrenzende Industriegebiet als auch Teile der Stadt Dornbirn mit Wärme versorgen. Die Inbetriebnahme ist für September 2026 geplant.

     

  • Die Unternehmensgruppe FCP.VCE übernimmt rückwirkend mit 1. Januar 2026 das Berliner Unternehmen artus architekturbüro für urbanes bauen und sanieren GmbH. Die Übernahme erfolgt im Rahmen der Expansionsstrategie „Deutschland 2030“ und markiert einen weiteren Meilenstein beim Ausbau der Aktivitäten am deutschen Markt. 

     

  • Nach Verzögerungen bei der Sanierung soll die deutschen Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg erst am 14. Juni wieder vollständig in Betrieb gehen, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Das ist um sechs Wochen später als ursprünglich geplant. Damit sind vor allem Pendlerinnen und Pendler in der Region um die deutsche Hauptstadt bis einschließlich 13. Juni weiter auf den Ersatzverkehr mit Bussen angewiesen. Fernzüge zwischen den zwei bevölkerungsreichsten deutschen Städten werden bis dahin weiter umgeleitet. Ursprünglich sollten schon zum 1. Mai alle Züge wieder durchgehend auf dem Korridor fahren.

Neues aus der Bauwirtschaft von KW 10 / 2026

  • Rund ein Drittel der Österreicher plant in den kommenden fünf Jahren Investitionen in Bau- oder Wohnprojekte. Das zeigt eine Marketagent-Studie im Auftrag des deutschen Dachkeramikherstellers Erlus, die am Dienstag im Südturm des Wiener Stephansdoms beim "Hausbau Tag 2026" präsentiert wurde. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) verwies auch auf weitere - seiner Ansicht nach - positive Parameter, wie die Novelle der Gewerbeordnung.

     

  • Nach einer Durststrecke ist der heimische Immobilienmarkt 2025 wieder in Schwung gekommen. Die Verkäufe stiegen im Jahresvergleich um 16,8 Prozent, während mit 34,61 Mrd. Euro 20 Prozent mehr Umsatz erzielt wurde, geht aus dem aktuellen Remax-Immobilienspiegel hervor. Mit 117.782 Eintragungen in amtliche Grundbücher (Verbücherungen) liegt die Anzahl der Immobilienverkäufe bei 91,4 % des Zehnjahresschnitts. Am stärksten war der Aufschwung in Wien und Vorarlberg.

     

  • Die Finanzmarktaufsicht (FMA) sorgt sich nach wie vor um den Gewerbeimmobiliensektor und die hohe Ausfallquote bei Krediten für diese. Die nicht performenden Kredite hätten sich im letzten Jahr verdoppelt, sagte FMA-Vorständin Mariana Kühnel am Mittwoch im Klub der Wirtschaftspublizisten. Der sektorale Kapitalpuffer für die Banken wird aufgrund der Situation in den kommenden Jahren sukzessive angehoben.

     

  • Der landeseigene Tiroler Energieversorger Tiwag sieht eine offenbar anstehende Verzögerung von drei Monaten bei der laufenden Umweltverträglichkeitsprüfung zum Kraftwerk Kaunertal gelassen. "Ich bin da tiefenentspannt", sagte Vorstandsdirektor Alexander Speckle am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Der "Tiroler Tageszeitung" (Mittwoch) zufolge könnte 2027 ein Bescheid ergehen. Speckle kritisierte indes generell eine Verfahrensdauer von rund 15 Jahren bei Großprojekten.

     

  • Der Salzburger Kranhersteller Palfinger steigt an Stelle des Immobilienunternehmens CPI Europe (früher Immofinanz) in den Leitindex der Wiener Börse auf. Palfinger kehrt damit erstmals seit 2010 wieder in den österreichischen Leitindex zurück, wie die Wiener Börse am Dienstagabend bekanntgab. Die Änderung gilt ab 23. März.

     

  • Die Wietersdorfer Gruppe vergibt im Sommer 2026 im Rahmen ihres Studierendenprogramms GO INTERNATIONAL fünf internationale Praktikumsplätze. Drei davon ermöglichen Studierenden aus Österreich einen Praxiseinsatz in Italien oder Kroatien. Zwei weitere Praktika stehen internationalen Studierenden für einen Aufenthalt in Österreich offen.

     

  • Saint-Gobain Austria setzt einen weiteren Schritt in Richtung markenübergreifende Zusammenarbeit: Ab sofort werden die Produkte der Marke Ecophon in die Organisation integriert. Branislav Hyben, der bereits als Business Unit Manager für Ecophon tätig ist, übernimmt zusätzlich die Leitung des Teams für Architektur, Akustik und Systemlösungen.

