Gut möglich, dass Carillion sich hier mit opportunistischem Fingerzeigen unelegant aus der Affäre ziehen wollte; Fakt ist aber, dass es seit dem Brexit-Votum in der Verfügbarkeit von Arbeitskräften im englischen Raum eine negative Entwicklung gab, die auch die Bauwirtschaft betreffen. Zusätzlich gingen die Bauinvestitionen deutlich zurück.
So ist die Einwanderung nach Großbritannien im ersten Jahr nach dem Brexit-Referendum um 100.000 Personen gesunken, die als Arbeitskräfte in allen Branchen fehlen – die niedrigste Immigration seit 1964, seit es Aufzeichnungen gibt. Der Rückgang ist zu über zwei Dritteln durch weniger immigrierende EU-Bürger begründet, die sich auf dem tiefsten Stand seit 2012 befindet. Gleichzeitig verlassen um 29 Prozent mehr EU-Bürger Großbritannien – vor allem Franzosen, Deutsche, Italiener, Polen und Spanier. In all diesen Ländern wird die Baukonjunktur als stabil und kräftig oder sogar besser beurteilt. Besonders Polen scheint zu profitieren, während in Großbritannien die Arbeiter fehlen.
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