Für Bau und Betrieb zeichnet die IGA verantwortlich, die 2013 für dieses Projekt gegründet wurde. Sie geht aus einem Konsortium hervor, das 2013 den Zuschlag von der Generaldirektion für Staatliche Flughäfen in der Türkei erhielt. Das ursprüngliche Konsortium hat bisher acht Projekte verwirklicht, in Ägypten, Aserbaidschan, der Türkei, sowie im Irak und Kosovo. Teilweise hat sie hier auch den Betrieb übernommen. Die IGA übernimmt laut Vertrag für 25 Jahre den Bau und Betrieb – das sogenannte Build-Oparate-Transfer-Prinzip. Der Staat erhält dafür Miete, garantiert aber der IGA eine Passagieranzahl und muss Entschädigung zahlen, wenn diese nicht erreicht wird. Eine Verlängerung der Lizenz ist möglich.
Der Spatenstich war im Juni 2014, geplant wurde in vier Bauphasen, wovon die erste abgeschlossen ist – mit einem Terminal und zwei Pisten kommt der Flughafen derzeit auf eine Kapazität von 90 Millionen Passagieren. Die zweite Etappe soll Ende 2022 fertig sein, die dritte 2025, die letzte schließlich 2027. Nicht nur der Standort, sondern auch die Eile, mit der gebaut wurde, wird kritisiert. So sind bis 2015 mindestens 27 Todesfälle durch die Bauarbeiten gemeldet worden. Unter anderem sollen die Bauarbeiter bei starkem Wind in unsicheren Höhen gearbeitet haben und auch kam es zu einer Explosion.
Mit dem Flughafen wird auch in der Infrastruktur weitergebaut. Heute in einem Jahr soll eine U-Bahn-Station neben dem Flughafen fertiggestellt sein, für die gerade zwei neue Linien geplant werden. In nächster Nähe wird ein Schnellzug-Bahnhof gebaut. Die Verbindungen könnten die Entfernung zur Stadt wieder etwas wettmachen.