     

  • Nach jahrelanger Flaute laufen die Geschäfte am deutschen Bau wieder besser. Öffentliche Großaufträge in der Infrastruktur und ein allmählich anziehender Wohnungsbau haben den preisbereinigten Wert der Auftragseingänge im vergangenen Jahr um 7,5 Prozent steigen lassen, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Einschließlich der Preiserhöhungen erhöhten sich die Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr sogar um 10,1 Prozent.

     

  • Der Schweizer Bau- und Immobiliendienstleister Implenia will ab nächstem Jahr kräftig Gas geben. "Wenn alles so läuft wie jetzt, werden wir im 2027 ein zweistelliges Umsatzwachstum haben", sagte Konzernchef Jens Vollmar am Mittwoch am Rande der Bilanzmedienkonferenz im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Grundlage dafür sind die dicken Auftragspolster, die im vergangenen Jahr nochmals um ein Viertel größer geworden sind und mittlerweile 8,5 Mrd. Franken (9,3 Mrd. Euro) erreichen. Zudem sind die neuen Aufträge deutlich profitabler als die alten.

     

  • Ein Trump-Hotel soll künftig die Skyline der australischen Gold Coast dominieren: Im Touristen-Hotspot Surfers Paradise ist ein Luxus-Wolkenkratzer für 1,5 Mrd. Australische Dollar (898,4 Mio. Euro) geplant. Mit 340 Metern wäre es das höchste Gebäude in Down Under. Der Vertrag für das Projekt an der Ostküste sei mittlerweile unterzeichnet worden, teilte die australische Entwicklerfirma Altus Property Group mit.

     

Neues aus der Bauwirtschaft von KW 08 / 2026

  • Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist nach wie vor angespannt. "Bezahlbarer Wohnraum ist knapp", hielt der Chef des Baukonzerns Porr, Karl-Heinz Strauss, am Mittwoch vor Journalistinnen und Journalisten fest. "Wichtig ist, dass der soziale Wohnbau angekurbelt wird", betonte er. "Wenn man mehr baut, sinken die Mieten." Die Gemeinnützigen hätten bereits verstärkt zu bauen begonnen - ein "Hoffnungsschimmer". Spürbar mehr Wohnungen würden erst ab 2027 oder 2028 auf den Markt kommen. Preislinderungen durch den Mietpreisdeckel der Regierung zweifelt Strauss an: "Er bekämpft ja nicht das Symptom - die hohen Mieten -, sondern reguliert nur deren Anstieg." Die Mietpreise reguliere am besten der Markt. Es müsse einfach mehr gebaut, also das Angebot erhöht werden.

     

  • Die Nachfrage nach dem eigenen Haus ist im Vorjahr deutlich gestiegen - und damit auch der Preis für die eigenen vier Wände. So stieg die Nachfrage im Vorjahr um 8 Prozent. Im Schnitt lagen die Quadratmeterpreise für Einfamilienhäuser bei 4.070 Euro - um 6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit zeichne sich nach Preisrückgängen im Jahr 2023 und einer Stabilisierung 2024 eine Trendwende ab, so die Schlussfolgerung der Online-Immobilien-Plattform ImmoScout24.

     

  • Nach einer umfangreichen Winterrevision hat Kirchdorfs Bürgermeister Markus Ringhofer den großen Drehrohrofen im Kirchdorfer Zementwerk persönlich gezündet und damit den Start in eine neue Ofenreise eingeläutet. Seit dem 13. Februar 2026 läuft die Klinkerproduktion kontrolliert und stabil. In den vergangenen Wochen wurde die Anlage im laufenden Stillstand gründlich überprüft und erneuert. In den Mahltrocknungsanlagen MTA 1 und 2 wurden neue Vorabscheider eingebaut und Rohrleitungen erneuert, erstmals kommen keramische Mahlwerkzeuge zum Einsatz. Am Drehrohrofen wurden rund 140 Tonnen Ofensteine ausgebaut und neu zugestellt, zusätzlich wurden 90 Tonnen Feuerfestmassen eingebracht. Der Entladekran erhielt neue Kranschienen und eine Oberflächenbearbeitung, der Chlorbypassfilter wurde um 30 % erweitert, in der Kohlemühle wurden Sichter, Vorabscheider und Mühlengebläse ausgetauscht. Für die Verarbeitung von Ersatzbrennstoffen wurde eine Schneckenwaage installiert.

