"Stuttgart 21"

Wasserrohre in Brand gesetzt

Am Sonntag sind Wasserrohre für den Bau des Großprojekts "Stuttgart 21" in Brand geraten - Polizei vermutet Brandstiftung.

International

Unbekannte haben am Sonntag mehrere, für den Bau des deutschen Bahnprojekts "Stuttgart 21" vorgesehene Wasserrohre in Brand gesetzt. Die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen von Brandstiftung aus. Eine Selbstentzündung der Rohre und eine technische Ursache schlossen die Ermittler aus.

Passanten hatten am Sonntagmorgen dichten Qualm aufsteigen sehen und die Rettungsdienste alarmiert. Insgesamt waren rund 40 kunststoffummantelte Metallrohre, die auf einem umzäunten Lagerplatz aufgestapelt waren, in Brand gesetzt worden. Die Rohre waren für das Grundwassermanagement des geplanten Tiefbahnhofs vorgesehen.

Am Samstag hatten nach Polizeiangaben rund 2500 Gegner des Bauprojekts in Stuttgart demonstriert. Dabei sei es vereinzelt zu Rangeleien gekommen. Die Demonstranten hätten stundenlang Fahrbahnen blockiert.

Camp am Mittwoch aufgelöst

Die Polizei hatte am vergangenen Mittwoch ein Protestcamp der "Stuttgart 21"-Gegner im Schlosspark geräumt und damit den Weg für großangelegte Baumfällarbeiten im Rahmen des Bahnprojekts freigemacht. Ende November hatten sich in einer Volksabstimmung fast 60 Prozent der Wähler für den an Stelle des bisherigen Kopfbahnhofs geplanten Tiefbahnhof ausgesprochen, gut 40 Prozent wollten einen Ausstieg aus dem Milliardenprojekt "Stuttgart 21". Seit diesem Votum forciert die Bahn die Arbeiten an dem umstrittenen Projekt. (afp/apa/pm)