In individuellen Fällen sicher einiges. Jemand, der eine Wohnung zur Verfügung hat und nicht braucht – etwa durch Erbschaft – und sie vermieten will, könnte mit Airbnb leicht sehr viel mehr verdienen, als würde das Objekt normal vermietet werden. Eine einfache Rechnung: Eine gut angebundene, wenn auch nicht zentral gelegene Wohnung in Wien, ein Zimmer, etwa 30 Quadratmeter. Mit 43 Euro pro Nacht zählt sie nicht gerade zu den teuren der etwa 8.000 Angebote in der Bundeshauptstadt. Trotzdem wären das im Monat über 1.300 Euro und damit über 43 Euro pro Quadratmeter – selbst bei den allgemein steigenden Quadratmeterpreisen in Wien ein stolzer Preis. Airbnb würde dieser Person also bereits mehr als eine normale Vermietung einbringen, wenn sie die Unterkunft nur die Hälfte des Monats anbringt.
Trotzdem würde nicht jeder, der die Möglichkeit hat, zu vermieten, lieber die Plattform nutzen als einen Mietvertrag aufzusetzen. Das zeigen bereits die Zahlen. Etwa 8.000 Angebote gibt es für den Raum Wien auf Airbnb – und etwa 800.000 Wohnungen. Einen geeigneten Mieter zu finden, eine Hausverwaltung zu engagieren und dergleichen, ist ein besonderer Aufwand – mehrmals im Monat jemandem die Schlüssel zu übergeben und zu erklären, wie der Herd funktioniert, aber auch. Zudem gehören vielen Vermietern nicht nur einzelne Wohnungen, sondern gleich das ganze Wohnhaus – diese einzeln an Reisende zu vermieten, das würde sich wohl kaum jemand antun.