     

  • Während die durchschnittliche Lebensdauer eines Kleidungsstücks in Monaten gemessen wird, verlängert ein neuer Baustoff den Lebenszyklus auf Jahrzehnte. Das internationale Projekt „Dämmstoff Himmelblau” stellt eine Lösung vor, die unsere Sichtweise auf Textil-Abfälle grundlegend verändern könnte: Eine leistungsfähige Dämmung aus recycelten Jeans. Kleidung, die unsere Körper geschützt hat, kann nun unsere Häuser schützen. Der Dämmstoff, entwickelt in Zusammenarbeit von Retter a.s., capital [ A ] architects und LKT – Laboratorium für Kunststofftechnik GmbH mit finanzieller Unterstützung der FFG – Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft wird am Stand der "Baurettungsgasse" erstmals zu sehen sein. 

     

  • Um beim Erwerb eines neuen Eigenheims zu unterstützen, hat die UniCredit Bank Austria ein neues Wohnpaket mit günstigen Konditionen geschnürt. Insgesamt 150 Millionen Euro günstige Fixzinskredite bis zu einem Betrag von 300.000 Euro mit einer Kondition von 2,8 Prozent p.a. fix auf 5 Jahre stehen bereit.
     
  • Der Bauartikelhändler Bauhaus investiert 50 Millionen Euro in eine Filiale in Wien Ottakring und erhöht damit sein Filialnetz auf sieben Standorte. Es sollen 120 Jobs geschaffen werden. Das Fachzentrum ist eine Nachnutzung eines bestehenden Gebäudes und umfasst rund 17.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, so das Unternehmen.

     

  • Die Tiroler Oppositionsparteien FPÖ, Liste Fritz, Grüne sowie der freie Landtagsabgeordnete und Ex-SPÖ-Chef Georg Dornauer wollen Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) in Sachen Transit quasi ins Bundesland zitieren. Der Anlass: Ein Treffen des Verkehrsausschusses des Tiroler Landtags mit jenem des Nationalrats am 16. April in Innsbruck. Man richtete ein Schreiben an den ÖVP-Vorsitzenden des Tiroler Ausschusses mit der Bitte, Hanke einzuladen. Dieser zeigte sich dazu bereit.

     

  • In Deutschland herrscht neue Verärgerung um die mit vielen Problemen behaftete Deutsche Bahn (DB). Diesmal liegt es an Verzögerungen bei den Bauarbeiten an der sehr bedeutsamen Bahnstrecke Hamburg-Berlin. Die Bahn hatte am Montag mitgeteilt, dass sie aufgrund des Winterwetters mit Frost und Schnee den Termin zur Fertigstellung der Streckensanierung Ende April nicht einhalten kann. Erst am 13. März soll mitgeteilt werden, wann auf der Strecke wieder Züge rollen.

     

  • Der Forschungsverband der österreichischen Baustoffindustrie (FBI) setzt nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr seine erfolgreiche Workshopreihe „Aufs Detail kommt’s an – Bau- und Sanierungslösungen richtig gemacht!“ fort. 2026 tourt das Format erneut durch vier Regionen Österreichs und richtet sich an Bautechniker*innen, Bauleiter*innen, Baumeister*innen, ÖBA-Beauftragte und Sachverständige*, die ihre Detailkompetenz stärken und Ausführungsfehler
    nachhaltig reduzieren möchten.

     

  • Philipp Habjanic (33) ist neuer Betriebsleiter am Alpacem- und InterCal-Standort Peggau. Er übernimmt diese Funktion von Florian Salzer, der den Standort seit November 2023 interimistisch geführt und maßgeblich auf die Übergabe der Betriebsleitung vorbereitet hat. In seiner neuen Rolle verantwortet Habjanic die operative Leitung des Standorts, die Produktionsprozesse sowie die weitere technische und organisatorische Entwicklung der Kalk- und Zementproduktion.

     

Neues aus der Bauwirtschaft von KW 07 / 2026

  • Der Semmering-Basistunnel geht in finale Phase. Ab 2030 soll Graz von Wien aus in unter zwei Stunden erreichbar sein, Klagenfurt in weniger als drei Stunden. Laut ÖBB seien die Arbeiten „voll im Gange“. Im Abschnitt Gloggnitz laufen noch die letzten Arbeiten an der Betoninnenschale. Damit will man im kommenden Jahr fertig werden, hieß es. In allen anderen Bauabschnitten werde derzeit schon an der Tunnelausrüstung gearbeitet. „In dieser Phase werden im 27,3 km langen Tunnel die Gleisanlagen, Leitungen und technische Anlagen eingebaut“, hieß es. Aufgrund der Dimension des Tunnels seien dafür mehr als drei Jahre notwendig.

