"Bauen mit Holz" : Ausstellung zeigt herausragende Holzbau-Architektur
Modelle von rund 30 realisierten Projekten von Holzbauten, darunter ein Drittel aus Österreich, zeigt eine Ausstellung, die heute, Donnerstag, Abend im Künstlerhaus Wien eröffnet wird. "Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft" soll die technischen, ökologischen und gestalterischen Möglichkeiten des Baustoffes Holz zeigen, der angesichts der wachsenden Relevanz des Klimaschutzes und der Ressourcenschonung im Bauwesen rasant an Bedeutung gewonnen hat.Die aus München kommende Schau des Architekturmuseums und des Fachgebiets Holzbau der TU München zeigt, welche neue Formen der Gestaltung von Holzbauten durch die technische Entwicklung möglich wurden. Entsprechend reicht die Bandbreite der gezeigten Projekte von öffentlichen Bauten und mehrgeschoßigem Wohnbau bis zu weit gespannten Tragwerken und Hochhäusern.„Die Ausstellung zeichnet ein völlig neues Bild von Bauen mit Holz. Traditionelle Vorstellungen von Holzarchitektur werden hier zugunsten ästhetischer Konstruktionen, die vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen wären, aufgelöst", meinte der Vorarlberger Architekt und Holzbauspezialist Hermann Kaufmann, dessen achtstöckiger Büroturm "LCT ONE" erst vor einem Monat in Dornbirn eröffnet wurde, laut Unterlagen bei der vormittägigen Presseführung zu der von ihm kuratierten Ausstellung. "Jüngste Entwicklungen zeigen, dass Holz heute geradezu als Exponent und Garant eines zukunftsorientierten Bauens bezeichnet werden kann."Ein Teil der Ausstellung ist dem ökologischen Potenzial des Bauens mit Holz gewidmet. "Gerade im Waldland Österreich bietet die verstärkte Verwendung von Holz als Baustoff große Chancen für die Umwelt und die heimische Wertschöpfung. Weniger als ein Drittel des jährlichen Holzzuwachses in Österreich würde ausreichen, um alle Hochbauten eines Jahres in Holz zu errichten", sagte Dieter Kainz, Obmann von proHolz Austria, der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Holzwirtschaft.Die Ausstellung wird von einem Katalog sowie einem Symposium begleitet, das am 31. Jänner im Kuppelsaal der TU Wien abgehalten wird.