Italien

Staatsbahnen planen Rekordinvestitionen von 58 Mrd. Euro

Lesen Sie hier, was das für den Arbeitsmarkt und für den Brenner bedeutet.

Italien Infrastruktur

Die italienischen Staatsbahnen (FS - Ferrovie dello Stato) haben am Freitag in Rom ihre Planung 2019-2023 vorgestellt. Diese sieht Rekordinvestitionen in der Größenordnung von 58 Milliarden Euro vor, kündigte CEO Gianfranco Battisti an.

24 Prozent der Investitionen kommen direkt von der Bahngesellschaft. Der Rest sind staatliche Investitionen für Bahn- und Straßeninfrastrukturen. Diese sollen zu einem Wachstum von Italiens Bruttoinlandprodukt zwischen 0,7 und 0,9 Prozent beitragen, teilte Battisti bei einer Pressekonferenz im Beisein von Premier Giuseppe Conte, Wirtschaftsminister Giovanni Tria und Verkehrsminister Danilo Toninelli mit. Battisti bezeichnete die Fortsetzung der Bauarbeiten für den Brenner-Basistunnel als "strategisch".

Zwölf Milliarden Euro sollen in neue Züge und Busse, zwei Milliarden Euro in U-Bahnen investiert werden. Sechs Milliarden Euro sollen in fünf Jahren für regionale Bahnverbindungen investiert werden. Vorgesehen ist der Erwerb von 600 Regionalzügen und 1.421 Bussen, die den modernsten ökologischen Standards entsprechen. Die Staatsbahnen wollen zusätzlich 14 neue Hochgeschwindigkeitszüge "Frecciarossa 1000" einsetzen. Damit werden die Staatsbahnen die jüngste Bahnflotte Europas haben. Zur Steigerung der Effizienz und der Pünktlichkeit der Züge sollen 5,5 Milliarden Euro investiert werden.

Der neue FS-Entwicklungsplan sieht die Anstellung von 15.000 Personen vor. Indirekt sollen dank der Investitionen 120.000 Jobs entstehen. "Die Staatsbahnen sind das italienische Unternehmen, das in den nächsten Jahren am stärksten in Italien investieren wird", erklärte Premier Conte. Investitionen im Bereich Infrastruktur seien für das Wirtschaftswachstum Italiens prioritär. (APA)

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