     

  • Die ÖBB und die Wiener Linien modernisieren im heurigen Sommer zentrale Wiener Öffi-Verbindungen mit erheblichen Auswirkungen auf die Bundeshauptstadt und das Umland. Von 4. Juli bis 6. September wird die Strecke zwischen Praterstern und Floridsdorf gesperrt, und ab 7. September kommt es noch schlimmer: Dann gibt es eine 14-monatige Hauptsperre zwischen Hauptbahnhof und Praterstern. Des Weiteren wird es umfangreiche Bauarbeiten am Straßenbahn- und U-Bahn-Netz geben. Die Gesamtkosten sollen für die staatliche Österreichischen Bundesbahnen bei rund einer Milliarde Euro liegen, die Wiener Linien geben sich zu den Aufwendungen bedeckt.

     

  • Nach der Pleite der Quester Baustoffhandel GmbH kommen nun im Auftrag des Insolvenzverwalters diverse Waren der 18 Filialen in Wien, Niederösterreich, der Steiermark und Kärnten unter den Hammer. Insgesamt sei bei der Versteigerung mit gut 15.000 Positionen zu rechnen, teilte das Auktionshaus Aurena in einer Aussendung mit. Ziel sei, die Versteigerung innerhalb von elf Wochen abzuschließen.
  • Tomaselli Gabriel Bau übernimmt 51 Prozent der raumwerk Gerd Arnold GmbH in Wolfurt und ergänzt das Portfolio der Firmengruppe. 49 Prozent verbleiben bei Firmengründer Gerd Arnold (56), der so die Zukunft seines Unternehmens und der 35 Arbeitsplätze vorausschauend absichert.

     

  • Erstmals wird ein Bestandshaus streng nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft saniert und somit entwickelt die Sedlak Unternehmensgruppe ein österreichweites Pionierprojekt. Das Gründerzeithaus aus dem Jahr 1880 in der Van-der-Nüll-Gasse 22 im 10. Wiener Gemeindebezirk wird nicht nur modernisiert, sondern auch aufgestockt, um zusätzlichen Wohn- und Büroraum zu schaffen. Die Sanierung erfüllt erstmals die von der EU-Taxonomie geforderten Umweltziele 4 – die den Übergang zur Kreislaufwirtschaft beschreiben. Sie setzt daher neue Standards für den nachhaltigen Umbau bestehender Gebäude.

     

  • Die Strabag-Tochter Züblin hat sich mit dem B'Ella einen bedeutenden Großauftrag für den Bau eines zukunftsweisenden multifunktionalen Stadtquartiers am Berliner Südkreuz gesichert. Züblin errichtet das Bauprojekt im Auftrag von Hines. Insgesamt entstehen auf etwa 75.000 m² Bruttogeschossfläche rund 300 Wohneinheiten mit sozial gefördertem Wohnraum sowie eine Kita und moderne Büro-, Gewerbe- und Aufenthaltsflächen. Die Strabag wird selbst Mieterin der Büroflächen.

     

  • Gestiegene Zinsen lassen Immobilienkäufer und Bauherren in Deutschland vor neuen Krediten zurückschrecken. Hatten Verbraucher Anfang 2025 noch deutlich mehr Immobilienkredite aufgenommen, ebbt die Erholung inzwischen ab. Das zeigen Zahlen der Analysefirma Barkow Consulting, die auf Daten der Europäischen Zentralbank (EZB) beruhen. Demnach vergaben deutsche Banken im vierten Quartal 2025 neue Kredite in Höhe von 59,2 Milliarden Euro an Privathaushalte und Selbstständige. Das sei das schwächste Quartal im vergangenen Jahr. Die sich schon im Frühjahr abzeichnende Abschwächung habe sich fortgesetzt und das Neugeschäft das dritte Quartal in Folge stagniert, schrieb Geschäftsführer Peter Barkow.

     

  • Der deutsche Wohnungsmarkt wird nach Experteneinschätzung auf absehbare Zeit schwierig bleiben. Ein Anziehen des Neubaus ist erst ab dem Jahr 2027 wahrscheinlich, wie es im Frühjahrsgutachten der sogenannten Immobilienweisen heißt, das am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurde. 2025 dürften knapp 235.000 Wohnungen fertiggestellt worden sein. Für dieses Jahr wird nur mit einer Größenordnung von 215.000 gerechnet. 2027 sollte es dann wieder nach oben gehen.

     

  • Der französische Infrastrukturkonzern Vinci hat im vergangenen Jahr die Markterwartungen übertroffen. In einem turbulenten globalen makroökonomischen und geopolitischen Umfeld hat aus Sicht von Vinci-Chef Pierre Anjolras die dezentrale Organisation der Gruppe erneut ihre Vorzüge unter Beweis gestellt. Wenn die Effekte einer höheren Unternehmenssteuer außer Acht gelassen werden, erwarte das Management auch im neuen Jahr mehr Umsatz und mehr Gewinn. An der Börse kam das gut an. Die Aktie stieg um fast 7 Prozent und beschleunigte damit ihre Aufwärtstendenz der vergangenen zwei Wochen. In den vergangenen zwölf Monaten beträgt das Kursplus knapp ein Fünftel und in den vergangenen drei Jahren rund 22 Prozent. 

Neues aus der Bauwirtschaft von KW 06 / 2026

  • Zu Jahresbeginn sichert sich Strabag Sp. z o.o., die polnische Tochtergesellschaft der Strabag, in Polen zwei Großaufträge zur Modernisierung von Straßen mit einem Gesamtvolumen von rund 147 Millionen Euro (ca. PLN 621 Mio.) und stärkt damit ihre Rolle im Bereich der Mobilitätsinfrastruktur.

     

  • Der Bau-Komplettanbieter Rhomberg Bau sowie der Immobiliendienstleister OIKOS Holding haben sich als gleichberechtigte Partner in der neuen Beteiligungsgesellschaft RhOi zusammengeschlossen. Ziel ist es laut Daniel Leitinger, Gesellschaftervertreter der Rhomberg Bau Gruppe und Geschäftsführer Rhomberg Bau, die Präsenz und die Kompetenz der Partner im Hausverwaltungs- und Gebäudeservicegeschäft zu stärken sowie gemeinschaftlich Synergien zu nutzen. 

     

  • Am 26. Jänner ging der Talk des gemeinnützigen Wohnbaus in der Steiermark in die zweite Runde. GBV Steiermark (gemeinnützige Wohnbauträger Steiermark) lud Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung und Wohnungswirtschaft zum fachlichen Austausch in die Räumlichkeiten von ÖWG Wohnbau. Nach der persönlichen Begrüßung durch GBV Steiermark-Obmann Mag. Christian Krainer (ÖWG Wohnbau) standen die aktuellen Herausforderungen rund um leistbares Wohnen, Mietrecht, Förderpolitik und Klimaziele im Mittelpunkt der Veranstaltung. Impulsvorträge gab es von Mag. Christian Zenz (Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus), Mag. Michael Sebanz, Dr. Bettina Luidolt sowie DI Mag. Simone Skalicki (Land Steiermark) und Ing. Alexander Lackner (ÖWG Wohnbau).

     

  • Vom 21. bis 23. Jänner verwandelte sich die Halle A der Messe Wien mit der Frauenthal Expo in einen pulsierenden Treffpunkt für Installateure, Elektriker, Kommunen, Tiefbauspezialisten, Planer, Architekten und Bauträger aus ganz Österreich. Frauenthal stellte dabei gleich zwei neue Rekorde auf. Mit 187 Ausstellern war die Halle so gut gebucht wie nie zuvor und 11.000 Besucher sorgten an den Messetagen für hohe Frequenz, intensive Fachgespräche und eine spürbar positive Stimmung. Die Frauenthal Expo 2026 war damit nicht nur ausverkauft, sondern auch so stark besucht wie noch nie.

     

  • Der österreichische Immobilien-Investmentmarkt hat die Phase der starken Preiskorrekturen hinter sich gelassen – doch von einer Rückkehr zu den Boomjahren kann noch keine Rede sein. Stattdessen richtet sich der Markt 2026 auf einen neuen Normalzustand ein: Investor:innen agieren vorsichtig, Finanzierungen bleiben anspruchsvoll, und Investitionsentscheidungen werden zunehmend selektiv getroffen. Das sind die Ergebnisse des EY Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt 2026, für das über 110 Vertreter:innen aus den verschiedensten Segmenten der Immobilienbranche in Österreich befragt wurden.

     

  • Laut einer Gallup-Studie im Auftrag von Raiffeisen Immobilien Österreich halten 70 Prozent der Befragten den Bodenverbrauch für ein sehr dringliches oder dringliches Problem, beim Ortskernsterben sehen sogar 82 Prozent akuten Handlungsbedarf. Besonders ältere Befragte beurteilen die Entwicklung kritisch. Gefragt nach den besten Maßnahmen gegen Bodenverbrauch und Leerstand werden laut Studie mehr Förderungen für die Sanierung gebrauchter Immobilien am stärksten befürwortet, gefolgt von der Überbauung bestehender Flächen – etwa von Supermärkten – und einem Verbot von Fachmarktzentren auf der grünen Wiese.

     

  • Die Bundesimmobiliengesellschaft BIG erbaut im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung eine neue AHS im 21. Wiener Gemeindebezirk. Nahe dem Bahnhof Jedlersdorf entsteht ab Frühjahr 2028 ein modernes Gymnasium mit 28 Klassen und Nachmittagsbetreuung in der Unterstufe. Die BIG investiert rund 33 Mio. Euro in den Neubau in der Winkeläckerstraße für zeitgemäße und zukünftige Lern- und Arbeitsformen.

     

  • Würth Österreich mit Sitz in Böheimkirchen/NÖ hat mit Michael Hempt einen neuen CEO. Er folgt in der Funktion auf Alfred Wurmbrand, der das Unternehmen laut einer Aussendung vom Dienstag mehr als 25 Jahre geführt hat und mit Jahresbeginn den Vorsitz im Aufsichtsrat übernahm. Hempt ist seit 2007 bei Würth Österreich und war zuletzt als Mitglied der Geschäftsleitung unter anderem für IT, Marketing, Vertriebssteuerung, E-Business und Shops verantwortlich.

     

  • Die deutsche Baumaschinenindustrie startet mit einem gemischten Bild in das Jahr 2026. Auch wenn die Zahlen positiver ausfallen als in den Vorjahren, trifft die Branche weiterhin auf ein schwieriges politisches und wirtschaftliches Umfeld. Der Auftragseingang zog zum Jahresende spürbar an und lag im Jahr 2025 insgesamt 18 Prozent über dem Vorjahreszeitraum (Januar bis Dezember). Beim Umsatz verzeichnete die Branche hingegen preisbereinigt ein leichtes Minus von 1 Prozent und blieb damit knapp unter dem Niveau von 2024.

     

  • Der deutsche Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown will im laufenden Jahr eigene Aktien in Höhe von bis zu 250 Mio. Euro zurückkaufen. Das Aktienrückkaufprogramm werde am 26. Jänner starten und solle in diesem Jahr ausgeführt werden, teilte der börsennotierte Konzern am Montag mit. Aroundtown habe sich 2025 stark entwickelt. Der aktuelle Aktienkurs spiegle diese Entwicklung aber nicht angemessen wider. Deshalb habe das Unternehmen beschlossen, Verkaufserlöse für den Rückkauf von eigenen Aktien zu verwenden, um von dieser Diskrepanz zu profitieren.

Neues aus der Bauwirtschaft von KW 05 / 2026

  • Die Porr wurde für die Westumfahrung Stettin, eines der größten Straßenbauprojekte in Polen, von der Generaldirektion für Landesstraßen und Autobahnen (GDDKiA) mit einem der drei Bauabschnitte dieses Projekts beauftragt. Die Porr wird die mehr als 13 km lange Strecke Kołbaskowo–Dołuje innerhalb von 41 Monaten realisieren; der Auftragswert beträgt rund EUR 150 Mio. (PLN 631 Mio.).

     

  • Bei den Gesprächen zwischen Wien und dem Bund zu einer Abgeltung von Mehrkosten beim U-Bahn-Bau gibt es noch kein Ergebnis. Konkret wurde der sogenannte Lenkungsausschuss mit der Angelegenheit befasst. Das Gremium wird von der Stadt und den zuständigen Ministerien für Finanzen bzw. Verkehr beschickt. Die Vereinbarung zur aktuellen U-Bahn-Ausbauphase sieht vor, dass der Ausschuss befasst wird, wenn die Preissteigerungen an drei aufeinanderfolgenden Jahren über 2,5 Prozent liegen. Aktuell werde noch auf die Indexentwicklung 2025 gewartet.

     

  • Die gemeinnützigen Bauträger Tirols (GBV) haben 2025 insgesamt 1.170 Wohnungen fertiggestellt und ein Rekord-Bauvolumen von rund 410 Mio. Euro erreicht. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des vergangenen Jahres", betonte GBV-Obmann Edgar Gmeiner bei einem Pressegespräch in Innsbruck. Zudem gab er einen positiven Ausblick auf das laufende Jahr und verwies auf geplante 1.230 Fertigstellungen.

     

  • Das Windkraftprojekt der Energie AG Oberösterreich im Kobernaußerwald könnte statt 18 nur 9 Windräder umfassen. Wie "Mein Bezirk" online berichtete, werde der Landesversorger die Hälfte der Anlagen aus der UVP streichen. Grund ist, dass durch die dort geplante Windkraft-Beschleunigungszone ein Tieffluggebiet des Bundesheeres verläuft. Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) bestätigte die Projektverkleinerung, die Energie AG verwies hingegen auf laufende Gespräche.

     

  • Der Bau.Energie.Umwelt Cluster NÖ hält ein Info-Event "KI-KompetenzaufBAU" ab. Termin 11. Februar 2026, 15:00 - 17:00 Uhr, online. Das Projekt befähigt sechs bis acht Unternehmen, Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) realistisch einzuordnen und zielgerichtet im eigenen Unternehmen einzusetzen. Im Fokus stehen Lösungen für die spezifischen Anforderungen der Baubranche. Die Teilnahme am Projekt-Info-Event ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich. 
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  • Zum 20. Mal ging in dieser Woche der Bautag OÖ über die Bühne und setzte dabei ein starkes Zeichen: Mit über 400 Gästen wurde ein neuer Teilnehmerrekord erreicht. Zwei Jahrzehnte nach seiner Neuausrichtung hat sich der Bautag damit endgültig als Fixpunkt der heimischen Bauwirtschaft etabliert, als Plattform für Information, Diskussion und Vernetzung. Die beiden Gastgeber und Landesinnungsmeister Wolfgang Holzhaider (Bau) und Martin Greiner (Bauhilfsgewerbe) gaben einen Rückblick auf das Baujahr 2025 sowie einen Ausblick auf die aktuelle Marktlage mit all ihren Chancen und Hürden. 

     

  • Die Preise für Wohnimmobilien in Österreich sind nominell zwar um 2,1 Prozent gestiegen, aufgrund der hohen Teuerung sind die Preise inflationsbereinigt aber gesunken, zeigen Daten der Österreichischen Nationalbank (OeNB). OeNB-Gouverneur Martin Kocher sprach von einer "leicht verbesserten Leistbarkeit von Wohnimmobilien". Gleichzeitig gebe es deutliche Unterschiede zwischen Neubau und Bestand und zwischen Wien und dem Rest von Österreich. Demnach seien die Preise in der Hauptstadt mit plus 2,9 Prozent stärker gestiegen als im Rest von Österreich ohne Wien (+1,6 Prozent).

     

  • Lorenz Consult, eines der führenden Ingenieurbüros für Bauwesen in Österreich, expandiert nach Deutschland und eröffnet seinen ersten Standort in München. Das österreichische Unternehmen ist auf die Generalplanung technisch anspruchsvoller Bauprojekte spezialisiert und bringt seine jahrzehntelange Expertise gezielt auf den deutschen Markt.

     

  • Bauder vertieft die Zusammenarbeit mit Innotech und übernimmt ab sofort in Österreich Vertrieb, Planung, technische Beratung und Kundenbetreuung für Dach-Absturzsicherungslösungen. Für Verarbeiter, Montage- und Servicepartner sowie Schlosser/Metallbauer, Holzbaubetriebe und Baufirmen heißt das vor allem: ein Ansprechpartner statt mehrerer Schnittstellen.

     

  • Die Wacker Neuson SE teilt mit, dass die Gespräche zwischen der Gesellschaft und Doosan Bobcat Inc. über den möglichen Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Wacker Neuson SE sowie eine mögliche öffentliche Übernahme der Wacker Neuson SE nicht fortgesetzt werden. Die Wacker Neuson Group fokussiert sich weiterhin auf die Umsetzung ihrer Strategie 2030 und nachhaltiges Wachstum.  

Neues aus der Bauwirtschaft von KW 03 / 2026

  • Der österreichische Wohnungsneubau steuert auf bessere Zeiten zu, wie Zahlen von Statistik Austria zeigen. Insbesondere im Geschäftsfeld Ein- und Zweifamilienhäuser (EZFH) ist mit einer zunehmend wachsenden Auftragslage zu rechnen. In den ersten drei Quartalen 2025 erhöht sich die Anzahl der bewilligten Wohneinheiten in neuen Gebäuden um +23,1 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Weniger rund läuft es hingegen im Geschoßwohnbau. Im Jahresvergleich erhöht sich die Bewilligungsleistung (Wohneinheiten) zwischen Jänner und September lediglich um +1,7 Prozent. Grund dafür ist nicht zuletzt ein Einbruch der Baugenehmigungen im dritten Quartal um -16,6 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. 

     

  • Vor dem Hintergrund der jüngsten Entscheidung zur Marchfeld Schnellstraße S8(der Verfassungsgerichtshof hat eine Erkenntnisbeschwerde des Landes Niederösterreich und der Asfinag gegen die vom Bundesverwaltungsgericht verweigerte Bewilligung abgewiesen) hat Niederösterreichs Landesvize und Verkehrslandesrat Udo Landbauer (FPÖ) eine grundsätzliche Debatte über Ziel und Zweck von Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gefordert. Es brauche eine klare Schwerpunktsetzung im UVP-Gesetz: "Das Schutzgut Mensch muss ausdrücklich gestärkt werden. Und zwar nicht als Überschrift, sondern konkret normiert", hob Landbauer hervor.

     

  • Die Baukosten für den Wohnhaus- und Siedlungsbau sind im vergangenen Jahr moderat gestiegen. Sie lagen um 2,3 Prozent über dem Wert von 2024, wie die Statistik Austria bekanntgab. Auch im Tiefbau gab es 2025 Kostensteigerungen in allen Sparten: Im Straßenbau stiegen die Kosten gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent, im Brückenbau um 1,5 Prozent und im Siedlungswasserbau um 1,7 Prozent.

     

  • Immobilienvertreter haben im Rahmen eines Stammtischs in Innsbruck am Donnerstag klare Regeln im Wohnbau gefordert. Während der gemeinnützige Wohnbau als "Eckpfeiler" geregelt werden müsse, seien beim Eigentum Eingriffe "nicht notwendig", betonte Wirtschaftskammer-Fachgruppenobfrau Ellen Moll bei einem Pressegespräch. ÖVP-Wohnbausprecher Nationalratsabgeordneter Norbert Sieber sah die Politik auf einem "guten Weg", in der Dreierkoalition seien aber "Kompromisse" nötig.

     

  • Mit 80 Millionen Euro wollen die ÖBB im kommenden Jahr 2026 rund sechs Millionen mehr in Vorarlberg investieren als im vergangenen Jahr. Das gaben die ÖBB mit ihrem "Rahmenplan 2025 – 2030" bekannt. Ein Großteil der Aufwendungen fließt in den Ausbau der ÖBB-Strecke nach Liechtenstein, wodurch auch das Landeskrankenhaus Feldkirch besser angebunden wird.

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  • Beim Insolvenzverfahren der Wiener Quester Baustoffhandel GmbH fand am 8.1. die Prüfungstagsatzung beim Handelsgericht Wien statt. Neun Standorte sind mittlerweile geschlossen, die angemeldeten Forderungen der 674 Gläubiger in dem Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung liegen bei 55 Mio. Euro, teilte die Creditreform am Donnerstag mit. Demnach wurden 12 Mio. anerkannt und 43 Mio. Euro bestritten, wobei diese teilweise noch geprüft werden und mit Anerkennungen zu rechnen sei.

     

  • Drees & Sommer SE fokussiert seine Startup-Aktivitäten in The Bau Ventures, einem neuen Frühphasen-Investor für Startups. Ziel ist es unter anderem, die vielversprechendsten Startups frühzeitig zu identifizieren und diese mit der Expertise von Drees & Sommer zu unterstützen. 

     

  • Der BiM Globe 2026 findet wie gewohnt am Faschingsdienstag statt - heuer ist das der 17.2. Mehr Infos und Anmeldung HIER

     

  • In einem Skandal rund um Betrugsfälle mit minderwertigem Asphalt in Südtirol sind auf Anordnung der Justiz 14 Personen in Untersuchungshaft genommen worden. Die Festnahmen seien infolge einer Aktion der Finanzwache seit Mittwochfrüh erfolgt, hieß es in Südtiroler Medienberichten. Insgesamt 19 Millionen Euro seien zudem auch im Ausland sichergestellt worden. Nachdem bereits im Mai 2024 in der Causa neun Verdächtige festgenommen worden waren, gibt es nun 23 Beschuldigte.

     

  • Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau hat sich zum Jahresende leicht eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex fiel im Dezember von minus 19,3 auf minus 20,6 Punkte. Die Unternehmen schätzten die aktuelle Lage schlechter ein und auch die Erwartungen für die kommenden Monate. „Der Wohnungsbau kommt nicht so recht vom Fleck“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Die strukturellen Probleme der Branche bestehen fort.“